Ein Big Boss der Big Bands ist tot

Am vergangenen Samstag ist Peter Herbolzheimer 74jährig in Köln gestorben. Zahlreiche Nachrufe würdigen die außergewöhnliche Leistung des Komponisten, Arrangeurs, Posaunisten und Gitarristen. Seine Leistungen um die Big Band-Musik hebt unter anderen Thomas Lindemann in der Welt hervor. Im Alter von 16 Jahren kam der gebürtige Rumäne Herbolzheimer 1951 nach Deutschland, um kurz darauf nach Detroit zu wechseln, wo er technischer Zeichner wurde und Gitarre lernte. Ab 1958 studierte er Posaune in Nürnberg.

Welt, 30.03.10, Titel: Big-Band-Jazzer Herbolzheimer gestorben

Berühmt geworden ist er unter anderem durch seine 1969 gegründete Formation “Rhythm Combination & Brass” und als Leiter des Bundesjazzorchester ab 1987 für fast 20 Jahre. Er schrieb unter anderem die Einzugsmusik der Olympischen Spiele 1972 in München und für eine lange Zeit die Bläsersätze für Udo Lindenbergs “Panikorchester”. Selber spielte er zusammen mit Bert Kämpfert und Herb Geller und später mit Stan getz, Albert Mangelsdorff, Al Jarreau und Dizzy Gillespie.

André Schönemaier, Betreiber des Blogs der Lieder, hat zum Tode von Peter Herbolzheimer (* 31. Dezember 1935 in Bukarest; † 27. März 2010 in Köln) auf Youtube nachfolgendes Video eingestellt, eine Rückschau aus dem Jahre 2009 auf die Grimme-Preis-prämierte Sendung von “Bios Bahnhof” vom 18. März 1982. Darin singt Debbie Cameron “Das kann man ja auch mal so sehen” von  Udo Lindenberg, ihre Mutter Etta Cameron singt “Honeysuckle Rose” (Musik: Fats Waller, Text: Andy Razaf), beide jammen mit der Band Rhythm Combination & Brass unter der musikalischen Leitung von Peter Herbolzheimer.

Ein anderes Beispiel der Rhythm Comination & Brass aus dem Jahr 1974: “Wild Chick” mit Dieter Reith an der Hammond-Orgel, Philip Catherine an der Sitar sowie Art Farmer  und Ack Van Rooyen als Trompeter.

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