Exzentrischer Soul reloaded

Die Plattenfriama Numero aus Chicago legt seit einigen Jahren die Reihe “Eccentric Soul” auf, in der sie dem meist nur Spezialisten bekannten Syl Johnson jetzt eine umfangreiche Anthologie gewidmet hat. Darauf hat die FAZ hingewiesen. Die Sammlung von 4 CDs und 6 LPs umfasst 81 Tracks, ist zum Preis von nur 75 US-Dollar zu erwerben (zzgl. Versand- und Zollkosten), birgt manches Schätzchen und bewahrt Leben und Werk des von sich selbst überzeugten Künstlers vor dem Vergessen.

FAZ, 06.01.11., Titel: Ist es, weil ich schwarz bin?

Wie Sven Beckstette in der FAZ berichtet, war alleine das Titel gebende Album im Internet bisher nur mit Glück zu haben und wenn, dann kaum unter 400 Dollar. Daneben sind in dem Paket aber auch ein Booklet über das Leben des Künstlers, seltenes Promomaterial, eine detaillierte Diskographie und Detailangaben zu jedem Stück enthalten. Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Was macht diesen 1936 in Mississippi als Sylvester Thompson geborenen Künstler zu etwas ganz besonderem?

Mit 14 ging er nach Chicago und veröffentlichte mit 23 die erste Single als Sänger bei demselben Label Federal, bei dem auch James Brown unter Vertrag stand. Der soll ihm auch zu seinem Künstlernamen verholfen haben. Der Vergleich hält stimmlich stand, wie der Song “Different Strokes” beweist, den der Sänger selbst zur inoffziellen US-Nationalhymne erklärte:

Als zweites Beispiel seiner außergewöhnlichen Stimme und seines hochrangigen Werks “Let yourself Go”:

 

Zuletzt noch der Titeltrack des ersten politischen Konzeptalbums “Is it because I’m black?”, den auch der Wu Tang Clan für seinen Song “Hollow Bones” gesampelt hat:

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