Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Winke zu Weihnachten 7

Freitag, 26. November 2010

In Ergänzung zur vorigen „Winke-Meldung“ 6 lässt sich nun ganz klar festhalten, dass der Winter auch im Flachland angekommen ist, mit Schneefällen am frühen Morgen bis in die Rheinebene hinunter. Insofern, ja: Der Winter ist da (kurz vor seinem offiziellen meterologischen Beginn, aber doch deutlich vor dem kalendarischen oder astronomischen)! Dies war der Anblick, der sich heute Morgen noch bei Dunkelheit beim Blick aus der Haustür zeigte:

Beleuchtete Bäumchen am 26.11.2010 im Schnee

Keine Frage, dass spätestens nun mit dem (eigentlich noch recht hamrlosen) Ernstfall die Überlegungen beginnen, wie die anstehenden Aufgaben bis zum Weihnachtsfest (nicht mal mehr ein Monat!) bewerkstelligt werden können. Rainer Nolte hat im Kölner Stadt-Anzeiger hierzu eine praktische Tabelle angelegt, die die Tätigkeiten in der Adventszeit überschau- und beherrschbar machen soll:

Kölner Stadt-A0nzeiger, 26.11.10, Titel: Masterplan für den Advent

Erste Grundregel hierfür (ohne die Details an dieser Stelle auszubreiten, die ja unter obigem Link nachzulesen sind): mit Freude! Natürlich bereitet es Kindern die größte Freude, wenn der erste Schnee der Saison fällt, während die Erwachsenen meist gleich ihre Sorgen bezüglich der Verkehrslage äußern – dies um so mehr, wo doch ab Dezember 2010 in Deutschland Winterreifenpflicht gilt! Natüprlich gilt diese nicht für Rudolph das Rentier mit der roten Nase. Wie ich zuletzt schon schrieb, schien das Rentier mit seinem Schlitten odch nur auf den Schnee zu warten, um nun endlich abzuheben. Bitte sehr!

Das Rentier mit Schlitten steht abflugbereit im Schnee

Neues aus der Tierwelt 24

Freitag, 26. November 2010

Ich glaub, mich laust der Affe: Fliegende Schlangen und animalische Weihnachten in dieser Ausgabe neuer Meldungen aus dem Reich der Tiere. Dass sich bereits unter dem ersten Teilsatz eine Meldung verbirgt, war nicht unbedingt zu verstehen, daher noch mal in großen Lettern:

Die Welt, 24.11.10, Titel: Forscher entdecken eine neue Zwergaffenart

Klein, aber fein, könnte man zu dieser Nachricht sagen, die ich uin der Welt unter „Wissen kompakt“ gefunden habe: Nur rund 12 cm groß ist die neue, Tarsius wallacei benannte Art, die riesige Augen und Ohren hat. Warum: Na, damit sie uns besser sehen können und damit sie uns besser hören können! Koboldmakis wie die neu von Stefan Merker und Mitstreitern der Universität Frankfurt am Main im indonesischen Dschungel entdeckten, haben sich vor etwa 60 Millionen Jahren von allen anderen heute lebenden Primatengruppen getrennt und verständigen sich morgens mit „Duettgesängen“, heißt es. Ob sie das Lied der fliegenden Schlange singen?

Die Welt, 23.11.10, Titel: Fliegende Schlangen gleiten von Baum zu Baum

Eine weitere kuriose Meldung aus der Welt stammt von US-Forschern der Universität Virginia Tech. Filmaufnahmen von Paradies-Schmuckbaumnattern belegen, wie sie bei Sprüngen von Baum zu Baum ihren flachen Körper mit wellenförmigen Bewegungen in der Luft halten. Dadurch, belegten die Biomechaniker nach Berechnungen der Kräfte dieses Gleitflugs, würde ein Auftrieb erzielt, der das Gewicht der Tiere übertreffe. Alles also eine Frage der Technik (und der Kraft), sodass eventuell auch der Flug des Menschen kein Traum bleiben muss (vgl. den bericht zum Ornithopter-Erfolg in Toronto). Womit wir beim Menschen wären, und dabei, was er vor allem in der Winterzeit mit seinen Tieren so alles anstellt.

Welt am Sonntag, 21.11.2010, Titel: Leine und Leckerli unterm Baum

Bereits am verganegnen Wochenende hatte ich dazu diese Veröffentlichung in der Welt am Sonntag entdeckt. Einer Umfrage des Marktforschungsinstituts The Consumer View in Bremen zufolge schenken fast zwei Drittel aller Hundebesitzer ihrem treuen Freund etwas zu Weihnachten. Auch bei den Besitzern von Katzen, und sogar bei denen von Kleintieren und Fischen sind es noch mehr als die Hälfte. Insgesamt überweigt in dieser Statistik die Schenkfreudigkeit der Frauen (62 %) diejeinge der Männer (42 %) etwas, aber insgesamt lässt sich doch festhalten, dass gerade zu Weihnachten das Schenken tierische Freude bereitet.

Winke zu Weihnachten 6

Mittwoch, 24. November 2010

Huii! Das Wetter wird kalt, erste Schneefälle in den Mittelgebirgen beflügeln Phantasien von weißer Weihnacht, zumal manche Meterologen schon Parallelen zu eiskalten Wintern ziehen, die mit ähnlichen Wetterlagen begannen. Für etwas Verwirrung sorgte indes der Unterschied zwischen den Schlagzeilen zu Tief Gundula.

Kölner Stadt-Anzeiger, 24.11.10, Magazin Titel: Der Winter kommt

Während der Kölner Stadt-Anzeiger regional erst den Winter ankündigt, hat ihn die bundesweit orientierte Welt schon ausgerufen. 50 cm Schnee auf dem Brocken, 13 Zentimeter auf der Schwäbischen Alb, der erste Schnee auch in Thüringen. In den kommenden Tagen werden bei Temperaturen durchweg kaum über dem Gefrierpunkt weitere Niederschläge wengistens bis auf 300 Meter als Schnee erwartet. Allerdings beziffert der Deutsche Wetterdienst in Offenbach die Wahrscheinlichkeit für einen sehr kalten Winter mit nur 20 Prozent.

Die Welt, 24.11.10, Titel: Jetzt ist der Winter da

Der Kölner Stadt-Anzeiger weist hingegen praktisch darauf hin, dass alles winterfest vorbereitet werden sollte, vom Garten über die Wohnung und die Heizung bis hin zur Bekleidung und zum Menschen selbst. Denn um den Menschen geht es ja zur Weihnachtszeit. Na gut – und um Rudolf, das rotnasige Rentier, das aber zweifellos für seine luftigen Fahrten als Leuchtlicht durch den Nebel auch Stormellas Schneesturm benötigt.

Das beleuchtete Rentier steht mit Schlitten startbereit

Nicht nur diesen Freitag ist Vorlesetag

Mittwoch, 24. November 2010

Die Stiftung Lesen und die Zeit veranstalten an Freitag, den 26. November zum 7. Mal den bundesweiten Vorlesetag. Mit dem Vorlesen werden so grundlegenden Fähigkeiten wie die Sprachentwicklung, Konzentrationsfähigkeit und soziale Kompetenz gefördert. Daneben erhöht Vorlesen bei Vorschuls- und Grundschulkindern auch die Lust am eigenständigen Lesen, was Christine Haderthauer als Lesepatin  den „wichtigsten Baustein zum Bildungserfolg“ nennt. In Köln sind nicht nur so prominente Paten wie Henning Krautmacher und Manuel Andrack  mit von der Partie, sondern auch der oft im Dienst der Kinder und im Dienst der kölschen Sprache tätige Musiker Björn Heuser.

Der kölsche Musiker Björn Heuser liest Kindern vor

Seit dem Start des Projektes „Björns Bärenbande – neue kölsche Kinderlieder“ im März dieses Jahres wurden hunderte Kinder bei Konzerten in KiTas und Schulen zum Mitsingen „op kölsch“ motiviert. Auch im Rahmen des „Köln-Sommers“ und beim großen Weltkindertag im September stand er mit seiner Bärenbande erfolgreich auf der Bühne. Nun tritt Björn Heuser als Pate des bundesweiten Vorlesetages im Kindergarten „An St. Peter“ in Köln-Ehrenfeld auf, zwischen 10:00 Uhr und 11:30 Uhr wird er am Freitag, 26. November 2010, den Kindern spannende und mitreißende Geschichten erzählen, und natürlich auch gemeinsam mit ihnen singen.

 „Gerade in Zeiten, wo die modernen Unterhaltungsmedien viel zu sehr in die Lebenswelt der Kinder involviert werden, finde ich es äußerst wichtig, dass wieder mehr vorgelesen wird“, erklärt Björn Heuser: „Um die Phantasie der Kinder zu fördern, eignet sich das Vorlesen deutlich besser als beispielsweise das TV-Gerät.“ Eine Überzeugung, der ich mich nur anschließen kann, und die mit dem Wunsch verbunden ist, dass möglichst nicht nur an diesem bundesweiten Vorlesetag Kinder in den Genuss des Vorlesens kommen, sondern wenigstens gelegentlich auch abends vor dem Einschlafen.

Neues aus der Tierwelt 23

Dienstag, 23. November 2010

Schutz nicht nur vor Kälte, eine neues Schutzgebiet für Meeresbewohner und Schutz durch sozialen Status in dieser Ausgabe interessanter Neuigkeiten aus dem Reich der Tiere.

Welt am Sonntag, 21.11.10, Titel: Winterschlaf bei 30 Grad Celsius

 Pia Heinemann hat in der Welt am Sonntag behandelt, was es mit dem Winterschlaf einiger Säugetiere auf sich hat (nicht zu verwechseln mit der Winterstarre unter anderem bei Schildkröten). Unter anderem Forscher der Universität Magdeburg haben herausgefunden, dass es nicht nur fehlendes Licht oder kalte Temeperaturen sind, die Tiere zu Schlafphasen von teilweise mehreren Monaten treiben, sondern vor allem ein Nahrungsmangel. Denn auch in warmen Reghionen gibt es Winterschläfer, zum Beispiel Fettschwanzmakis auf Madagaskar. Dabei sind „große Teile der genetischen Maschinerie lahnmgelegt“, heißt es, die meisten Stoffwechselprogramme sind extrem heruntergefahren. Zum Beispiel wird bei Siebenschläfern, die bis zu acht Monate im Jahr schlafen können, der Herzschlag von 300 Schlägen pro Minute auf unter zehn Schläge pro Minute reduziert, bei Murmeltieren von 110 auf nur zwei bis drei Schläge pro Minute. Das erinnert an die Fähigkeit von Sufis, die ihren Energiehaushalt sogar willentlich steuern können. Der Winterschlaf muss als Überlebenstrategie vieler Säugetiere und auch Vögel (z.B. Kolibris) für schlechte Zeiten älter sein als die Ausbildung von Jahreszeiten. Sehr spannend!

Welt am Sonntag, 21.11.10, Titel: Indonesien schützt Haie und Meeresschildkröten

 Von derselben Autorin aus derselben Zeitung stammt die Wissens-Kurzmeldung, dass Indonesien im Osten des Staates rund um die Raja-Ampat-Inseln ein Schutzgebiet von 46.000 Quadratkilometern eingerichtet hat, das vor allem Haifischen, Mantarochen und Meeresschildkröten zu Gute kommen soll. Das Gebiet in der Größe Niedersachsens befindet sich im sogenannten südostasiatischen Korallendreieck und ist eine der artenreichten Seeregionen der Welt. Ab sofort ist dort der Fischfang für Aquarien und das Sprengen von Riffen verboten.

Welt am Sonntag, 21.11.10, Titel: Politik unter Männern

Zu guter Letzt bestätigt diese Meldung, ebenfalls aus der Welt am Sonntag, von Forschern aus Göttingen und Leipzig, was ähnlich auch in der Menschenwelt gilt: Bei Assam-Makaken in Thailand dienen Männerfreundschaften dem sozialen Aufstieg. Wer gute Freunde hat, macht Karriere. Es gehe, heißt es gemäß dem Beitrag in „Current Biology“ dabei um „die Manipulation der eigenen und der Sozialbeziehungen anderer“, dieses strategische Handeln könne mit Politik gleichgesetzt werden. Noch Fragen, liebe äffische Freunde?

Dies erinnert mich stark an Erich Kästners Gedicht „Die Entwicklung der Menschheit„, aus dem ich in diesem Zusammenhang nur die ersten beiden Strophen anführen möchte:

Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt,
behaart und mit böser Visage.
Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt
und die Welt asphaltiert und aufgestockt,
bis zur dreißigsten Etage.

Da saßen sie nun, den Flöhen entflohn,
in zentralgeheizten Räumen.
Da sitzen sie nun am Telefon.
Und es herrscht noch genau derselbe Ton
wie seinerzeit auf den Bäumen.

Winke zu Weihnachten 5

Sonntag, 21. November 2010

Das private Häuserfassaden-„Aufrüsten“ beginnt. Nachdem der Einzelhandel bereits seit Wochen auf weihnachtliche Emotionen setzt, die Kauffreude auslösen, äußert sich nun, vermutlich spätestens mit dem 1. Advent, auch der Drang vieler Nachbarn, sich durch Lichterglanz auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Seitdem die Uhr auf Normalzeit umgestellt wurde (inzwischen teilweise schon „Winterzeit“ genannt), ist es abends entsprechend früher dunkel, ehe am 21. Dezember die längste Nacht erreicht ist und mit der Winterwende langsam die Dauer der Tage wieder zunimmt. An langen Winterabenden bringt der Lichterschmuck flüchtige Freude, wie dieser Baumschmuck im Vorbeifahren an einer Autobahn bei Bonn gesehen.

Lichtereffekt eines Baumschmuck im Vorbeifahren an einer Autobahn bei Bonn

Im Vorbeifahren bewirkt das Lichterspiel nicht viel mehr als vielleicht ein kurzes Innehalten – was schon einiges wäre. Immerhin handelt es sich ja nicht wie sonst zumeist um Leuchtreklame für ein Produkt, sondern um den Ausdruck einer bestimmten Vorfreude. Oder wird sogar ein „Geist der Weihnacht“ beschworen? Das kann fast nicht sein, denn gerade für diesen wird doch Reklame betrieben, zum Beispiel in der Muscial-Adaption von Charles Dickens Klassiker „A Christmas Carol“, die derzeit mit Erfolg in Köln aufgeführt wird.

Plakat am Rheinufer für die Kölner Musical-Produktion "Vom Geist der Weihnacht"

Um einen Gedanken anzuregen, den ich vielleicht an anderer Stelle noch ausführlicher ansprechen kann, möchte ich auf eine Idee verweisen, die meines Wissens von Hegel stammt. Demnach gewinnen die Menschen, gleich welchen Glaubens sie sind, durch den christlichen Mythos von Tod, Auferstehung und Erlösung, eine Grundbedingung für ihre geistige Freiheit und Individualität. Jeder muss sich selbst mit dem Undenkbaren des Todes auseinandersetzen. Hierzu gibt Weihnachten gewissermaßen eine „Steilvorlage“ – wie schon gesagt, unabhängig vom eigenen Glauben. Vielleicht ist dies im Hintergrund eine wichtige Botschaft des Weihnachtsfestes, wie sie auch Hugo Salus in seinem Gedicht zum Ausdruck bringt:

Weihnacht

Da hob sich voll der Klang der Weihnachtsglocken.
Zu meinem Lager, drauf ich matt und krank
Und einsam siechte, drang ihr Friedensklang;
Ich wachte auf, erregt und süß erschrocken.

Mir war, der Engel der Versöhnung bleibe
Auf seinem Flug vor meinem Fenster auch,
Es taue auf vor seines Mundes Hauch
Die frosterstarrte, blinde Fensterscheibe.

Als spräche er zu mir: Mein lieber Heide,
Zum Sternenhimmel blick empor! Du bist
Durch das Martyrium des Leid’s ein Christ!
Auch dir klingt eine Glocke: Leb‘ und leide!

Neues aus der Tierwelt 22

Freitag, 19. November 2010

Von einem Hund und einem Seelöwen, von einer Katze und einem Kragenbären sowie von jeder Menge Korallenkatzenhaien handeln diese bunten Meldungen, die dieses mal nichts mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu tun haben.

Kölner Stadt-Anzeiger, 19.11.10, Titel: Tierisch traurige Freundschaften

Die Überschrift im Kölner Stadt-Anzeiger verbindet zwei ungewöhnliche Freundschaftsgeschichten aus dem Tierreich. Zum einen war da ein Hund in Australien, der sich mit einem Seelöwen angefreundet hatte. Beide schwammen nach dem sie in Ufernähe zusammen spieelten, gemeinsam ins Meer hinaus. Rettungsschwimmer orteten den völlig erschöpften Kelpie vier Kilometer von der Küste entfernt und zogen ihn aus dem Wasser. Gerade noch mal gut gegangen!

Im Berliner Zoo lebten dagegen bereits seit zehn Jahren die Kragenbären-Dame Mäuschen und die schwarze Hauskatze Muschi als gute Freunde zusammen. „Sie teilten ihr Fressen und schmusten miteinander“, heißt es im Bericht. Nun musste die Kragenbärin wegen Altersschwäche eingeschläfert werden. Allerdings erreicht sie das stolze Alter von 43 Jahren. Über den Gemütszustand der Katze wurde nichts berichtet. Doch ist anzunehmen, dass sich das auch schon bejahrte Tier eine andere Bezugsfigur suchen wird.

Kölner Stadt-Anzeiger, 19.11.10, Titel: Zwölf Korallenkatzenhaie im Aquarium geschlüpft

Während das eine Tier in Würde den Schauplöatz verlässt, sind an anderer Stelle zwölf neue Tiere in Erscheinung getreten (auftegtaucht) wäre hier das falsche Wort. Sie schlüpften aus befruchteten Eikapseln und sind nun als erste hiesige Nachzucht von Korallenkatzenhaien im Kölner Zoo zu bewundern. Nach Angaben einer zitierten Zoo-Pädagogin sind die von den Küsten Südostasiens stammenden Haie nicht nur faszinierend, sondern auch vom Aussterben bedroht.

Eigentlich also drei erfreuliche Meldungen: Ein Tier wurde gerettet, ein anderes hat sein langes Leben beendet und bei einer vom Aussterben bedrohten Tierart  gelang die Nachzucht. Was daran stört –  und doch wieder nicht – ist, dass alles nur durch Menschenhand ermöglicht wurde.

Gehirnforschung bei Mensch und Tier

Donnerstag, 18. November 2010

Nachdem neulich bekannt wurde, dass junge Mütter während des Stillens in gewissen Gehirnregionen graue Masse zulegen, berichtet die Welt von einem neuen Forschungsergebnis über die dem Denkvermögen zuträgliche Funktion von Östrogen.

Die Welt, 18.11.10, Titel: Östrogen macht schlau

Bisher stand das weibliche Geschlechtshormon im Verdacht die Entstehung von Krebs zu begünstigen. Nun haben Forscher der Northwestern University im US-Staat Illinois eine Methode entwickelt, um die positive Wirkungsweise von Östrogen im Cortex stärker hervorzuheben . Durch die Manipulation von Hirnzellen, heißt es, konnte das Hormon effizienter an ihnen wirken, das Hirn arbeitete schneller. Damit nun – ganz gleich, ob Mann, ob Frau, schlauer werden kann, müssen allerdings zuvor die Hirnzellen entsprechend manipuliert werden. Daher kommt das Forschungsergebnis als Hirndoping eher nicht in Betracht, allerdings solle sim Kampf gegen Demenz zum Einsatz kommen.

Die Welt, 18.11.10, Titel: Fohlen bitte links streicheln

Eine ganz andere, vergleichsweise „billige“ Erkenntnis, stammt von Forschern des CNRS im französischen Rennes, ebenfalls kurz dargestellt von Pia Heinemann in der Welt. Demnach entwickeln Fohlen ein besseres Verhältnis zu Menschen, wenn man sie auf der linken Körperhälfte streichelt. Der Grund hierfür hat mit dem Schulwissen zu tun, dass die rechte Gehirnhälfte die linke Köperhälfte steuert und umgekehrt. Werden die Tiere vorwiegend rechts gestreichelt, so verbindet sich damit über die für Emotionen und Erfahrungen zuständige linke Gehirnhälfte Stress für das Tier. Daher bewirkt das Streicheln auf der linken Köprerhälfte die geringere Abwehrreaktion und somit die stärkere Bindung.

Da hat das junge Pferd sich einfach umgekehrt und hat mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt…

Schützenswertes Leben wie Gott in Frankreich

Mittwoch, 17. November 2010

Nein, dies ist kein weiterer Hinweis auf das nahende Weihnachtsfest, das für viele mit ausgiebigen Festtagsmenüs verbunden ist. Vielmehr hat die Unesco in Ergänzung der als schützenswert angesehenen Bau- und Naturdenkmäler die seit 2008 bestehende Liste internationaler Bräuche erweitert. Bislang waren dort bereits 166 Kulturtechniken aus 77 Staaten verzeichnet.

Kölner Stadt-Anzeiger, 17.11.10, Titel: Französisches Essen ist nun Weltkulturerbe

Neu hinzu gekommen sind unter anderem die Französische Küche (mit Apéritif,  Vorspeise, Hauptgericht, Nachtisch, Käse und Kaffee), die Echternacher Springprozession aus Luxemburg, Peking-Oper und Akupunktur aus China sowie spanischer Flamenco, die Teppichknüpfkunst aus Aserbaidschan, die uigurischen Meshrep-Feiern und das Ojkanje-Singen aus Kroatien. Verschiedene Kommentare beschäftigen sich mit diesen Entscheidungen des Unesco-Komitees in Nairobi, vor allem bezogen auf die Französische Küche, die als erste ihrer Art zur schützenswerten Kulturtechnik erklärt wurde. Die Neue Osnabrücker Zeitung nimmt den Spott der Gegner vorweg, um auf den Punkt zu kommen, dass damit das soziale Ritual geschützt werden soll, die vom Aussterben bedrohte Gesprächskultur bei Tisch.

Kölner Stadt-Anzeiger, 17.11.10, Titel: Wenn Bräuche sich verändern

Markus Schwering weist im Kölner Stadt-Anzeiger darauf hin, dass sich Bräuche verändern und nicht zwanghaft am Leben erhalten weren können und unterlegt seine Argumentation mit den zweiten von Friedrich Nietzsches „Unzeitgemäßen Betrachtungen“ und Heinrich Bölls „Veränderungen in Staech“. Ich betrachte den Wandel an ausgeübten Bräuchen analog zu dem dem der sich lebendig veränderenden Sprache. Auch wenn frühere Redeweisen heute nicht mehr benutzt werden, so ist es doch gut, sich über sie informieren zu können, sie gegebenfalls aufzugreifen und sich ihrer zu bedienen, sofern es angebracht ist.

Dies gilt für Bräuche meiner Ansicht nach ebenso, sei es die Teppichknüpfkunst aus Aserbaidschan, das Ojkanje-Singen aus Kroatien oder die Gesprächskultur während ausgedehnter Festmenüs in Frankreich und anderswo. Nicht nur zur Weihnachtszeit. Und sehr wohl eingedenk der Änderungen, die sich im Kleinen wie im Großen vollziehen. Dabei fällt mir der gut 25 Jahre alte Song der Gruppe „Yes“ ein, der als Motto hierfür herhalten kann:

Winke zu Weihnachten 4

Dienstag, 16. November 2010

Die Zeichen verdichten sich: Nicht nur, dass das Wetter mit Temperaturen konstant unter 10 Grad eine vorweihnachtliche Stimmung bereitet, sondern nun sind auch die Innenstädte und erste Hausfassaden bereits mit Lichterschmuck versehen. Ein Besuch des Weihnachtsmarktes im Kölner Gartencenter Dingers, das dieses Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feiert, sowie ein Blick in die heutigen Zeitungen bestätigen diesen Eindruck.

Kölner Stadt-Anzeiger, 16.11.10, Titel: Christkind geht wieder stempeln

Zuerst befiel mich Sorge: Läuft das Christkind trotz seines jugendlichen Äußeren unter älteren beschäftgiten, die stärker von Arbeitslosigkeit betroffen sind? Bei der heute gängigen Aufbereitung der Arbeitsamt-Statistiken wäre das Christkind als Saisonarbeiter sicherlich nicht unter Arbeitslosen gelistet. Wie auch immer: Gemeint ist, dass das Postamt des Christkinds in Engelskirchen wieder eröffnet hat (bei weitem nicht als einziges). Briefe bis zum 20 Dezember an die Adresse: An das Christkind, 51777 Engelskirchen, werden gewöhnlich noch bis zum Weihnachtsfest beantwortet. Diese Tradition ergab sich seit ersten entsprechenden unadressierten Schreiben „An das Christkind“ 1985. Seither hat sich die Zahl dieser Briefe auf bis zu 150.000 im Vorjahr nur an dieses eine Postamt von insgesamt sieben bundesweit gesteigert.

Weihnachtsmänner im Kölner Gartencenters Dingers

Wie jedes Jahr auch Aufklärung über die Verwirrung: Das Christkind steht für das Jesuskindliein selbst, das am heiligen Abend geboren wurde, der Weihnachtsmann ist eine Adaption des „Santa Clause“ aus dem angloamerikanischen Kulturraum, vor allem durch Coca Cola berühmt gemacht. Solche Weihnachtsmänner lachten mich bei Garten Dingers an, wo zum 50-jährigen Jubiläum die Pracht und der Lichterglanz wieder besonders groß sind, wie zum Beispiel dieser getupfte Tortenbaum.

Ein Weihnachtsbaum im Kölner Gartencenter Dingers, bezeichnet als getupfte Torte

Wer nicht nur Deko für die eigene Wohnung kaufen, sondern sich in der Kälte dabei auch einen antrinken möchte, dem sei der Besuch eines Weihnachtmarktes empfohlen, zum Beispiel in Köln, wo ab dem 22. November in historischer Umgebung gleich sechs Weihnachtmärkte locken. Sehr schön fand ich allerdings auch den Hinweis im Kölner Stadt-Anzeiger, vermutlich weniger als Empfehlung als nur zur Kenntnisnahme gedacht, dass es auch Weihnachtsmärkte in Bonn (bereits ab dem 19. November) und in Düsseldorf (bereits ab dem 18. November) gibt.

Kölner Stadt-Anzeiger, 16.11.10, Titel: Weihnachtsmärkte auch in Bonn und Düsseldorf