Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Neues aus der Tierwelt 26

Samstag, 11. Dezember 2010

Erfreuliche Nachrichten in der Vorweihnachtszeit: Die Berggorilla-Population nimmt zu, eine seltene Fliegenart wurde wieder entdeckt und es ist gelungen nachzuweisen, dass Salamanderweibchen über eine Art Zeitgefühl verfügen.

Die Welt, 05.12.2010, Titel: Salamanderweibchen haben ein Zeitgefühl

Auch bei den Menschen sind es vorwiegend die „Weibchen“, die auf das Einhalten von Zeitabläufen größeren Wert legen: „Erwin, Aufstehen!“, „Kinder, ab jetzt zur Schule!“ oder „Komm Schatz, Zeit ins Bett zu gehen!“ Der Zoologe Jan K. Tornick von der Universität New Hampshire berichtete laut Welt jedoch nun im Journal „Herpetologica“ (Herpetologie ist die Lehre von den rkeichenenden Tieren, sprich der Amphibien und Reptilien), dass die Weibchen der Rotrücken-Waldsalamander kurz vor dem Schlüpfen ihres Nachwuchses eine Angriffslust an den Tag legten, „die an Bärinnen erinnert, die ihre Jungen beschützen.“ Zu Beginn der Brut liefen die Weibchen dagegen allenfalls um das Eieregelege herum. Na, wenn das schon alles an Zeitgefühl ist. Und ich dachte, die Salamander würden würden vielleicht auch Weihnachten feiern…

Kölner Stadt-Anzeiger, 11.12.2010, Titel: Behaarte Fliegen-Spinne wieder da

Einer Gruppe von Insektenforschern ist es erstmals seit 1948 gelungen, wieder ein zwei Exemplare der „schrecklichen behaarten Fliege“ zu sichten, wie unter anderem AFP berichtete. In Kenia, östlich von Nairobi, entdeckten sie in Ukazi Hill zwei Exemplare der nach Forscher-Angaben „weltweit seltensten und merkwürdigsten Fliege“, genannt Mormotomyia hirsuta. Was nach dem Stoff für einen Monsterfilm klingt, ist in Wirklichkeit ein kleines spinnenähnlichen Tier mit nicht-funktionalen Flügeln mit gelben Haaren auf den Beinen. Da es nicht fliegen kann, dürfte es sich beim jetzigen Fundort um seinen einzig Lebensraum handeln. Vielleicht doch Anregung für ein Fantasy-Epos „The last Spider-Fly“.

Die Welt, 09.12.2010, Die Zahl der Berggorillas ist wieder gestiegen

Zuletzt die erfreuliche Meldung aus der Welt, wonach das Aussterben der Berggorillas zunächst einmal verhindert wurde. Bei der jüngsten Zählung der Menschenaffen in den Vulkanbergen des Virunga-Massivs im Grenzgebiet zwischen Kongo, Ruanda und Uganda ist ihre Zahl auf 480 gestiegen. Vor zehn Jahren waren es noch rund 100 Tiere weniger. Im weiteren Gorillagebiet im Bwindi-Urwald in Uganda wurden vor vier Jahren etwa 300 Tiere gezählt. Zusammen mit den in einer Schutzstation im Kongo aufgenommen Tieren wir die Gesamtzahl der Berggorillas weltweit damit auf 786 geschätzt. Lassen wir diese doch erschreckend niedrigen Zahlen einfach mal so stehen und wirken.

Winke zu Weihnachten 16

Freitag, 10. Dezember 2010

Manche Leute behaupten, sie seien langsam schon gesättigt von den vielen Hinweisen auf das Weihanchtsfest, vor allem wenn es um die Spielzeug-Werbung geht (ich „empfehle“ eine halbe Stunde Super-RTL zu gucken, dann wisst Ihr, was Kinder plötzlich meinen, sich wünschen zu müssen). Der Überdruss an Weihnachtswinken könnte auch daran liegen, dass (jedenfalls hier im Rheinland) der Schnee momentan passé ist – Schnee von gestern sozusagen. Daher habe ich in einer freien Stunde neue, frische Eindrücke gesammelt, in einem Baumarkt, um genau zu sein.

Leucht-Reh und -Pinguin im Max Bahr-Baumarkt

Neben dem Klassiker des Rentiers, des Elchs oder des Rehs gesellt sich hier ein Leuchttier, das mir im Zusammenhang mit Weihanchten bisher noch nicht untergekommen ist: Ein Pinguin, nein, wie süß! Vielleicht ein neuer Trend? Genauso ungewohnt und überraschend fand ich diese Ergänzung der (auch bei uns) beliebten Weihnachtsdörfer:

Leucht-Lokomotive im Max Bahr-Baumarkt

Der Zug als Symbol für die Advents-Reise hin zum Weihnachtsfest gefällt mir gut. Allerdings nimmt der beleuchtete Aufbau „Santa Stop“ doch auch einigen Platz in Anspruch (zu sehen an den kleinen Figuren, die seitlich stehen). Das erinnert mich an den aufwändig animierten Film „Polarexpress“ aus dem Jahr 2007 mit der Figur und der Stimme Tom Hanks‘ als Schaffner.

Aber so etwas gibt es natürlich gar nicht! Da glaube ich doch viel lieber an den Weihnachtsmann…

Weihnachtsmann mit Tannen im Max Bahr-Baumarkt

Winke zu Weihnachten 15

Mittwoch, 08. Dezember 2010

Keine Frage, die Freude auf die „Jahresabschlussfeier“, nein, das Weihnachtsfest oder vielleicht tatsächlich doch die schönste Zeit des Jahres steigt. Durch eine kleine Randnotiz bin ich heute in dieser Auffassung bestätigt worden, wobei mir dabei erst klar wurde, wie viele Untersuchungen im Sog dieses auch wirtschaftlich relevanten Ausnahmezustands entstehen. Viele Auftraggeber entsprechender Studien wollen natürlich gerne ihren Standpunkt untermauert sehen. Dennoch steht fest – bestätigt durch eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Medienunternehmens IP Deutschland:

Kölner Stadt-Anzeiger, 08.12.2010, Titel: Vorfreude aufs Fest

Kurz gesagt freuen sich die Deutschen beim Weihnachtsfest am meisten auf Feiern mit der Familie“ (91 %), leckeres Essen (74 %), freie Tage (71 %), eine besinnliche Zeit (65 %) und auf den Weihnachtsbaum (61 %). Und dann gibt es natürlich auch noch die, die sich gar nicht auf Weihnachten freuen (16 %). Bei mir verhält es sich mit der Freude ganz ähnlich wie in der obigen Reihenfolge. Vermutlich würden die besinnliche Zeit weiter nach vorne rücken und das leckere Essen etwas weiter nach hinten (gut, da bin ich vielleicht ein wenig verwöhnt).

In der Tat aber ganz erstaunlich, wie viele Umfragen zu Weihnachten lanciert werden, in der Hoffnung auf einen kleinen Abdruck. So hieß es nur in den vergangenen Tagen: „Die Deutschen schenken wieder mehr“ (Ernst & Young-Umfrage),  „Die meisten Deutschen erleben Weihnachten nicht als Stress“ (DAK-Umfrage), „Geschenkekauf liegt in weiblicher Hand“ (Forsa-Umfrage im Auftrag der TKK), „60 % der Deutschen wollen High Tech-Produkte kaufen“ (Aris-Umfrage im Auftrag der BITKOM),  „Die Deutschen schenken gerne“ (Forsa-Umfrage im Auftrag von DPD), „Deutsche plötzlich Shopping-Muffel“ (Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL) und so weiter und so fort… Fehlen nur noch Umfragen über die heilende Wirkung häufigeren Betens während der kirchlichen Feiertage oder darüber, wie das Fest der Liebe die Sexgewohnheiten beeinflusst. Das alles soll die Vorfreude aufs Fest aber bitte nicht trüben!

Winke zu Weihnachten 14

Dienstag, 07. Dezember 2010

Naschkatzen aufgepasst! In der Vorweihnachtszeit wird aus Schokolade Gold gemacht – womit ich nicht die beliebten Schokotaler meine. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat jetzt eine Untersuchung von Produkten vorgenommen, die aufgrund ihrer aufwändigen, festlichen Verpackung bis zu 165 Prozent mehr kosten als sonst.

Die Welt, 07.12.2010, Titel: Wucher bei Weihnachtsartikeln

Das extremste Beispiel bezieht sich auf den Rocher Adventskalender Kinderfriends und die Raffaelo-Sternchenpackung, beide von Ferrero, gefolgt vom Celebrations Adventskalender von Mars mit 155 Prozent festlichem Preisaufschlag. Immerhin zehn der untersuchten Produkte werden doppelt so teuer oder noch wesentlich teurer, bedingt durch die stimmungsvolle Verpackung. Dabei wurden einige Kalender mit Mischwaren eines Herstellers gar nicht berücksichtigt:  „Bei weiteren nicht untersuchten Adventskalendern, etwa von Merci und Haribo, gibt es horrende Preiszuschläge. Sie liegen im Bereich des Vier- bis Fünffachen gegenüber der als Standardprodukt verpackten Ware.“
Alle untersuchten Produkte im Bild
Die Verbraucherzentrale urteilt, dass die Bereitschaft zu Weihnachten vor allem für Kindergeschenke mehr Geld auszugeben „schamlos ausgenutzt“ werde. Für sie ein klassisches Beispiel der Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes. Bemängelt wird zudem, dass die Produkte selbst „Standardprodukte ohne Fantasie“ seien. Ihr Tipp: „Die süßen Sachen individuell und kreativ selbst verpacken – das erfreut und überrascht die Beschenkten und hebt das Geschenk von der Massenware der Markenartikler ab.“ Sehr sympathisch auch der Hinweis am Ende, dass die untersuchte Süßware anschließend einer gemeinnützigen Kindereinrichtung geschenkt wurde.

Die Liste der untersuchten Schokolade-Produkte ist ebenso abrufbar wie der Welt-Beitrag zum Thema.

Winke zu Weihnachten 13

Montag, 06. Dezember 2010

Ho! Ho! Ho! – So ähnlich grüßt er doch wohl, der liebe, heilige Nikolaus, wenn ihn ein Mensch an seinem Namenstag zu Gesicht bekommt. Aber eigentlich bekommt ihn doch nie jemand zu Gesicht, weder ihn noch den Weihnachtsmann…? Denkste! Am Wochenende schon, noch vor seiner Zeit, ist er mir begegnet, einen Engel hatte er auch dabei, und standesgemäß hat er Schokolade verteilt.

Wohltätiger Nikolaus mit Engel in einem Einkaufscenter

War er nun „echt“ oder nicht? Diese Frage hat nicht nur meine Kinder beschäftigt, sondern beschäftigt auch mich. Immerhin hat er breites Kölsch gesprochen und leibhaftig mit allen Kindern geredet, die die Tortur des Wartens auf sich genommen haben (komisch, wenn es Schokolade gibt, dann können sogar kleine Quälgeister plötzlich ganz geduldig sein).

Ich glaube, ich werde zum Nachdenken auf einen Kölner Weihnachtsmarkt gehen. Allerdings stürzt mich die Werbung dafür, die mir jetzt ins Auge gefallen ist, in neue Zweifel. Ist der dort abgebildete Weihnachtswichtel (bzw. -heinzel) etwa echt? Immerhin gab es für den Nikolaus doch das Vorbild des historischen Bischofs von Myrna. Aber ist derjenige, der heute in allen Häsern umgegangen ist, also ein Geist? Und wer ist nun echter, der Wichtel oder der Nikolausi? Fragen über Fragen, die dringend nach Glühwein rufen!

Plakat mit Weihnachtswichtel für den Weihnachtsmarkt in der Kölner Altstadt

Winke zu Weihnachten 12

Sonntag, 05. Dezember 2010

Die Welt am Sonntag wird in diesen Wochen fast zu einem einzigen „Weihnachts-Ankündigungs-Blatt“, wie ich bereits vor einer Woche feststellte. In dieser Woche kamen nun noch einige weitere Rubriken hinzu, die ähnliche Vorstöße in anderen Zeitungen noch bei weitem übertreffen. Die Geschenkerubrik „Geben oder doch behalten?“ wurde ergänzt durch zahlreiche Hinweise, unter anderem überschrieben:

Welt am Sonntag, 05.12.2010, Titel: Schenkt Erfahrung

Die weiteren Rubriken lauten „Schenkt Erinnerungen“, „Schenkt Einsicht“, „Schenkt Rhythmus“, „Schenkt Bilder“, und „Schenkt Serienreife“. Zugegeben, nicht die schlechteste Art gleich mehrere Zeitungsseiten zu füllen, und dabei auch noch von Nutzwert! Neu dabei auch ein Weihnachtsrätsel mit zahlreichen interessanten Fragen. Aber etwas übertrieben doch, die Geschenke zu Weihnachten sogar in die beliebte Rubrik der „Kopfnoten“ zu erheben. Demnach erhalten unbeliebte Geschenke, über die sich laut einer Umfrage jeder 5. Deutsche ärgert, die Note 4. Personen, denen das Auswählen von Geschenken zur Last wird, sollten sich angesprochen fühlen.

Welt am Sonntag, 05.12.2010, Kopfnoten-Titel: Was schlimm ist

Dagegen wird in einem Kommentar von Gabriella Pape, die seit drei Jahren offenbar eine Art Blumenladen betreibt, eine noch schlimmere Charakterschwäche einiger Menschen thematisiert: Die Unzufriedenheit mit dem Partner. Natürlich äußerst sich diese in der Vorweihnachtszeit um so stärker, je mehr diese Partner „aufeinander hocken“, sozusagen auf sich selbst zurückgeworfen sind. Während junge und frisch verliebte Männer angeblich zielsicher und in Windeseile ihre Kränze, gestecke und Tannenbäume kaufen, stehen ältere Herrschaften entweder beisammen und giften sich an oder ältere Herren können sich nicht entscheiden, weil sie wissen, was auch immer sie mitbringen: Es wird falsch sein!

Welt am Sonntag, 05.12.2010, Titel: Immer der falsche Weihnachtsbaum

Das ist so bei uns zum Glück noch nicht vorgekommen. Wir freuen uns mit der Familie meist über den getätigten Kauf eines Weihanchtsbaumes, sobald er erst steht und geschmückt ist. Dann verbreitet er doch ganz besonderen Glanz und Duft und Freude. Ganz im Gegensatz  zum Titelthema des Magazins im Kölner Stadt-Anzeiger vom Samstag. Im Textbeitrag wird unter dem Strichwort „Volle Kontrolle“ thematisiert, dass heutigentags nicht mehr gewünscht, sondern bestellt würde („Ein Plädoyer für mehr Freiheit im Päckchen“, online leider nicht auffindbar). Umsogrößer ist dann natürlich die Enttäuschung, wenn das Gewünschte nicht unterm Christbaum liegt. Ich musste bei der gelungenen Illustration des Deckblatts mit einem festlich gekleideten, aber schmollenden Mädchen vor einem rosafarbenen Geschenk herzlich lachen – vor allem kombiniert mit der Warnung: „Geschenke des Grauens bedrohen den Weihnachtsfrieden“ und unten stehendem Titel.

Kölner Stdat-Anzeiger, 04.12.2010, Magazin-Titel: Mist kein Pony

Winke zu Weihnachten 11

Samstag, 04. Dezember 2010

Das Stichwort „Übertreibung“ lässt sich oft auch auf Weihnachtsdekoration anwenden. „Weniger kann mehr sein“ lautet oft die Devise, wie bei manchen Schulaufsätzen, die substanziell nichts Neues bringen und nur ein und dasselbe Motiv immer wieder hin- und herwenden (auch das kann eine Kunst sein, die aber reichlicher Übung bedarf). Dennoch war ich beinahe enttäuscht, als ich dieser Tage eigens zu einem Haus fuhr, das in den vergangenen Jahren durch extreme Weihnachtsbeleuchtung aufgefallen war, und nun – so gut wie nichts! Stattdessen steht an anderer Stelle ein kleines Hutzelhäuschen, das schon bei Tage von besonderem Reiz ist.

Weihnachtliches Hutzelhäuschen im Hellen

Umsomehr kommen die Lichter natürlich zur Geltung, wenn die Dunkelheit hereingebrochen ist. Mir kommen diese Lichtsignale teilweise so vor wie in Erzählungen von Menschen, die sich in der winterlichen Natur verlaufen haben und dann nach anstrengendem Marsch durch Dunkelheit und Kälte endlich doch das Licht ein bewohnten Hauses finden. Genau das soll das Weihnachtsfest im Rhythmus des Jahreslaufs wohl auch sein. Ein Zuflucht der Erholung und Entspannung, nachdem wir das ganze Jahr über durch die Dunkelheit des Alltagstrotts marschiert sind (ich schweife ab). Dennoch viel Spaß an angemessener Dekoration in und vor der heimeligen Hütte!

Weihnachtliches Hutzelhäuschen im Dunkeln

Neues aus der Tierwelt 25

Mittwoch, 01. Dezember 2010

Eine Neuentdeckung, eine Rekonstruktion und eine Ehrung zum Tier des Jahres – wennd as mal nichts ist in dieser Ausgabe neuer Erkenntnisse das Reich der Tiere betreffend. In der Fabel steht er für Schläue, angeblich trug er dort den Beinamen „Lynx“ – na, „Pinselohr“ gefällt mir da schon weit besser.

Die Welt, 01.12.2010, Titel: Der Luchs ist das Tier des Jahres 2011

Immwerhin handelt es sich dabei um die größte in Europa lebende Katze, die die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild in Bonn nun mit der besagten Ehrung ausgezeichnet hat. Nachdem die Tiere nahezu vertrieben worden waren, sind sie nun wieder vermehrt in deutschland ansässig, vor allem in Bergwäldern zu Hause und legen auf der Jagd nach Rehen viele Kilometer zurück. Daher auch der Beiname „Hirschwolf“ aus dem Französischen. Noch viel größer als 55 cm Schulterhöhe wurden die Säugetiere auf der Erde zu einer Zeit, als die Dinosuarier ausgestorben waren. Darüber haben Forscher von der Universität New Mexiko jetzt in Science berichtet – und am vergangenen Samstag auch die Süddeutsche Zeitung).

Süddeutsche Zeitung, 27.11.2010, Titel: Machtwechsel der Schwergewichte

Mehrere Rüsseltiere, Vorfahren heutiger Elefanten entwickelten in einem zeitraum bis etwa vor 40 Millionen Jahren ein Gewciht von gut 17 Tonnen. Gut, das ist vielleicht nicht viel im Vergleich  zud en schwwersten Dinosauriern Argentinosaurus Huinculensis, die es bis zu 73 Tonnen Gewicht gebracht haben sollen. Heutige Afrikanische Elefanten können dagegen als schwerste Landsäugetiere gerade mal noch bis zu sieben Tonnen Gewicht aufweisen. Immerhin kannd er Blauwal ein gewicht von bis zu 190 Tonnen mit sich herumtragen. Damit zu einer anderen Meldung, ebenfalls aus der Süddeutschen Zeitung vom vergangenen Wochenende.

Süddeutsche Zeitung, 27.11.2010, Titel: Spülbürste im Meer

Viel kleiner und vielleicht daher bisher unentdeckt ist ein neuer Tiefseewurm, der knapp zehn Zentiemter lang ist und von Forschern des kalifornischen Scripps-Instituts in der Celebes-See zwischen Indonesien und den Philippinen entdeckt wurde. Angeblich hat er die Form einer Spülbürste. Wer dabei an Sponge-Bob denkt, liegt vielleicht gar nicht so daneben. Ein Schwammkopf und eine Spülbürste sind beide dazu geeignet, ins heimische Klosett wieder mal Glanz hineinzubringen. Das wird sowieso viel zu oft vernachlässigt.

Winke zu Weihnachten 9

Montag, 29. November 2010

Spätestens zum ersten Advent überschlagen sich die Zeitungen mit Sonderthemen rund um das Fest der Feste. Die Weihnachtsstimmung schlägt über den auch in den Redaktionen gelegentlich verabreichten Glühwein direkt durch auf den Leser. Viele Beiträge scheinen nur Kaufempfehlungen zu sein. (Natürlich folgt dann am Montag nach dem 1. Advent auch gleich die erste Zwischenbilanz des Weihnachtsgeschäfts am vergangenen Wochenende). Sehr schön gefallen hat mir da nachfolgende Rubrik in der Welt am Sonntag.

Welt am Sonntag, 28.11.10, Titel: Geben - oder doch behalten?

Hier werden – richtig! – Geschenkideen vorgestellt, die dem Schenkenden selbst vielleicht doch noch mehr Freude bereiten könnten als dem Geschenkten…!? Dabei fallen aber zwei wichtige Aspekte hinten über: Erstens muss das Geschenk doch wohl dem Schenkenden selbst gefallen, sonst würde er es aufgrund seines eigenen Empfindens gar nicht mit der Person verbinden, der er etwas geben möchte („bestellte“ Käufe ausdrücklich ausgenommen). Zweitens aber bereitet doch das Schenken selbst die allergrößte Freude, die sich mit dem schnöden Behalten eines ursprünglich als Geschenk vorgesehenen Produkts gar nicht vergleichen lässt. Einmal ganz zu schweigen vom dem bekannten Spruch „Geben ist seliger denn Nehmen“. Da ist offenbar irgend etwas gründlich schief gelaufen.

Welt am Sonntag, 28.11.10, Titel: Santa Graus

Ebenso wie beim so überschriebenen Beitrag von Alexa Hennig von Lange, auch aus der WamS. Ich habe nichts gegen alternative Weihnachtsbräuche, ich bin auch kein Verfechter des ultimativen Bildungsauftrags. Weihnachten ist für mich ein Fest für die Gefühle, das durchaus mit heidnischen und christlichen Lehren assoziiert ist. Aber an manchen, ja ich gebe zu, kitschigen Bräuchen halte ich für meine Kinder und für mich fest. Wen bei althergebrachten Ritualen grundsätzlich das Grausen ereilt, der sollte am Besten vom Feiern des Weihnachtsfestes ganz Abstand nehmen.  Man könnte es ja auch „Winterwende“ nennen. Oder vielleicht einfach so:

Welt am Sonntag, 28.11.2010, Titel: Die Glühweinprobe

Der Schriftsteller David Wagner beschreibt wiederum in der Welt am Sonntag, wie doof er doch eigentlich Weihnachtsmärkte findet. Na, dann soll er halt zu Hause bleiben! Aber gut, er verdient ja auch Geld mit dem Beitrag, also sei ihm seine Meinung und Beschreibung gestattet. „Vorweihnachtliche Besinnlichkeitsbeschwörung, Gefühlsduselei und Konsumterror gehören zusammen, ja bedingen einander wahrscheinlich“, schreibt er, nicht ganz ohne Recht und fügt den „perfide ironischen“ Gedanken an, dass ein Terroranschlag vermutlich echte Besinnlichkeit auslösen würde. Das ist schon schräg, aber wahr. Den Abschluss macht daher ein Fundstück aus dem NRW-Teil der Zeitung, ein Interview mit dem katholischen Theologen und Brauchtumsexperten Manfred Becker-Huberti.

Welt am Sonntag, 28.11.2010, Titel: Die verrückteste Zeit des Jahres

Und ich hätte schwören können, der Kölner meint damit Karneval! Doch der geneigte Leser findet in dem Interview so schöne Aussagen wie: „Dieses Unzeitgemäße kennzeichnet unsere Zeit“, „Wird Brauchtum zementiert, stirbt es“ oder „Der Nikolaus wurde von allzu strengen Eltern ein Stück weit kaputtpädagogisiert“.

Interessant hingegen ist schon, dass es Martin Luther war, der  als „Angriff“ auf die katholische Heiligenverehrung das Christkind erfand, das nicht so wie Nikolaus kleine, sondern besser gleich große Geschenke brachte. Die Katholiken haben demnach diese seit dem 16. Jahrhundert teilweise gebräuchliche Sitte erst um 1900 vollständig übernommen. Immerhin das hat sich bis heute konfessionsübergreifend erhalten.

Winke zu Weihnachten 8

Sonntag, 28. November 2010

Pünktlich zum 1. Advent seien hier außergewöhnliche Deko-Ideen für Technikfreaks vorgestellt, die mir beim Durchblättern eines Pearl-Katalogs aufgefallen sind. Den Anfang macht der kleine, mit LEDs beleuchtete USB-Adventskranz für den Computer-Arbeitsplatz.

USB-LED-Adventskranz von Pearls

Ein weiterer durch den Computer gesteuerter Adventsschmuck wäre dieser trommelnde Weihnachtsmann, der genau die Leute nerven kann, die sonst deshalb nerbven, weil sie nie vom Computer wegkommen, und ihnen damit ostentativ nahelegen, dass wenigstens zum Weihnachtsfest auch mal ein paar Tage offline o.k. sind. Vermutlich wird er nämlich erst dann wieder Ruhe geben.

USB-Trommel-Weihnachtsmann von Pearl

Fast schon harmlos – und weniger mit Bezug auf den Computer, es sei denn er ließe sich in unserer schnelllebigen Zeit vielleicht direkt am Bildschirm befestigen – ist dieser coole, moderne Weihnachtsmann auf einem Mottorrad. Mal im Ernst: Macht dieses brummende, singende und sich seitlich drehende Gadget den mühsam von Coca Cola kreierten Mythos nicht irgendwie… kaputt?

Weihnachtsmann auf Motorrad von Pearl

Ein fast noch gewagterer Balance-Akt ist dieser artistische Weihnachtsmann, der bei seinem Treiben nicht nur auf einem Einrad hin- und herfährt, sondern dabei – beinahe selbstverständlich – auch noch singt!

Weihnachtsmann auf Hochseil von Pearl

Zu guter Letzt dieses schon wieder irgendwie heimelige Accessoire, wiederum für den Direktanschluss per USB an den Computer gedacht, ein neuer, ein leuchtender, kurz ein Neon-Tannenbaum. Na dann, weiterhin fröhlich-besinnliche Adventszeit!

USB-Neon-Weihnachtsbaum von Pearl