Der Energy-Dome ist so gut wie Geschichte

Am vergangenen Wochenende sind die Oberliga-Basektballer der Köln 99ers zu ihrem letzten Spiel im Energy-Dome in Vogelsang angetreten. Immerhin haben sie die bis dahin ungeschlagene SG Bedburg/Bergheim mit 76:74 besiegt und damit den ersten Heimsieg gelandet. Doch mit diesem Spiel ist das Kapitel Profi-Basketball in Köln wieder einmal abgeschlossen.

Eines von vielen Bannern am Energy-Dome: "Hier spielt(e) Köln"

In der abschließenden Partie ging es hoch her: Der gegnerische Trainer musste bereits im zweiten Viertel nach zwei technischen Fouls die Halle verlassen. Bis 14 Sekunden vor Schluss stand es 74:74. Valentin Bauer gelang es Robin Flecks zum Endstand zu bedienen; mit 27 Punkten war er bester Kölner Werfer. Nach der Insolvenz der Profi-Abteilung kann der Club nun aufgrund der hohen Heizkosten den Spielbetrieb im Winter nicht mehr aufrecht erhalten.

Die Ansicht des Energy-Domes von hinten

Die Halle wird verlassen daliegen am Girlitzweg. Von nur noch geringer Bedeutung die historischen Erfolge, die das Team unter Sasa Obradovic als Trainer und mit  Aleksandar „Sasa“ Nadjfeji als Kapitän errang: Pokalsieger 2004 und 2005, Deutscher Meister 2006 – damals mit dem jüngsten Team der Liga.

Sasa Obradovic im Moment des Meister-Triumphs als Trainer

Zuletzt war 18 Jahre zuvor der BSC Saturn Köln 1988 Deutscher Meister gewesen. Weniger erfolgreich 2007 dann die anschließende  “Euro-League”-Saison, die aufgrund der strengen Auflagen in der Philipshalle in Düsseldorf gespielt wurde – von Heimvorteil war da wenig zu spüren. Bei den Basketball-Bundesliga-Spielen jedoch war der Parkplatz vor dem Energy-Dome regelmäßig ebenso rappelvoll wie der Eingang zur Wassermannhalle, an die sich die eigentliche Spielhalle mit 3.200 Sitzplätzen anschließt.

Der Energy-Dome hinter der historischen Wassermannhalle

Den damaligen Teamnamen “RheinEnergie Köln” hat nur die Spielstätte bis heute transportiert. Aus den Cheerleadern “Rhein-Energy Dancers” wurden zwischenzeitlich die “RED-Star Dancers”. Ebenso ungewiss wie ihr Verbleib ist, was weiter mit dem Gelände geschieht. Während der Hochzeiten des Profis-Basketballs in Köln sollte erst eine Halle in Köln-Mülheim, dann eine in Hürth gebaut werden, schließlich lag der Plan für eine Vielzweckhalle auf dem Gelände in Vogelsang vor.

Die in das Gelände hineingebaute Vielzweckhalle mit Kletterturm ist nicht in Sicht

Diese Halle sollte das Kernstück eines Gesundheitsparks namens “Bois de Cologne” bilden. In der Tat wird im Moment dort einiges gebaut, eine Grundschule ist jüngst eröffnet worden. Doch eine kombinierte Kletter- und Vielzweckhalle mit bis zu 5.000 Sitzen wird jedenfalls für den Kölner Profibasketball nicht mehr benötigt.

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