Ein Komiker in ernster Mission

Der bayerische Komiker Michael Mittermeier ist vielen bekannt als Stand Up-Comedian mit Bühnenprogrammen wie “Zapped” oder “Achtung, Baby!” Am kommenden Mittwoch, 13. Oktober, um 20:00 Uhr feiert nun ein Film Premiere im Kölner Filmhaus Maybachstraße 111, der absolut nicht witzig ist: “This prison where I live” ist nach eigenen Angaben ein Dokumentar-Spielfilm und die Geschichte von Michael Mittermeiers Versuch, die Persönlichkeit, die Motivation und das Talent eines Mannes zu erkunden, der sich selbst als „Lautsprecher seiner Leute” beschreibt. Es geht um den Burmesischen Komiker “Zarganar”, der ohne Gerichtsverhandlung zu 35 Jahren Haft verurteilt wurde, weil er Witze über das herrschende Militärregime gemacht hat.

Filmplakat zum Dokumentarfilm "This prison where I live"

Im Kölner Stadt-Anzeiger äußert der Komiker im Gespräch mit Horst Piegeler, dass er bereits seit Jahren Aktivist in Burma ist und sich spontan für das Projekt einsetzte, als er über “Cinema for peace” hörte, dass es keinen Produzenten dafür gebe. Regisseur des Films einer Annäherung an einen Seelenverwandten ist Rex Bloomstein. Die Austrahlung des Kinofilms erfolgt aktuell im Vorfeld der Wahlen in Burma am 7. November. Mittermeiers Angaben zufolge hatte Zarganar bereits Ende der 1980er Jahre lustige Filme gedreht und große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erfahren.

Michael Mittermeier vergleicht die Anstrengungen des inhaftierten Komikers in Burma mit denen des aktuell mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten chinesischen Schriftstellers Liu Xiaobo: “Es gibt Parallelen zwischen den beiden: Liu Xiaobo hat den Satz gesagt und Zarganar sagt ihn auch im Film: Man sollte seine politischen Gegner nicht hassen. Das ist diese fsat buddhistische Sicht.” Eine sehr löbliche und unterstützenswerte Unternehmung!

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