Nicht heulen, höchstens weinen vor Glück!

Der Erdtrabant hat seit jeher Künstler inspiriert und beflügelt. Seine Präsenz am Nachthimmel (manchmal auch schon tagsüber) hat eine eigenartige Wirkung, erinnern wir nur an Phänomene wie Ebbe und Flut oder angeblich das Haarwachstum, die vom Mond abhängen. Einige Menschen orientieren sich deshalb auch am Mondkalender. Nicht zu vergessen, dass viele schaurige Mythen mit dem Mond verknüpft sind, wie die des Werwolfes, der nur bei Vollmond seine Gestalt annimmt (schön inszeniert bei Harry Potter 3 – “Der Gefangene von Askaban”).

Anlass meiner Gedanken ist die Tatsache, dass der Mond in der kommenden Nacht der Erde so nahe kommen wird wie nie wieder im Verlauf des ganzen Jahres und daher auch so groß zu sehen sein wird wie nicht noch einmal 2011.

Kölner Stadt-Anzeiger, 19.03.2011, Titel: Super-Mond in der Nacht zum Sonntag

Der Vollmond wird uns in dieser Nacht daher rund 14 Prozent größer erscheinen als sonst. gegenüber seiner entfernstesen Stellung zur Erde wird er sogar um 30 Prozent heller scheinen. Das Phänomen eines Vollmondes an der erdnächsten Position (etwa 356.580 Kilometer entfernt) wird als “Super-Mond” bezeichnet. Für uns als Nachtschwärmer aber kein Grund zum (unkontrollierten) Heulen, sondern höchstens ein paar Freudentränen verdrücken angesichts der Erhabenheit der Natur. Es sei denn, es erginge uns wie von Wilhelm Busch beschrieben: “Der Mond, der auch nicht recht mehr munter, hüllt sich in Wolken und geht unter.”

Nachfolgende Musiken fallen mir dazu ein: In einer außergewöhnlichen symphonischen Instrumentierung “Moon over Bourbon street” von Sting, zu deren Beginn er in Französisch einräumt selbst kein Vampir zu sein, aber glaubt, einmal in New Orleans einen getroffen zu haben:

Das Titeltehm,a des Filmklassikers “Breakfast at Tiffany’s”, “Moon River” von Henry Mancini aus dem Jahr 1962:

Und zuletzt aus demselben Jahr eine weitere Schnulze, dieses mal aus Deutschland, gesungen von Conny Froboess, mit der in bezug auf Sonne und Mond astrosphysikalisch fragwürdigen Aussage, “dass sie am Himmel sich niemals trafen”.

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