Zackige Zocker

Hatte ich vor zwei Tagen diese Erkenntnis noch ohne Beweis vorweggenommen, so steht es nun schwarz auf weiß fest (Quelle Magazin des Kölner Stadt-Anzeigers vom Dienstag):

Kölner Stadt-Anzeiger, 18.01.2011, Titel: Zocker reagieren schneller

Der Forscher Markus Breuer der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat nach systematischen Untersuchungen festgestellt, dass passionierte Comupterspieler duetlich schnellere Reaktionen auf optische Reize aufweisen. Der Studie zufolge steigert sich dieses Vermögen noch mit der Dauer des Spielens. Was nun nicht heißen soll, dass möglichst viele junge Leute möglichst lange am Bildschirm zocken sollen!

Es gibt auch anderes, zum Beispiel Musik machen, lesen, schreiben oder auch spazieren gehen. Aber vielleicht lassen sich ja die kurze Reaktionsszeiten sogar für sportliche Ambitionen nutzen. Vielleicht züchten wir durch die vielen PC-Games eine immer bessere Klasse von ausgezeichneten Tischtennis-Spielern heran!? In der Tat sollen die Erkenntnisse für die Sportwissenschaften nutzbar gemacht werden.

Übrigens wurde innerhalb des Versuchs sogar eine Gruppe Tischtennisspieler den Computerspielern gegenüber gestellt. Dabei kam heraus, dass die Tischtennisspieler die besten Reaktionswerte auf akustische Signale aufwiesen – was nun wiederum nicht bedeutet, dass man Tischtennis nur nach dem Gehör spielen könnte. Aber zuhören kann auch bei optisch dominierten Tätigkeiten nicht schaden. Zum Beispiel, wenn Freunde oder Familienmitglieder raten, rufen oder schreien: “Hör jetzt endlich auf nur rumzuhocken und zu zocken!”

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