Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Die Meldung zum Montag…

Montag, 15. November 2010

…stammt aus der Welt am Sonntag und beschreibt kurz gesagt die Macht autosuggestiver Selbststeuerung. Andere würden den Sachverhalt vielleicht mit „NLP“ bezeichnen, Neuro-Linguistische Programmierung. Wieder andere könnten den Begriff der „Self-Fulfilling Prophecy“ verwenden, um sich dem Phänomen anzunähern, das letzten Endes auf das Sprichwort hinausläuft: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!“ (offenbar auch auf den eigenen kopf zu beziehen). Aber ich beginne zu phantasieren…

Welt am Sonntag, 14.11.2010, Titel: Schöne Tagträume tun gut

Das ist jedenfalls eine ermutigende Meldung, wenn auch nicht nur für Gesamtdauer eines Arbeitstages zu beherzigen, vor allem nicht, wenn konzentrierte Überlegungen und wichtige Entscheidungen anstehen. Fanny Jimenez berichtet in ihrem Artikel über die Ergebnisse einer psychologischen Studie der beiden Harvard-Forscher Matthew Killingsworth und Daniel Gilbert, unter Berufung auf „Science„. Sie haben mittels einer iPhone-App nachgewiesen („Track Your Happiness“), dass ihre rund 2.200 Studienteilnehmer die meiste Zeit über nicht mit ihrer eigentlichen Aufgabe beschäftigt waren. Noch wichtiger dabei die Frage nach der momentanen Stimmung während einer stichprobenartigen Statusabfrage.

Das Ergebnis: Negative oder auch schon neutrale Gedanken beim Abschweifen führten zu deutlich schlechteren Gefühlswerten als wenn sie bei ihrer Aufgabe blieben. In 43% aller Fälle machten sich die Probanden bei ihren Tagträumen allerdings positive Gedanken, was gerade einmal zu denselben Wohlfühlwerten führte wie ohne Tagträumerei. Dies bedeutet allerdings, dass konzentriertes Handeln bei weitem mehr befriedigt als sich ablenken zu lassen, offenbar belegt durch zahlreiche Studien des Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi, der das „im Flow sein“ nennt.

Gleichzeitig tendierten grundsätzlich nur diejenigen Teilnehmer, denen bei ihrem Tun langweilig war, zu Tagträumen. Letzten Endes ist doch überraschend, dass Tagträume eine erfüllte Tätigkeit offenbar nicht ersetzen können. So verhält sich das mit dem zielgerichteten Menschlein, dem „Homo Teleologicus“: Bewusstsein wird zur Verantwortung, schneller als wir es un hätten träumen lassen.

Winke zu Weihnachten 3

Sonntag, 14. November 2010

Das Weihnachtsfest ist geeignet, Menschen aus aller Herren Länder zu vereinen, womit nicht nur christlicher Weihnachtsschmuck etwa in Japan und China gemeint ist oder die vor allem zu dieser Zeit beliebten Aufforderungen zu Spenden für soziale Projekte in aller Welt. Das legt insbesondere die christliche Botschaft des Festes selbst nahe. Ein schönes Beispiel der internationalen Verständigung zum Fest der Feste hat jüngst jedoch die Welt in ihren Kopfnoten gekürt, nämlich den Dienst des  Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer.

Die Welt, 13.11.10, Kopfnoten: Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer

Mit einer eingeschränkten 2 minus hat die Redaktion diesen Service bewertet, sich die Übersetzung von „Frohe Weihnachten“ in 70 Sprachen anzeigen lassen zu können. Die Einschränkung deshalb, weil das „Menschenfreundliche mit dem Geschäftsftüchtigen“ verbunden werde. Was dem Spaß an einem bosnischen „Sretne bozicne praznike!“, einem slowakischen „Veselé Vianoce!“ oder einem „Krsimasi Jema!“ auf Suaheli nichts anhaben kann. Vom polnischen „Wesolych Swiat Bozego Narodzenia!“, dem türkischen „Mutlu Noeller!“ und dem „Hapy Krismas!“ auf Pidgin English bis hin zum „Gajan Kristnaskon!“ auf Esperanto, viele der Weihnachtsfeierer auf aller Welt verbindet jedenfalls auch die Musik zum Fest.

Hierzu abschließend noch der Hinweis auf das amerikanische Onlineradio „Christmas Music 24-7„, das wie der Name nahelegt rund um die Uhr das ganze Jahr über Weihnachtslieder spielt. Hierbei kann der Nutzer auf der rechten Spalte zwischen den Musiksparten „Traditonal“, „Insturmental“, „Kids“, „Country“, „Contemporary Christian“ und „Eclectic“ wählen, oder auf der Seite „Live365.com“ den Player in der linken Spalte bestätigen. Gelegentliche Werrbebotschaften sind inbegriffen, solange man nicht zahlender Nutzer wird.

Winke zu Weihnachten 2

Mittwoch, 10. November 2010

Wir sprechen nicht über den Beginn der Weihnachtsmann-Verkäufe in den Discountern. Wir sprechen nicht über die Weihnachts-Ausstellungen in Garten- und Möbelcentern, die spätestens seit November geöffnet haben. Wir sprechen auch nicht über die weihnachtsbezogene Werbung, die uns inszwischen tagtäglich ins Haus flattert. Dennoch fragt Jutta Maier im Kölner Stadt-Anzeiger schon Ende vergangener Woche berechtigt:

Kölner Stadt-Anzeiger, 06.11.2010, Titel: Ist denn schon Weihnachten?

Genannt wird hier das Beispiel des Haushaltswarenhändlers Bürsten-Schmidt in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main, der bereits seit 9. Oktober seinen Verkaufsladen gänzlich zum „Christmas Village“ umgestaltet hat. In den Shopping-Center gehe es dagegen eher gemächlich zu, dezente Vorweihmnachtsmärkte erst ab Anfang November – dennoch reichlich früh. Eine Erfahrung, die ich bestätigen kann, siehe unten!

Handelsblatt, 09.11.10, Titel: Der Weihnachtsmann kauft online ein

Bei Ernst & Young wird ein rekordverdächtiges Weihnachtgeschäft prognostiziert. Für das Internetgeschäft zu Weihnachtenberichtet Christoph Schlautmann im Handelsblatt von erwarteten Steigerungsraten von 17 bis 20 Prozent! Der Einzelhandel würde dabei im Durchschnitt von jedem Euro Umsatz  bereits 13 Cent über das Internet generieren, so viel wie noch nie. Jedenfalls wäre es jetzt die richtige Zeit, Spiele oder Geschenkartikel, die man los werden möchte, bei Ebay einzustellen, um sie pünktlich zu Weihnachten vielleicht sogar gewinnbringend abgeben zu können. Inzwischen hat übrigens auch das mir am nächsten gelegene Shopping-Center schon auf Weihnachtsdeko umgeschwenkt…

Weihnachtsdeko im City-Center Köln-Chorweiler

…nachdem dort am Vortag noch der letzte Cadillac aus dem Privatbesitz von Elvis Presley zu bestaunen war. Zudem trat dabei ein Imitator auf, sodass ich geneigt war, weniger an den Weihnachtsmann zu glauben als: „The King’s not dead!“

Der letzte Caddilacv aus Elvis Besitz im City-Center Köln-Chorweiler

Kann der Dalai Lama Negatives bewirken?

Dienstag, 09. November 2010

Eine Kurzmeldung aus der Welt (der Online-Artikel ist ausführlicher) hat mich doch überrascht: Noch schärfer als im Web-beitrag wird behauptet, der „Dalai-Lama-Effekt“ sei negativ. Die Frage lautet: ist es dem Dalai Lama seiner Wesesnart gemäß überhaupt möglich, Negatives zu bewirken? Oder verhält es sich wie in Platons Dialog Politikos beschrieben, dass ein Arzt bei der Behandlung dem Patienten sogar gegen seinen Willen Schmerzen zufügen muss, um ihn von einer Krankheit zu heilen?

Welt am Sonntag, 07.11.2010: Der negative Dalai-Lama-Effekt

Hintergrund der Meldung ist die Entdeckung von Wirtschaftswissenschaftlern der Universität Göttingen, wonach sich Treffen von Staats- und Regierungschefs mit dem Dalai Lama bneagtiv auf die Wirtschaft des betreffenden Landes auswirken. Demnach sinken nach einem Emfpang des tibetanischen geistlichen Oberhauptes die Exporte des Landes nach China für etwa zwei Jahre im Schnitt um um mehr als acht Prozent! Hierfür haben die Volkswirte Andreas Fuchs und Nils-Hendrik Klann die Exporte aus 159 Ländern nach China untersucht.

Dabei ist seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama von Tibet am 6. Juli 2010 gerade einmal 75 Jahre alt geworden. Ich wünsche ihm in seinem friedfertigen politischen Streben weiterhin gutes Gelingen, Gesundheit und ein langes Leben.

Mein Buch bei Amazon

Sonntag, 07. November 2010

Ein sonntäglicher Hinweis in eigener Sache. Nachdem ich im vergangenen Jahr zusammen mit meiner Mutter ihre Biografie geschrieben und in einer ersten Fassung zum Gegenlesen veröffentlicht hatte, ist nun – nach ausgiebiger Korrespondenz mit zahlreichen Verlagen – die korrigierte und um ein Nachwort ergänzte Fassung beim Verlag Pro BUSINESS in Berlin erschienen. Das Nachwort bezieht sich vor allem auf einen gemeinsamen Ausflug nach Ostfriesland, über den ich ebenfalls hier berichtet habe. Mit enthalten im Verlagsservice ist die Listung bei Amazon, wonach nunmehr – pünktlich zum Weihnachtsgeschäft – mein erstes Buch offiziell mit ISBN-Nummer veröffentlicht ist!

Screenshot von amazon.de zu meinem Buch "Von Ostfriesland an den Bodensee"

Um aus dem Nähkästchen zu plaudern, was es für mich schon ein tolles Gefühl, nach Eingabe der Suchwörter „Ostfriesland“ und „Bodensee“ mein Buch als obersten Treffer (von insgesamt neun) vorzufinden! Das Buch wird zwar vermutlich kein Bestseller werden, dennoch ist es für mich – neben meinem Beruf als freiberuflicher Redakteur ein erster Schritt hin zu weiteren Veröffentlichungen. Darum habe ich nun auch eine eigene Unterseite zur Buchveröffentlichung eingerichtet (auf der Texthilfe-Startseite direkt rechts unterhalb des Suchfeldes), auf der ich das Buch mit Inhaltsverzeichnis, Leseproben und Fototafeln bewerbe sowie bereits weitere Taten ankündige…

Jörg Benner: Von Ostfriesland an den Bodensee, Berlin 2010, Hardcover, 212 Seiten

Leider gelingt es mir derzeit bei weitem noch nicht, alle Ideen für Geschichten und Erzählungen umzusetzen, aber ich gebe mir dafür auch noch etwas Zeit. Das Tagesgeschäft hat nunmal Vorrang und zudem werde ich mit zunehmendem Alter hoffentlich noch mehr innere Ruhe und Fokussiertheit erlangen. In dieser Annahme untertstützt mich die Meldung aus der heutigen Welt am Sonntag von Doris Marszk, wonach der demografische Wandel entscheidende Vorteile bieten kann.

Welt am Sonntag, 07.11.2010, Titel: Entspannt im Alter

Laut Forschern aus der Fachzeitschrift „Psychology and Aging“ werden Menschen mit zunehmendem Alter entspannter und zufriedener. Dadurch würde auch die getreffende Gesellschaft freundlicher und weniger kampfeslustig. Das Zitat von Laura Carstensen von der Stanford Universität lautet: „Wenn Menschen älter werden, sond sie gefühlsmäßig eher im Gleichgewicht und besser in der Lage, auch hochemotionale Proleme zu lösen“. Na also! Glück hat demnach mit dem Bewusstsein der Endlichkeit des Lebens zu tun. Bis dahin würde ich mich über den Erwerb des einen oder anderen Exemplars meines Erstlings sehr freuen!

Neues aus der Tierwelt 21

Samstag, 06. November 2010

Soziale Delfine, unbelehrbare Fledermäuse und ein hochprozentiger Zwergfrosch als Themen dieser Ausgabe der spannenden Neuigkeiten aus dem Reich der Tiere. Dass Delfine soziale Tiere sind, ist schon länger bekannt. Nun aber hat eine Gruppe internationaler Forscher in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS) beschrieben, inwieweit die Gebärfreudigkeit vom Sozialverhalten abhängt.

Kölner Stadt-Anzeiger, 06.11.10, Titel: Soziale Delfine haben mehr Nachwuchs

Die Welt hatte darüber berichtet, nun auch der Kölner Stadt-Anzeiger (online nicht entdeckt), beobachtet wurden demnach 52 Flaschennasendelfine aus einer Meeresbucht im Westzen Australiens. Demnach hatten diejenigen Weibchen die meisten Geburten, die sowohl soziale Kontakte als auch gute genetische Anlagen hatten, während die Dauer der Sozialkontakte dabei keine Rolle spielte. Das soll auch den Männlein und Weiblein unter den Menschen zum Hinweis dienen: Das Zeugen von Kindern kann nur dann erfolgreich verlaufen, wenn zumindest kurzfristig wenigstens ein Sozialkontakt besteht…

Die Welt 04.11.10, Titel: Fledermäuse kapieren es einfach nicht

Ebenso ein Kurzbeitrag aus der Welt über die angeborene Stupidität von Fledermäusen. Sagen wir so: Die Tiere sind trotz ihres hochentwickelten Sonars nicht mit einem Sinn dafür ausgestattet, den Unterschied zwischen einer Wasseroberfläche und einer Metallfläche zu erkennen. Der Schall wird auf gleiche Art reflektiert, daher werden die Tiere immer wieder dabei beobachtet, wie sie an einer Metallfläche trinken möchten.

Das haben Forscher des Max-Plancks-Institut für Ornithologie im oberbayerischen Seewiesen herausgefunden. Ihnen zufolge ist die akustische Wahrnehmung von Wasser bei Fledermäusen angeboren und lässt sich nicht durch andere Sinne überlisten. So ähnlich ist bei mir die Wahrnehmung des Geräuschs eines frisch gezapften Bieresangeboren und lässt sich durch nichts überlisten, nicht einmal durch ein alkoholfreises Bier – „kann ja mal vorkommen!“.

Die Welt, 04.11.10, Titel: Giftiges Fröschlein

Der Ausspruch „Sei kein Frosch!“ erhält durch diese Meldung aus der Welt eine ganz andere Bedeutung. Während üblicherweise der Frosch als ängstliches und zurückhaltendes Wesen gilt, ist diese zurecht als „Giftzwerg“ titulierte Gattung äußerst radikal. Als kleinster Zwergfrosch der Welt wird der kubanische Eleutherodactylus iberia nur so groß wie eine Fliege. Um sich selbst vor Fressfeinden zu schützen, verspeist er vermutlich selbst giftige Tiere und entwickelt dadurch Alkaloide in seiner Haut. Die Neuigkeit von Miguel Vences von der TU Braunschweig aus den „Biology Letters“ bestätigt die Vermutung, dass wer selber immer nur Gift in sich hineinfuttetr, selbst ungeniessbar wird.

Paul II. als Antipapa

Freitag, 05. November 2010

Die Hysterie um den beürhmten Kranken aus dem Sealife-Aquarium Oberhausen, der im vergangenen Sommer trefflich die Sieger der Partien der Fußball-WM vorhersagte, erlebte bei seinem Tod vor wenigen Wochen eine kurze Renaissance. Jetzt übertreiben es die tüchtigen Marketingexperten aber: Klar, dass ein neuer Tintenfisch in das verwaiste Becken einziehen soll, doch muss er gleich „Paul II.“ heißen und ebenso über prophetische Gaben verfügen?

Kölner Stadt-Anzeiger, 04.11.2010, Titel: Das neue Orakel stellt sich vor

Die Schlagzeile aus dem Kölner Stadt-Anzeiger (abweichender Artikel online) trifft das beinahe blasphemische Treiben sehr gut. Ich fürchte, hier soll das Krakenorakel als Gegeninstanz zu geistlichen Oberhäuptern aufgebaut werden, eine Art Gegenpapst zur Beantwortung der letzten Fragen, lateinisch Pseudopapa oder Antipapa. Nicht zu verwechseln mit Antipasta, wofür sich der Krake auch eignete.

Für diese These spricht, dass auch Paul II. (der Krake) aus Südfrankreich stammt, wie die Gegenpäpste in Avignon zwischen 1309 und 1449 (beendet durch das Konstanzer Konzil von 1417). Der historische Paul II. übrigens hieß bürgerlich Pietro Barbo und war wenig später Papst, von 1464-1471. Er war des Lateinischen nicht mächtig und galt als Antihumanist. Das verbindet ihn dann doch wieder mit seinem tierischen Namensvetter von heute.

Winke zu Weihnachten 1

Mittwoch, 03. November 2010

Keine zwei Monate mehr bis zum Fest der Feste, da mehren sich die Anzeichen und Hinweise auf Weihnachten. Nicht immer kommt dabei das christlich verklärte Wintersonnenwendfest als „die schönste Zeit im Jahr“ vor. Der alternative und nicht dezembertaggetreue Adventskalender beginnt mit dieser Meldung der Süddeutschen Zeitung, die sich auf ein Interview mit dem US-Autoren Jonathan Franzen im Focus bezieht:

Süddeutsche Zeitung, 30.10.2010, Ausschnitt: "Obama ist ihr Weihnachtsmann"

Die Äußerung bezieht sich auf überzogene Erwartungen der Amerikaner in Hinblick auf ihren Präsidenten, der sich nun nach der Wahlschlappe auf zwei schwere weitere Regierungsjahre einstellen muss. Der Autor so berühmter Romane wie „Die Korrekturen“ und jüngst „Freiheit“ sah bereits vor dem Wahlgang voraus, dass Barack Obama die Erwartungen seiner Landsleute unmöglich könne. Das hat unter anderem Martin Mißfeldt zu dieser schönen „Speedpainting-Karikatur“ bewogen:

Karikatur von Martin Missfeldt: Barack Obama ist nicht der Weihnachtsmann

Ganz neu ist der Gedanke jedoch nicht: Bereits 2008 hatte der Kolumnist Lew Rockwell „Obama for Santa“ ausgerufen, mit nachfolgendem schönen Bild:

Lew Rockwell: Obama for Santa 2008

Und auf zimbio.com findet sich ebenfalls vom November 2008 dieses passende Bildchen dazu:

Obama Santa at zimbio.com

Zuletzt noch das Entstehungsvideo zur Speedpainting-Karikatur von Martin Mißfeldt:

Halloween-Nacht im Kölner Zoo

Dienstag, 02. November 2010

Kurz entschlossen kam am Reformationstag der Familienausflug zur Halloween-Nacht im Kölner Zoo zustande. Wie in der Ankündigung beschrieben, waren Elefantenpark, Regenwaldhaus, Eulenkloster, Hippodom und Madagaskarhaus geöffnet.

Nächtliches Zooschild, leicht verwackelt

Hinzu kam, dass für diesen Abend ein Kombiticket galt, das den Besuch im Zoo mit zwei Gondelfahrten über den Rhein kombinierte. Also schwebten wir wie Tünnes und Schäl bei Dunkelheit vom rechtsrheinischen Rheinpark zum Zoo hinüber.

Bild von Tünnes und Schäl in der Seilbahn-Gondel über den Rhein

Dioese Entscheidung erwies sich als goldrichtig, denn durch den Kauf der Kombitickets an der Seilbahn blieb uns die Warteschlange an der Kasse erspart. Aber das Gedränge von zum großen teil geschminkten, großen und kleinen Menschen war unfassbar. Allerdings waren bei Dunkelheit nicht viele Tiere zu sehen, dafür war die Dekoration druchgängig sehr aufwändig und großartig.

Beleuchtete Pilze bei Halloween im Kölner Zoo

Überall standen ausgehölte, geschnitzte und von innen beleuchtete Kürbisse, Grablichter oder Leuchtstahler. Zudem lockten neben den üblichen Gatsronomie-Angeboten viele Events wie Livemusik, Feuerspucker, Puppenvorführung, Taschenlampenkonzert, Gruselkabinett, und vieles mehr. Besonders schön einige ausgewählte Dekorationen.

Der zu Halloween stilvoll dekorierte "Elefantenfriedhof" im Kölner Zoo

Aber dann gab es doch auch Tiere zu sehen, zuerst nur schimmernd über dem Wasserspiegel erkennbar…

Schwimmende Flamingos bei Nacht

… dann schon etwas näher dran, einerseits zurückhaltend und andererseits von Neugier aus seiner Steinhöhle getrieben, ein Pinguin.

Ein gut getarnter Pinguin bei Nacht vor seiner Steinhöhle

Die Wartezeiten an den wenigen geöffneten Tierhäusern waren länger als bei Tage, sodass der Besuch des Hippodoms leider ausfallen musste. Schließlich haben wir es dann aber noch ins Elefantenhaus geschafft. Der Anblick (inklusive der Höhlenmalereien des Sprayers von Zürich, Harald Nägeli) war schon fast wieder wie bei Tage.

Eines der Prunkstücke des Kölner Zoss, das Elefantenhaus in der Halloween-Nacht

Insgesamt ein einmaliges Erlebnis, auch in dem Sinne, dass wir es vermutlich nicht noch einmal machen werden. Denn die Preise sind doch sehr happig und das eigentliche „Zoo-Feeling“ gering.

Neues aus der Tierwelt 20

Sonntag, 31. Oktober 2010

Hund, Katze, Affe – lautet dieses Mal die Reihenfolge der kurz verhandelten Neuigkeiten von unseren tierischen Freunden, drei mal inspiriert durch Beiträge in der aktuellen Welt am Sonntag.

Welt am Sonntag, 31.10.10, Titel: Der beißt nicht, der will nur gucken

So zum besten Freund des Menschen: Elke Bodderas berichtet von einer Studie italienischer Forscher, wonach Hundchen ihr Frauchen oder Herrchen offenbar vor allem am Gesicht erkennen (Hunde reagierten verwirrt, wenn das Gesicht des Menschen verhüllt wurde). Das Mienenspiel seines Alphatiers ist für den Hund demnach Bezugspunkt Nummer eins, noch weit vor der Stimme und dem Geruch. Das bedeutet für Hundehalter: es kommt nicht unbedingt auf stimmige Sprüche oder den guten Geruch an, wichtig ist nur, das Gesicht zu wahren.

Welt am Sonntag, 31.10.10, Titel: Was heißt hier miau?

In seinem ausführlichen Welt-Beitrag behandelt Uli Kulke die neuesten Erkentnnisse über die Lautbildungen bei Katzen. Vorangestellt ist allerdings die Hauptthese, dass abgesehen von Lautäußerungen zur Fressenszeit die meisten Miaus kaum zu verstehen sind. Doch es werden drei neue Studien zu Tierlauten angeführt, so vom Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn, die die Tierlaute unterschiedlichster Katzenarten nach den Tonhöhen kategorisiert. Löwen im offenen Terrain haben die tiefsten Stimmen, Dschungelkatzen wie der Leopard die höchsten, nicht vorwiegend in Korrelation zum Körpergewicht.

Eine US-Studie zweier Bioakustiker aus Florida und Oklahoma wandte sich den Energiekosten der Laubtbildung zu:  Der Aufwand legt nahe, Schreie sparsam einzusetzen.  Ein Ornithologe aus dem Washingtoner Zoo schließlich hat Hundelaute näher untersucht und über den Vergleich mit einem Sonagramm geschlussfolgert, dass auch Vögel mit ihrem Gezwitscher nichts anderes betrieben als zu … bellen. Das Versprechen des Untertitels aber, dass sich dem Mensch langsam kläre, was Katzen uns sagen wollen, bleibt der Beitrag leider schuldig

Welt am Sonntag, 31.10.10, Titel: Die Affen, die im Regenwald niesen

Von derselben Quelle wie die erste Geschichte stammt diese Erkenntnis, dass eine neu entdeckte Affenart im Norden Myanmars sich bei Regen meist zurückzieht und den Kopf zwischen die Beine steckt. Der Grund ist allerdings keine Depression, wie sie in der  Menschenweltbei Regen  gelegentlich aufkommen kann, sondern eine anatomische Besonderheit. Der Rhinopithecus strykeri hat große, nach oben gerichtete Nasenlöcher, in die es bei starkem Regen unangenehm hineinregnet.  Dies verleitet sie zu heftigem, andauerndem Niesen. Kaum entdeckt ist diese Gattung der Stumpfnasenaffen auch schom vom Aussterben bedroht – was aber nicht auf daraus resultierenden Erkältungen beruht, sondern darauf, dass Jäger sie aufgrund ihrer Niesattacken einfach finden können.