Trau… der Apothekenumschau!

Langsam aber sicher werden wir alle älter. Diese Binsenweihsheit teilte ich heute mit einer freundlichen Apothekerin, bei der ich neben dem “Medi & Zini” für meine Kinder (das ich als Kind schon gerne las) auch eine Apotheken-Umschau erhielt. Das Blatt, das böse Zungen als “Rentner-Bravo” bezeichnen, hat mir immerhin zwei elementare Erkenntnisse geliefert: Übergewicht kann die Gedächtnisleistung einschränken und Sport kann das Erinnerungsvermögen stärken.

Apotheken-Umschau, 15.04.11, Titel: Sport stärkt das Gedächtnis

Regelmäßiger Sport im Alter (etwa Walken) kann laut einer Studie der Uni Pittsburgh altersbedingtem gedächtnisschwund entgegenwirken. Wenn wir das körperliche Glücksgefühl bei sportlicher Betätigung  mit einbeziehen, erscheint Aktivität im Alter demzufolge doppelt lohnenswert. Walken aktiviere den Hippocampus, der unter anderem im Gehirn für die Gedächtnisleistung zuständig ist. Dazu passt die Beobachtung, dass “die alten Griechen” oder auch Goethe und Schiller bei gemeinsamen Spaziergängen Gedanken entwickelt haben, die nicht zu den schlechtesten zählen.

Apothelen-Umschau, 15.04.11, Titel: Übergewicht macht vergesslich

Ein weiterer Kurzbericht verfestigt die Anschauung, dass eine sportliche aktive Lebensführung auch im Alter dem Wohlbefinden besonders zu Gute kommt: Eine nicht näher bezeichnete “Drei-Städte-Studie” aus Frankreich schlussfolgert, dass ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und nachlassender Gedächtnisleistung besteht. Die 16 Prozent der 7.000 beobachteten Studienteilnehmer, die am metabolischen Syndrom litten, zeigten deutliche Schwächen bei einigen geistigen Fäigkeiten (Orientierung, Erinnerungsfähigkeit, Sprachverständnis). Ich zitiere den grandiosen Abschlusssatz der Kurzmeldung auf Seite 22:

“Der Abbau von Übergewicht, eine gesunde Ernöhrung und viel Bewegung sind erste Schritte in die richtige Richtung.” Von der ebenfalls in der Apotheken-Umschau gefundenen Meldung, dass eine Person sich bei regelmäßigem Umgang mit Älteren jünger empfindet, will ich einmal absehen (“Jünger aussehen dank Älterer”). Die dabei zitierte Studie der Universität Jena ist online nicht auffindbar, zudem klingt das Ergebnis schwer nach der verdeckten Aufforderung sich besser um seine Eltern zu kümmern.

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