The Spirit of Christmas 2009, Part 15

10. Dezember 2009

Rezession belastet das rauschende Fest. Oh Schreck! Sollte die Vorfreude auf das Fest durch Anzeichen wirtschaftlicher Schwäche getrübt werden? Ich meine, ganz klar: Nein! Wir sollten die Feiertage und die damit verbundene Erholung, evtl. sogar Einkehr nutzen, um uns über unerfreuliche Entwicklungen zu trösten, um Kraft zu schöpfen und im neuen Jahr neu angreifen zu können. Bei der verdienten Pause im privaten Bereich sollte die Wirtschaftskrise entschieden ausgeblendet bleiben – ohne sie jedoch für die Zeit danach aus dem Bewusstsein zu streichen.

Handelsblatt, 10.12.2009, Titel: Räuchermännchen in Not

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Schweizer Minarettverbot aus deutscher Sicht

09. Dezember 2009

Verschiedene Kommentatoren bescheinigen dem deutschen Medienecho „ausgeblendete Realität“ und ein „Nachwirken der nationalsozialistischen Geschichte“. Bereits am 3. Dezember lieferte die Neue Zürcher Zeitung zuverlässig hochwertige Beiträge zum Thema: „Die Deutschen und das Minarett“ des Berliner Kommunikations-beraters und Moderators Hans-Hermann Tiedje sowie „Vom Glauben zum Wissen“ von Hamed Abdel-Samad, Politikwissenschaftler und Historiker an der Uni München. Der Gastautor Tiedje konstatiert, „Medienverteter und Durchschnittsbürger leben beim Thema Islam in getrennten Welten.“

NZZ, 03.12.09, Titel: Die Deutschen und das Minarett

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Wunsch-Angst-Spirale des Kontrollverlusts

08. Dezember 2009

NZZ, 05.12.2009, Titel Schirrmacher-Besprechung

Besprechung von Frank Schirrmachers neuem Buch „Payback“ in der Neuen Zürcher Zeitung. „Erschöpftes Ich in Datenfluten„, so lyrisch der Titel des Feuilleton-Artikels, so gehaltvoll seine Ausführung. Dem Autoren Uwe Justus Wenzel gelingt es jeweils in wenigen Sätzen die Position des Mitherausgebers der FAZ klarzumachen („Kulturkritik (…) hält (…) Technikbegeisterung die Waage“, wenngleich der Pessimismus zu überwiegen scheint), Schirrmachers Methode zu erläutern („unter Rückgriff auf neuere Untersuchungen aus Psychologie und Nerurobiologie“ – „Multitasking als Symptom“) als auch den Ursachenhorizont des beschriebenen Phänomens zu beleuchten: „Er macht beiläufig, aber mehr als einmal ein Wunsch-Angst-Gespann verantwortlich für das, was geschieht: den Wunsch nach Kontrolle über unser Leben und die Angst vor Kontrollverlust.“

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The Spirit of Christmas 2009, Part 14

08. Dezember 2009

Nachdem wir das Nikolaus-Fest glücklich hinter uns gebracht haben, gilt die Konzentration nun ganz klar: Weihnachten. Allerdings machen es uns die Amts- und Würdenträger nicht gerade leicht mit dem Glauben. So hat laut Süddeutscher Zeitung von gestern der Münchner Erzbischof Reinhard Marx den Weihnachtsmann als kapitalistisch herabgewürdigt, wohingegen er den historischen resp. heiligen Nikolaus als segensbringend hervorhob. Wie Hans Holzhaider in der Rubrik „Mitten in Bayern“ bereits bemerkt, ganz zu unrecht, da der Weihnachtsmann vom angelsächsischen „Santa Clause“ abstammt, dem heiligen Nikolaus eben.

WamS, 06.12.09, Titel: Weihnachtsmann

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Qualitätsjournalismus ohne Geschäftsmodell?

07. Dezember 2009

Verleger Konstantin Neven DuMont im Kölner Stadt-Anzeiger und in der Welt am Sonntag. – Sören Kittel hat im Springerblatt den Verlegersohn befragt, der seit Januar des Jahres Vorstand der Mediengruppe DuMont ist und Herausgeber von Kölner Stadt-Anzeiger, Express und Mitteldeutsche Zeitung, seit diesem November auch Herausgeber der Frankfurter Rundschau. Der Titel „Kein Blogger schickt Reporter nach Afghanistan“ spricht mich als Blogger natürlich an. Die Aussage aus dem letzten Drittel des Gesprächs dient dem Befragten jedoch eher als Vergegenwärtigung seiner eigenen Position als Geschäftsmann.

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The Spirit of Christmas 2009, Part 13

06. Dezember 2009

Doppelter Grund zum Feiern! Heute ist 2. Advent und Nikolaus. Im Gartencenter erklärte die achtjährige Schwester ihrem vierjährigen Bruder: „Dieser Nikolaus ist nicht der echte!“ Der echte ist vielmehr derjenige, der über Nacht den Nikolausstrumpf gefüllt hat, also der, den es nicht gibt. Hingegen ist der reale Nikolaus aus Fleisch und Blut mit Bischofsstab und -mütze keinesfalls der richtige. Das widerspricht aller kindlichen Erfahrung und Phantasie!

Kölnische Rundschau Magazin, 05.12.09: Kampf der Giganten

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The Spirit of Christmas 2009, Part 12

04. Dezember 2009

Computerspiele sind von den Wunschzetteln heutiger Kinder nicht mehr wegzudenken; die Kölnische Rundschau hat Anfang der Woche darüber berichtet. Daran habe ich grundsätzlich nicht viel asuzusetzen, so lange das Spiel im virtuellen Raum nicht überhand nimmt bzw. das echte Spielen weitgehend verdrängt. Denn die Weihnachtszeit und der Winter sind doch gerade die Zeit des Spielens.

Kölnische Rundschau, 01.12.09: Frohes Fest mit Maus und Joystick

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The Spirit of Christmas 2009, Part 11

03. Dezember 2009

Die Weihnachts-Beleuchtung nimmt allenthalben zu, die Temperaturen nehmen ab. In Bayern hat es immerhin schon geschneit. Leider ist es im Rheinland weder kalt noch bergig, daher ist in nächster Zeit mit Schnee nicht zu rechnen. Immerhin haben wir dafür wundervoll geschmückte Häuser, sogar auf der eigenen Straße.

Weihnachtlich geschmücktes Hutzelhäuschen in Köln

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Meisterschaftspokale sind eingetroffen

02. Dezember 2009

Pünktlich zur Jahreshauptversammlung des Deutschen Frisbeesport-Verbandes am kommenden Samstag in Frankfurt am Main wurden die beiden neuen Meisterschaftspokale für die Deutschen meister im Open- und im Mixed-Ultimate fertiggestellt. Es trifft sich gut, dass Vertreter der diesjährigen Meister in beiden Divisionen vor Ort im Club Voltaire sein werden, um die Trophäen gebührend in Empfang zu nehmen.

Die neuen Meisterschaftspokale des DFV für Open und für Mixed-Ultimate

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Englisches Wort des Jahres, Rilke, Reich-Ranicki

01. Dezember 2009

Rückblende auf die Wochenend-Zeitungslektüre: In der Welt am Sonntag stand auf der Medienseite die Notiz, das Oxford Dictionary habe „Unfriend“ zum Wort des Jahres gewählt. Dabei handelt es sich um den Terminus Technicus, wenn ein Nutzer des „Sozialen Netzwerkes“ Facebook einen Kontakt von seiner Freundesliste entfernt, „entfreunden“ also. Frage zur Kurzmeldung: Muss es im Akkusativ nicht „jemandem“ heißen? Dem ansonsten geschliffenen Beitrag ist nicht viel hinzuzufügen, außer vielleicht die Frage, inwieweit Social Networks überhaupt eine soziale Funktion verfolgen oder nur der digitalen Isolation Vorschub leisten?

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