The Spirit of Christmas 2009, Part 21

Konsumstatistiken zu Weihnachten: so üblich wie unnötig. Ich hatte mich schon an dieser Stelle mit Auswirkungen der Rezession aufs rauschende Fest beschäftigt. Allerdings nimmt die Zahl entsprechender Meldungen um die Monatsmitte so stark zu, dass ich sie nun doch nicht ignorieren kann.

FAZ, 12.12.2009 Titel: "Do it yourself" ist wieder gefragt

Spätestens kurz vor den Feiertagen fällt den Behörden wieder ein, dass nun ein “Weihnachtsfrieden” herrscht, außer wenn im Einzelfall Verjährung droht.  Vermutlich nur eine kreative Art mit der Tatsache umzugehen, dass in der zweiten Dezemberhälfte kaum Personal für Steuerprüfungen vorhanden ist. Allerdings geht die Zahl der Weihnachtsfeiern nicht nur in Großbritannien zurück (s. den obigen Link), sondern auch hierzulande, wie die Jobbörse Stepstone berichtet. Demnach verzichten 22 Prozent aller Unternehmen, die im vergangenen Jahr noch eine Feier durchführten, in diesem Jahr darauf.

FAZ, 12.12.2009, Titel: Wo Weihnachten auf Neujahr fällt

Immerhin ist da ein Lichtblick, dass Deutsche keine Konsumverweigerer sind, wie vergangenen Samstag in der FAZ zu lesen war. Das Weihnachtsgeschäft reißt wieder zuverlässig den Jahresabschluss für einige Einzelhändler raus. Knapp dagegen wird es für die russischen Einzelhändler, wie in derselben Zeitung dargestellt. Anstatt eines Weihnachtsbaumes steht auf dem Roten Platz in Moskau eine “Jahresendzeittanne” mit rotem Stern darauf. Die russisch-orthodoxen Christen feiern Heiligabend jedoch gemäß Julianischem Kalender erst am 6. Januar. Die Geschenke hingegen werden zu Neujahr verteilt, sodass die dortigen Einzelhändler mit etwas Glück auch noch auf einen besseren Jahresabschluss hoffen dürfen.

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