DuMont kündigt Redaktionsgemeinschaft an

Unter der Schlagzeile “Position stärken” berichtet der DuMont-Verlag heute in eigener Sache im Kölner Stadt-Anzeiger über die Absicht, mit einer Redaktionsgemeinschaft künftig die Ressorts Politik, Wirtschaft und Gesellschaft für vier Zeitungen zu beliefern. Zum Verlag gehören neben dem Stadt-Anzeiger die Berliner Zeitung, die Mitteldeutsche Zeitung und die Frankfurter Rundschau.

KStA, 30.01.10, Vorspanndes Artikels: DuMont: Position stärken

Für das geplant 25köpfige Team, auf das sich Journalisten ab sofort bewerben können, sollen bisherige Mitarbeiter aus den DuMont-Redaktionen bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt werden.  Über die Anzahl der damit verbunden Entlassungen wird nichts gesagt. Arbeitsbeginn der Gemeinschaft soll Anfang April sein, ihr Sitz ist in Berlin mit einem zweiten Standort für die Wirtschaftsberichterstattung in Frankfurt am Main. Chefredakteurin wird  die bisherige stellvertretende Chefredakteurin der Berliner Zeitung Brigitte Fehrle, ihr Stellvertreter der bisherige Leiter der Wirtschaftsredaktion der Frankfurter Rundschau Robert von Heusinger.

Im aktuellen Statut der Berliner Zeitung ist noch von einer “Vollredaktion” die Rede, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.  Nach Recherchen des Kress-Reports sollen in den Politik- und Wirtschaftsressorts der betroffenen Blätter  schreibende Redakteure verbleiben. Die Redaktion der “Berliner Zeitung” hatte Mitte Januar in einem offenen Brief gegen die Pläne zur Bildung von Redaktionspools protestiert. Bereits am 9. November 2009 hatte Texthilfe einen ähnlich lautenden Bericht der Süddeutschen Zeitung aufgegriffen. Bleibt abzuwarten, ob sich diese Entwicklung tatsächlich als eine Qualitätssteigerung oder doch nur als Sparmanöver entpuppt.

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