Neues aus der Tierwelt 29

Diese Ausgabe erstaunlicher Neuigkeiten aus dem Reich der Tiere handelt von flirtenden Fischen, von Hunden im Schnee und von Haustierkeimen, die sich auch bei Menschen ausbreiten. Dies führt uns schon zu Beginn zu der immer mal wieder hilfreichen Erkenntnis, dass auch der Mensch nur ein besonders gelehriges Tier ist.

Kölner Stadt-Anzeiger, 08.01.2011, Titel: Wie Fische flirten

Geradezu menschlich erscheint das Verhalten mancher Fischmännchen (so des Mexiko-Kärpflings), die die Attraktivität von Rivalen einschätzen und ihr Verhalten danach ausrichten können. Das hatd er Kölner Stadt-Anzeiger unter Berufung auf die Biologen David Bierbach und Martin Plath von der Goethe-Uni in Frankfurt am Main berichtet. Sobald sich ein als attraktiv eingeschätztes Männchen ind er Nähe befindet, zeigen diese listigen Karpfen kein Interesse an ihrem bevorzugten Weibche, sondern nähern sich gezielt einem anderen an. Ziel der Aktion sei, dass ihr bevorzugtes Weibchen dann nicht durch den sexuell aktiv Nebenbuhler weggeschnappt werde. Als solche gelten übrigens besonders große und dann meist auch buntere Karpfen. In der Menschenwelt wird die Größe und Buntheit oft durch entsprechende Automobile dargestellt (Stichwort: Roter Ferrari).

Welt am Sonntag, 09.01.2011, Titel: Kein Schmelzwaser für Hunde

So schön und schneereich der Winter auch war: Eine Gefährdung ergab sich daraus für unsere treuesten Wegbegleiter. Hunde nämlich, berichtet die Welt am Sonntag, sollten kein Schmelzwasser trinken, da es Bakterien oder Viren sowie Schadstoffe und Reste von Streusalz enthalten könnte. Zwar würde nach Angaben des Tierschutzbundes die Magensäure einen Teil der Erreger abtöten, doch stellten Risse in der Mundschleimhaut eine erhebliche Infektionsgefahr dar. Etwas anderes ist es natürlich, wie in Abenteuerfilmen zu sehen, wenn sich der Held mit seinem Hund das Wasser direkt aus dem frischen Schnee holt, damit er und sein Tier was zu schlabbern haben (dann auch Schmelzwasser resp. Kaffee, direkt von der Feuerstelle).

Welt am Sonntag, 09.01.2011, Titel: Haustierkeime unter Menschen

Eine andere Gefahr, die von Haustieren ausgeht, haben Schweizer Forscher beschrieben (ebenfalls unter der Rubrik “Hund, Katz & Maus” der Welt am Sonntag). Demnach breitet sich das gegen fast alle Antibiotika resistente Bakterium Staphylococcus Pseudintermedicus seit etwa 2005 unter Hunden und Katzen aus und ist jetzt erstmals bei einem Patienten in Bern entdeckt worden. Demnach werden in Zukunft Menschen nicht mehr nur gelegentlich genauso aussehen wie ihr Hund, sondern auch noch dieselben Krankheiten teilen. Wenn das kein Treuebündnis darstellt!

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