Wochenend-Presseschau 02-10

11. Januar 2010

WamS, 10.01.10, Titel: Wanderkarte für Verzagte

Zweimal Welt am Sonntag, einmal NZZ und einmal die Süddeutsche vom Samstag: Das Interview mit Neon-Chef Michael Ebert muss alleine wegen der lyrischen Überschrift erwähnt werden. „Wanderkarte für Verzagte“ ist als Titel umso erstaunlicher, als zwar das Wort „Wanderkarte“ im Zusammenhang mit dem Buch „Planen oder treiben lassen“ von Michael Ebert und Timm Klotzek erwähnt wird, das Wort „Verzagte“ hingegen im gesamten WamS-Interview von Laura Ewert nicht. Allerdings trifft es auf die avisierte Mainstream-Leserschaft zu, über die Ebert nach meiner Ansicht jedoch zu Unrecht urteilt: „Die jungen Erwachsenen in Deutschland gehören zu der ersten Generation, die sich den Luxus leisten kann, darüber nachzudenken, was sie mit ihrem Leben wirklich anfangen will.“ Bestand zuvor hierzulande kein Bewusstsein?

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Ultimate als Kino-Komödienstoff

10. Januar 2010

Neue US-Komödie „Old Dogs“ mit Robin William und John Travolta nimmt auch den fairsten Teamsport der Welt aufs Korn. Auf der Basisseite des Fimdienstes imdb.com wird als bemerkenswertes Zitat aus dem Trailer die Szene angegeben, als der Animateur aus dem Pfadfinderlager Barry (Matt Dillon) fragt: „You ladies ready to play a little Ultimate Frisbee?“, worauf Dan (Robin Williams) antwortet: „I think so, Mr. Testosterone!“

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Frisbeesport an den Konsolen

09. Januar 2010

Im Interview mit dem Deutschen Frisbeesport-Verband erklärt der neue Disc Golf-Abteilungsleiter Jens Schrader: „In den USA mit ca. 500.000 aktiven Disc Golfern und etwa 10 Mio. Menschen, die schon mal Disc Golf gespielt haben, ist es nachvollziehbar, dass die Unterhaltungsindustrie und andere Wirtschaftszweige Interesse am Disc Golf-Sport zeigen.“ Dabei hat der Frisbeesport nicht erst seit der Wii-Konsole (in Big Beach Sports, Wii Sports Ressort – mit Disc Golf und Hundefrisbee – und Tiger Woods 10) Einzug ins elektronische Daddeln gehalten.

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Medienkanäle wie Automarken

08. Januar 2010

Gleich zweimal hat sich die Neue Zürcher Zeitung in dieser Woche mit dem Journalismus befasst – unabhängig von den vielen Berichten über die Präsentation der neuen Tablet-PCs, die neuerlich auch eine Antwort auf den angeblich drohenden Tod des Mediums Zeitung geben sollen. Einmal geht es um die Einschätzung des schweizerischen Verlegerpräsidenten Hanspeter Lebrument, ein anderes Mal um die Industrialisierung der Medien durch die viel beschworenen „Newsrooms“.

NZZ, 07.01.10, Titel: Seid stolz, Journalisten!

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Frisbee-Quickie erregt Schweizer Gemüter

07. Januar 2010

Pius Segmüller von der schweizerischen CVP (Christliche Volkspartei) wettert laut „Blick“ gegen neue Videos einer Stop-Aids-Kampagne. Sein Name scheint ihn zu verpflichten: Pius – dem Frommen – frommt die Sekundeneinstellung einer Sexszene nicht. Dabei geht es doch genau darum: Zum Beispiel lernen sich am Strand ein Frisbee spielender junger Mann und eine Frau kennen. Erst fällt er quasi über sie und anschließend beide übereinander her.

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Stiftungs-Journalismus als US-Weg aus der Krise

06. Januar 2010

In der Welt vom Heiligen Drei-Königs-Mittwoch beschwört Hannes Stein die fragliche Zukunft des Journalismus, wenn er von privaten Stiftungen abhängig wird. Am Beispiel von Pro Publica, des „Paradies für Journalisten“, beschreibt er ein in den USA praktiziertes Geschäftsmodell, das investigativen Recherchen zu wettbewerbsfähigen Gehältern ermöglicht. Dabei werden exklusive Geschichten auch schon mal Agenturen oder lokalen Rundfunk- und Fernsehstationen zur Vorabveröffentlichung abgetreten.

Die Welt, 06.01.10, Titel: Die Zukunft des Journalismus

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Misstrauen gegen den Leistungssport

05. Januar 2010

Im Leitartikel der FAZ vom ersten Samstag des Jahres hat Jörg Hahn gefragt, ob es ein Misstrauen gegen den Leistungssport gibt. Mit Sicherheit gibt es das, mehr oder weniger ausgeprägt, aufgrund von Doping, Lügen und Manipulationen. Er thematisiert die „ethische und moralische Krise des Sports“ am Beispiel des vergangenen Jahres.

FAZ, 02.01.10, Leitartikel: Der überfrachtete Sport

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Wochenend-Presseschau 01-10

04. Januar 2010

„Da bin ich wieder“ – „Der Prothesenmensch“. Wie viele andere Zeitungen bringen FAZ und NZZ in ihrem Feuilleton einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr, beziehungsweise auf die vergangenen zehn Jahre. Auch wenn Thomas Schmid im Editorial der Welt am Sonntag behauptet, dass die Dekade noch nicht vorbei sei (ich habe nicht verstanden, warum das Jahrzehnt erst am 01.01.2001 begonnen haben soll), können wir auf die „Nullerjahre“ zurück blicken.

NZZ, 02.01.10, Titel: Der Prothesenmensch

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Zeitfragen in der Welt am Sonntag

03. Januar 2010

„Was ist Zeit?“ fragte Udo Jürgens in der Zeichentrickserie „Es war einmal der Mensch“, die Rolling Stones verbreiteten die Gewissheit „Time is on my side“. Die Zeit hat ein flüchtiges Wesen – gemäß dem alten Witz der Frage nach Uhrzeit: „Das kann ich dir nicht sagen, es wird immer später“. Unabhängig von so wenig reflektierten Allgemeinplätzen thematisiert die Welt am Sonntag ausführlich das moderne wirtschaftliche Problem des Zeitmanagements, im Zusammenhang mit steter Erreichbarkeit und Spam-Flut.

WamS, 03.01.10, Titel: Stoppt die Zeitdiebe

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Verschuldungs- ohne Verschwörungstheorie

02. Januar 2010

Interesanter Neujahrsaufmacher im Wirtschaftsteil des Kölner Stadt-Anzeigers: „Wem gehört Deutschland?“ fragt Peter Hahne in Hinblick auf die neue Rekordverschuldung des Bundes, denn: siehe Untertitel:

Kölner Stadt-Anzeiger, 02.01.10, Titel: Wem gehört Deutschland?

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