Mit ‘Hippocampus’ getaggte Artikel

Love makes the world go ’round

Sonntag, 05. Februar 2012

Eine tolle Neuigkeit, die Mediziner der Washington University in St. Louis heraus gefunden haben: Demnach haben von ihren Müttern liebevoll behandelte Grundschüler einen besodners großen Hippocampus. Das ist der Ort im Gehirn, der für den Umgang mit Gefühlen und Stress sowie für die Gedächtnisleistung zuständig ist. Wer bisher glaubte, der Hippocampus sei der Ort, wo die Happy Hippos aus dem Überaschungsei studieren gehen, wurde eventuell von seiner Mutter wenig liebevoll behandelt…

Kölner Stadt-Anzeiger Magazin, 03.02.12: Elternliebe lässt das Gehirn von Kindern wachsen

Der umfangreiche Versuch bestand zu Beginn aus Filmaufnahmen des Umgangs von Müttern mit ihren Kindern, anschließend aus dem Ausfüllen eines Fragebogens durch die Mutter, wonach das Kind erst ein Geschenk auspacken durfte. Wie die Mutter während der Wartezeit mit ihrem Kind umging, war ebenfalls Bestandteil des Versuchsaufbaus. Bei einer Magnetrssonanzuntersuchung der Gehirne der Kinder drei Jahre später machten die Forscher die überraschende Entdeckung: Der Hippocampus der besonders liebevoll behandelten Kinder war um fast zehn Prozent größer als der der anderen Teilnehmer.

Das Ergebnis wurde im US-Fachmagazin PNAS (Proceedings of the National Academy of Science) veröffentlicht, worin die Wissenschaftler auf die Bedeutung des Umgangs von Eltern mit ihren Kindern hinwiesen. Demnach hängt nicht nur das Seelenleben, sondern auch (wenigstens in gewissen Bereichen) das Geistesvermögen davon ab. Die gesunde Entwicklung von Kindern werde begünstigt, indem Eltern ihre Kinder förderten und unterstützten. Die Elternliebe sorgt insofern mit dafür, dass sich die Erde weiter dreht, zumindest aus der Perspektive der selbstreflexiven Menschen. Sie sorgt dafür, dass es weitergeht und dass sich die nachkommenden mneschen zu ethisch verantwortlichen, umgänmglichen Exemplaren ihrer Gattung entwickeln.

Oder, umes mit Musik zu sagen, hier der gleichnamige Song zum Blogeintrag von Deon Jackson aus dem Jahr 1965.

Trau… der Apothekenumschau!

Freitag, 15. April 2011

Langsam aber sicher werden wir alle älter. Diese Binsenweihsheit teilte ich heute mit einer freundlichen Apothekerin, bei der ich neben dem “Medi & Zini” für meine Kinder (das ich als Kind schon gerne las) auch eine Apotheken-Umschau erhielt. Das Blatt, das böse Zungen als “Rentner-Bravo” bezeichnen, hat mir immerhin zwei elementare Erkenntnisse geliefert: Übergewicht kann die Gedächtnisleistung einschränken und Sport kann das Erinnerungsvermögen stärken.

Apotheken-Umschau, 15.04.11, Titel: Sport stärkt das Gedächtnis

Regelmäßiger Sport im Alter (etwa Walken) kann laut einer Studie der Uni Pittsburgh altersbedingtem gedächtnisschwund entgegenwirken. Wenn wir das körperliche Glücksgefühl bei sportlicher Betätigung  mit einbeziehen, erscheint Aktivität im Alter demzufolge doppelt lohnenswert. Walken aktiviere den Hippocampus, der unter anderem im Gehirn für die Gedächtnisleistung zuständig ist. Dazu passt die Beobachtung, dass “die alten Griechen” oder auch Goethe und Schiller bei gemeinsamen Spaziergängen Gedanken entwickelt haben, die nicht zu den schlechtesten zählen.

Apothelen-Umschau, 15.04.11, Titel: Übergewicht macht vergesslich

Ein weiterer Kurzbericht verfestigt die Anschauung, dass eine sportliche aktive Lebensführung auch im Alter dem Wohlbefinden besonders zu Gute kommt: Eine nicht näher bezeichnete “Drei-Städte-Studie” aus Frankreich schlussfolgert, dass ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und nachlassender Gedächtnisleistung besteht. Die 16 Prozent der 7.000 beobachteten Studienteilnehmer, die am metabolischen Syndrom litten, zeigten deutliche Schwächen bei einigen geistigen Fäigkeiten (Orientierung, Erinnerungsfähigkeit, Sprachverständnis). Ich zitiere den grandiosen Abschlusssatz der Kurzmeldung auf Seite 22:

“Der Abbau von Übergewicht, eine gesunde Ernöhrung und viel Bewegung sind erste Schritte in die richtige Richtung.” Von der ebenfalls in der Apotheken-Umschau gefundenen Meldung, dass eine Person sich bei regelmäßigem Umgang mit Älteren jünger empfindet, will ich einmal absehen (“Jünger aussehen dank Älterer”). Die dabei zitierte Studie der Universität Jena ist online nicht auffindbar, zudem klingt das Ergebnis schwer nach der verdeckten Aufforderung sich besser um seine Eltern zu kümmern.