Stillen macht stressresistent

Viel wird geschrieben über Erziehung und das Verhalten von Kindern und Eltern. Kinder brauchen Nähe und sie brauchen klare Grenzen. So lange sie aber ganz klein sind, benötigen sie zuallererst Schutz. Forscher der University of California haben nun einen Versuch mit kinderlosen Frauen, stillenden und nicht stillenden Müttern durchgeführt. Die stillenden Mütter erwiesen sich als am aggressivsten bei gleichzeitig deutlich geringerem Blutdruck.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 04.09.11, Titel: Aggressiv - Löwenmütter

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung wies mit einem kleinen Beitrag auf das Ergebnis hin, das im Fachjournal Psychological Science veröffentlicht wurde. Innerhalb eines Spielaufbaus ging es um Konkurrenzverhalten, wobei die Gegenspielerinnen akustisch bestraft werden konnten. Stillende Mütter wählten dazu doppelt so lange und doppelt so laute Töne wie die anderen Frauen. Der Umstand, dass sie einen um zehn Prozent geringeren Blutdruck hatten, weist darauf hin, dass sie besser mit Stress umgehen können.

Insofern scheint es - nicht ganz neu – dass das Stillen nicht nur dem Immunsystem der Kinder gut tut, sondern auch den Müttern hilft. Mal sehen, ob sie Jahre nach dem Abstillen, etwa wenn die Kinder 14 oder 16 sind, immer noch stressresistent wirken. Allerdings dürfte es für die Babys ein sehr beruhigendes Gefühl sein, von ihren stillenden Müttern so gut geschützt zu werden, wohlbehütet gegen die feindliche Umwelt. Vielleicht erweisen sie sich als Erwachsene als ebenso stressresistent. Das kann uns allen nur gut tun.

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