Hochprozentige Mittel und Wege

Eine kurze Meldung im Magazinteil des heutigen Kölner Stadt-Anzeigers hat meine Aufmerksamkeit erregt. Ich wusste gar nicht mehr, wie ich mich verhalten soll.

Kölner Stadt-Anzeiger, 26.08.2011, Titel: Alkohol macht nicht generell dick

“Alkohol macht nicht generell dick” – Erster Gedanke: “Nee, das nicht, aber besoffen!” – Zweiter Gedanke: “Nee, aber man kanns ja mal versuchen!” Am liebsten hätte ich ein Kirschwasser-Praliné genommen oder wenigstens ein Glas Sekt zum Frühstück genippt, aber das wiedersprach dann doch den Gewohnheiten.

Trotz des Gehalts eines Gramms Alkohols von 7,1 Kilokalorien haben spanische Wissenschaftler von Navara nun den Gegenbeweis angetreten, wie das Fachmagazin “Nutrition Reviews” berichtet. Die Forscher führten keinen Selbstversuch durch, auch wenn sich Rioja vielleicht dafür angeboten hätten (“Zwei rote Lippen und ein roter Tarragona – das ist das Schönste in Barcelona! Da sitzt und trinkst du unter blühenden Kastanien. So heiße Liebe gibt es nur bei uns in Spanien!”).

Vielmehr haben sie mehr als 30 Studien zu dem Thema verglichen. Ergebnis: Es besteht bei Alkohlkonsum zwar ein erhöhtes Risiko zu Übergeiwcht, doch Menge und Art spielen dabei eine große Rolle. So könne mäßiger Weingenuss die Gefahr der Gewichtszunahme sogar reduzieren, heißt es: ”Dafür schlägt Hochprozentiges umso heftiger auf die Hüften.” Beim Alkoholabbau durch die Leber wird die enthaltene Energie weder als Fett gespeichert noch zu Muskelenergie umgewandelt. Darin unterscheidet sich das Lebensmittel grundlegend von anderen. – So kann man es auch begründen. – Möglicherweise wird die Energie jedoch in Form von Wärme verbraucht, das könnte den geringen Einfluss auf das Körpergewicht erklären.

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