Winke zu Weihnachten 14

Naschkatzen aufgepasst! In der Vorweihnachtszeit wird aus Schokolade Gold gemacht – womit ich nicht die beliebten Schokotaler meine. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat jetzt eine Untersuchung von Produkten vorgenommen, die aufgrund ihrer aufwändigen, festlichen Verpackung bis zu 165 Prozent mehr kosten als sonst.

Die Welt, 07.12.2010, Titel: Wucher bei Weihnachtsartikeln

Das extremste Beispiel bezieht sich auf den Rocher Adventskalender Kinderfriends und die Raffaelo-Sternchenpackung, beide von Ferrero, gefolgt vom Celebrations Adventskalender von Mars mit 155 Prozent festlichem Preisaufschlag. Immerhin zehn der untersuchten Produkte werden doppelt so teuer oder noch wesentlich teurer, bedingt durch die stimmungsvolle Verpackung. Dabei wurden einige Kalender mit Mischwaren eines Herstellers gar nicht berücksichtigt:  “Bei weiteren nicht untersuchten Adventskalendern, etwa von Merci und Haribo, gibt es horrende Preiszuschläge. Sie liegen im Bereich des Vier- bis Fünffachen gegenüber der als Standardprodukt verpackten Ware.”
Alle untersuchten Produkte im Bild
Die Verbraucherzentrale urteilt, dass die Bereitschaft zu Weihnachten vor allem für Kindergeschenke mehr Geld auszugeben “schamlos ausgenutzt” werde. Für sie ein klassisches Beispiel der Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes. Bemängelt wird zudem, dass die Produkte selbst “Standardprodukte ohne Fantasie” seien. Ihr Tipp: “Die süßen Sachen individuell und kreativ selbst verpacken – das erfreut und überrascht die Beschenkten und hebt das Geschenk von der Massenware der Markenartikler ab.” Sehr sympathisch auch der Hinweis am Ende, dass die untersuchte Süßware anschließend einer gemeinnützigen Kindereinrichtung geschenkt wurde.

Die Liste der untersuchten Schokolade-Produkte ist ebenso abrufbar wie der Welt-Beitrag zum Thema.

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