Gehirnforschung bei Mensch und Tier

Nachdem neulich bekannt wurde, dass junge Mütter während des Stillens in gewissen Gehirnregionen graue Masse zulegen, berichtet die Welt von einem neuen Forschungsergebnis über die dem Denkvermögen zuträgliche Funktion von Östrogen.

Die Welt, 18.11.10, Titel: Östrogen macht schlau

Bisher stand das weibliche Geschlechtshormon im Verdacht die Entstehung von Krebs zu begünstigen. Nun haben Forscher der Northwestern University im US-Staat Illinois eine Methode entwickelt, um die positive Wirkungsweise von Östrogen im Cortex stärker hervorzuheben . Durch die Manipulation von Hirnzellen, heißt es, konnte das Hormon effizienter an ihnen wirken, das Hirn arbeitete schneller. Damit nun – ganz gleich, ob Mann, ob Frau, schlauer werden kann, müssen allerdings zuvor die Hirnzellen entsprechend manipuliert werden. Daher kommt das Forschungsergebnis als Hirndoping eher nicht in Betracht, allerdings solle sim Kampf gegen Demenz zum Einsatz kommen.

Die Welt, 18.11.10, Titel: Fohlen bitte links streicheln

Eine ganz andere, vergleichsweise “billige” Erkenntnis, stammt von Forschern des CNRS im französischen Rennes, ebenfalls kurz dargestellt von Pia Heinemann in der Welt. Demnach entwickeln Fohlen ein besseres Verhältnis zu Menschen, wenn man sie auf der linken Körperhälfte streichelt. Der Grund hierfür hat mit dem Schulwissen zu tun, dass die rechte Gehirnhälfte die linke Köperhälfte steuert und umgekehrt. Werden die Tiere vorwiegend rechts gestreichelt, so verbindet sich damit über die für Emotionen und Erfahrungen zuständige linke Gehirnhälfte Stress für das Tier. Daher bewirkt das Streicheln auf der linken Köprerhälfte die geringere Abwehrreaktion und somit die stärkere Bindung.

Da hat das junge Pferd sich einfach umgekehrt und hat mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt…

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