Ergo Tequila Suicide

Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung, heißt es oft bissig und treffend. Jedenfalls hat Alexander Becker, seines Zeichens leiter der Ergo-Kommunikation, einen ernsten Imageschaden nach außen hin zu vertreten. Leider ist der Schaden zu einem gewissen Teil von ihm mit verantwortet.

Handelsblatt, 26.05.2011, Titel: Der Ergo-Sprecher und das PR-Desaster

Im heutigen Handelsblatt rollt Thomas Schmitt den Fall noch einmal kurz auf: Vermittler der Ergo-Tochter Hamburg-Mannheimer International hatten in Budapest eine Party mit wenigstens 20 Prostituierten gefeiert. So weit, so geschmacklos. Als dann jedoch Bilder und Berichte einer angeblichen Koksparty auftauchten, klang die Pressemitteilung der Ergo dazu einfach nur lustig: Es handle sich um ein Trinkspiel, bei dem die Vertreter nicht etwa Kokain, sondern Salz geschnupft hätten…

“Tequila Suicide” benennt er dieses Trinkspiel, wie im Handelsblatt zitiert, und gibt damit dem PR-Gau auch noch einen Namen. Der ach so nette Herr Kaiser von der Hamburg Mannheimer würde sich angesichts dieses Vertrauensverlustes sicherlich auch zudröhnen, wenn es ihn denn wirklich gäbe… Jedenfalls wurde die neue Werbekampagne unter dem Slogan “Versichern heißt verstehen” nach Angabe des Fachmagazins Horizont vorübergehend etwas herunter gefahren.

Ausgerechnet die beiden Vorzeigemoderatoren der jungen Musik-TV-Generation Joko und Klaas, die derzeit für die Werbekampagne “Giro sucht Hero” unter Vertrag stehen, haben dieses verrückte Trinkspiel schon einmal vor laufender Kamera vorgemacht. Wer es denn gerne sehen möchte, bittesehr… ;-)

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