Neues aus der Tierwelt 27

Passend zu den vergangenen Weihnachtstagen: Wunder aus dem Reich der Tiere! Als da wären Meeresschnecken mit Lichtblitzen, zwitschernde Mäuse und erstaunliche Ergebnisse forschender Kinder über das Gedächtnis von Hummeln (wobei zu fragen wäre, ob die Forschung der Kinder oder die Gedächtnisleistung der Hummeln erstaunlicher ist).

Die Welt, 21.12.2010, Titel: Meeresschnecke sendet Lichtblitze durch ihre Schale

Unter den Kompaktmeldungen auf der Wissenschaftsseite der Welt war jüngst über kleine australische Meeresschnecken zu lesen, die bei Attacken von Feinden kleine Lichtsignale sendet. Die nur etwa 1,5 Zentimeter große Schnecke namens “Hinea brasiliana” hat dazu eine kalkhaltige Gehäuseschale entwickelt, die für die Wellenlängen des Biolumineszenzlichtes durchlässig ist, wie ein Forscher des Naturkundemuseums in Sydney der britischen Royal Society berichtete. Abwehr durch Licht – das erinnert an Fantasy-Epen und existiert doch real im Meer, dabei noch nicht einmal in der nachtschwarzen Tiefsee, wo Kreaturen leben, die wir ebenfalls dem Reich der Fantasie zuordnen würden. Dabei sind sie ebenso real wie die nachfolgend genannte Züchtung.

Die Welt, 22.12.2010, Titel: In Japan zwitschern Mäuse

Japanischen Forschern ist es gelungen, durch Gen-Mutation Mäuse zu züchten, die wie Vögel zwitschern. Das Ergebnis ist einem Zufalls zu evrdanken, während bei den Gen-Modifikationen eigentlich äußerliche Veränderungen erwartet wurden. Die zufällig entdeckte Eigenschaft würde nun von Mäuse-Generation auf Mäuse-Generation weitergegeben, heißt es in der Welt weiter. Die Forscher der Universität Osaka erhoffen sich nun - kein Witz! – die sprachliche Struktur des Zwitscherns besser als bei Vögeln entschlüsseln zu können.

Die Welt, 22.12.2010, Titel: Kinder machen wegweisende Entdeckung bei Hummeln

Schließlich ein weiteres Ergebnis, über das in der Fachzeitschrift Royal Society berichtet wurde: Hummeln können sich Farben und Muster merken. Das hat eine Schulklasse von acht- bis zehnjährigen Kindern in Großbritannien herausgefunden. Ihre Ergebnisse sind die ersten einer Schulklasse, die in dem anerkannten Fachorgan veröffentlicht wurden, wie die Welt in ihren Kompaktmeldungen schrieb. Zuckerwasser wurde hinter verschiedenfarbigen Plexiglaskuben versteckt. Auch nach dem Vertauschen der Farben flogen die Hummeln zielstrebig die richtigen Farbflächen an. Dies beweist wieder einmal, dass viele Erkenntnisse einfach zu erlangen sind, wenn nur der richtige Zugang gefunden wird. Außerdem wäre damit der Buchtitel von Tommy Jaud “Hummeldumm” an sich in Frage zu stellen.

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