Das W-Wort (3) – verheißt Freude

19. November 2011

Das Christentum mag hierzulande mehr oder weniger stark ausgeprägt sein. Immerhin stellt es, wie nicht erst die Integrationsdebatte nach der Rede von Bundespräsident Christian Wulff (ja, so heißt er immer noch) zum 20. Tag der Deutschen Einheit im Vorjahr zeigte, einen festen Bestandteil unserer Kultur und unserer moralischen Grundordnung dar. Dabei sind doch viele Riten eher heidnisch (auf die Wintersonnenwende bezogen) oder schnöde (konsumbezogen). Dadurch lasse ich mir aber die aufkeimende heimelige Stimmung nicht vermiesen.

Kölner Stadt-Anzeiger, 18.11.2011, Titel: Die Vorfreude kann beginnen

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Ein vernichtendes Urteil

18. November 2011

Mein Sohn spielt gerne mit Playmobil Ritter- und Piratenfiguren. Während seine Frage, ob es heute noch Ritter gibt, eine vergleichweise einfache Antwort ermöglicht – ritterliches Verhalten ist immerhin nicht das schlechteste – erfordert seine Frage nach der Existenz von Piraten eine differenzierte Sicht der Dinge. Die Abenteuerromantik kann da nur bedingt als Antwort taugen. Die heutigen Piraten der autonomen somalischen Provinz Puntland sind schwer bewaffnete Hightech-Erpresser. Die deutschen Politiker mit derselben Bezeichnung sitzen in Berlin im ersten deutschen Landesparlament. „Alle Piraten sind böse Menschen“ wäre da eine unzutreffende Verallgemeinerung.

Kölner Stadt-Anzeiger, 16.11.2011, Titel: Technik schlägt Recht

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Das Internet, die ungeahnte Herausforderung

17. November 2011

Also mal ehrlich: Wer ein wenig auf sich hält, hat seit mindestens 15 Jahren mitbekommen, dass es das Internet gibt. Das dürfte auch den Zeitungsmachern nicht entgangen sein. Etwas erstaunlich dann doch, dass im Kölner Stadt-Anzeiger anlässlich eines Branchentreffens von Zeitungsverlegern tatsächlich eingangs steht: „Das Internet stellt Zeitungen und Verlage vor ungeahnte Herausforderungen.“ Selbst bei viel gutem Willen müsste den Experten klar sein: „Ich wollte es zwar nicht wahr haben, aber geahnt habe ich es schon lange!“ 😉

Kölner Stadt-Anzeiger, 16.11.2011, Titel: Offen für neue Ideen

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Post aus Japan!

16. November 2011

Überraschung! Heute hat mich ein Päckchen aus Japan erreicht! Ich hatte insgeseim schon damit gerechnet, weil ich vorgewarnt wurde. Dennoch war es für mich die erste Post aus Japan und dazu noch von offizieller Stelle, dem Japanischen Flugscheiben-Verband.

Das halb geöffnete Päckchen aus Japan

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Besser spät forschen als jung sterben

14. November 2011

Albert Einstein soll den Spruch geprägt haben: „Wer einen großen Beitrag zur Wissenschaft nicht bis zum 30. Lebensjahr geleistet hat, wird dies nie mehr schaffen.“ Dazu stelle ich mir das berühmte Bild mit der herausgestreckten Zunge vor – und an der Autorität des Urhebers wie auch des Satzes wäre so gut wie nicht mehr zu rütteln. Lebenslaufforscher der Ohio State University haben nun in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS) jedoch diese Aussage nach einer Untersuchung des Werdegangs von 525 Nobelpreisträgern in Zweifel gezogen.

Kölner Stadt-Anzeiger, 12.11.11, Titel: Brillant ist man erst ab 40

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Unser aller Rolle bei der Wahrheitssuche

13. November 2011

Der Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator Ranga Yogeshwar („Quarks & Co“) hat als Schirmherr der „4. Nacht der Bibliotheken in NRW“ eine Lesung in der Kölner Zentralbibliothek gehalten. Dabei las er einige amüsante und zum Mitdenken anregende Kapitel aus seinen Büchern „Ach so“ und „Sonst noch Fragen?“ vor.

Ranga Yogeshwar liest in der Kölner Stadtbibliothek

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Gedanken sichtbar und hörbar machen

11. November 2011

Das ist schon eine seltsame Gedankenschüssel, unser Gehirn – mit nussartigem Aussehen, gedeckelt von einem Schädel, deer uns oft dicker vorkommt als er ist. Die verletztliche Gedankenzentrale eines aufrecht gehenden Lebewesenes auf der Erde. Sehr bemerkenswert! Wenig erstaunlich, dass diese Spezies sich auch dieses Organs bedient, um es zu entschlüsseln. Dabei ist es nicht näher bestimmten Forschern jetzt gelungen, über den Kernspintomografen Gedanken als ein Video abzuspielen.

Kölner Stadt-Anzeiger, 07.11.2011, Titel:  Woran denke ich gerade?

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Weitere Zweifel an Sozialen Medien

10. November 2011

Die Organisation Werbungtreibender im Markenverband (OWM) hat exklusiv für das Handelsblatt eine Umfrage unter den rund 100 Mitgliedsunternehmen erstellt, von denen knapp mehr als die Hälfte die Bedeutung von Social Media an der Markenkommunikation für gering angab. Gut, die andere Hälfte hat die Bedeutung als hoch bewertet. Dennoch wird der OWM-Vorsitzende Uwe Becker wie folgt zitiert: „Die Unternehmen halten Social Media nicht für den Nukleus der Makrenkommunikation.“

Handerlsblatt, 10.11.11, Titel: Werbekunden zweifeln am Effekt von Social Media-Aktivitäten

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Die Wahrheit übers Netzwerken

09. November 2011

Was muss ich da lesen? „Networking-Profis“ haben offenbar viel weniger mit Sozialen Netzwerken zu tun, als sich der Durchschnitts-Dummie so vorstellt. Weder Facebook, wo das „Freunde sammeln“ bis zu dem Punkt führt, dass es einfach mal reicht, noch LinkedIn, das sich als ein weltweiter Business-Club versteht (geschweige denn Xing) hätten auch nur annähernd die Bedeutung, die ihnen im Rahmen von Gegenwarts- und Trendanalysen zum Web 2.0 zugeschrieben werden. Das will die neue Initiative „Dictyonomie“ (= Die Lehre der Netzwerke) herausgefunden haben. Um praktischerweise auf ihrer Homepage direkt auf ein selbstverständlich sehr praxisnahes Werk „Wie man aus Fremden Freunde macht“ hinzuweisen.

Überschrift der Mail von dictyo.de

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Das W-Wort (2) – wird lila

07. November 2011

Modeerscheinungen sollte man schnell festhalten, ehe sie wieder vorüber gegangen sind. Glücklicherwesie ist es ja aber so, dass eine Mode meist genau für eine Saison anhält. Obwohl es also noch weit hin ist, möchte ich hier auf die Mode hinweisen, die das „W-Wort“ in diesem Jahr bestimmt, und zwar bereits jetzt, wie ich beim Besuch eines Gartenmarktes feststellen konnte

Lila "XMAS"-Buchstaben

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