Stilistische Vergleiche erwünscht

Julia Encke hat in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung einen Stiltest vorgestellt, den die Zeitung in Anlehnung an das englische Vorbild “I write like” von Coding Roberts eingerichtet hat. Die Programmierung basiert auf der Idee des montenegrinischen Russen Dmitri Chestnykh, der ein Programm mit Massen von Literatur fütterte und einen entsprechenden Algorithmus entwickelte.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 03.10.10, Titel: "Ich schreibe wie..."

Erstaunlich, dass mir beim Selbstversuch eins mit dem Text meines Blogeintrags “Der Virus Social Proof” vom 29. September ein Stil wie Goethe bescheinigt wurde: 

Johann Wolfgang von Goethe

Beim zweiten Selbstversuch mit dem Text des Eintrags “Die Sorgen der Zeitungsverleger” (eine Woche älter) ergab der Stiltest allerdings etwas ganz anderes, nämlich:

Sigmund Freud

Damit wurde definitiv ein dritter Test erforderlich, wozu ich den Text des Beitrags “Wünsche und Ängste in Statistiken verpackt” (noch mal eine Woche älter) wählte. Das Ergebnis:

Rainald Goetz

Entweder habe ich also eine rasante stilistische Entwicklung hingelegt (deren Ende sicherlich nicht so bald absehbar wäre), oder ich hätte mich mal besser mit dem ersten Ergebnis zufrieden gegeben, nach dem Motto: “Der ist ein Tor, der zweimal das Orakel befragt.” Eine sehr spaßige Sache das!

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