Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Was wär ich ohne dich…?

Mittwoch, 28. Juli 2010

Der Mutmacher oder – je nach Sichtweise – Angstmacher des Tages – stammt von Forschern der Brigham-Young-University in Provo im US-Bundesstaat Utah: Fehlt Menschen ein soziales Netzwerk, dann ist das ebenso ungesund wie knapp eine Schachtel Zigaretten am Tag oder alkoholabhängig zu sein. Das berichtet die Welt zuerst in Kürze und nun auch ausführlicher.

Die Welt, 27.07.2010, Titel: Soziale Kontakte retten Leben

Davon einmal abgesehen, dass einige sozialen Kontakte nur auf gemeinsamer Alkoholabhängigkeit beruhen, ist der Schaden der fehlenden Sozialkontakte offenbar klar nachzuweisen. Einsamkeit ist demnach doppelt so schädlich wie Übergewicht, ohne dass dabei das eine mit dem anderen zu tun haben müsste. Das soziale Netzwerk stellt für die Lebenserwartung, aber auch für das Risikoprofil gegenüber Krankenkassen somit eine signifikante Größe dar.

Lieber also mit anderen dick befreundet zu sein, als vor lauter Eigenbrödlerei abzumagern. Wobei noch sehr interessant die Folgeuntersuchung wäre, wie die Entwicklung der Einsamkeit (eventuell in Relation zur Entwicklung der menschlichen Paarbildung) aussieht und was die häufigsten Gründe dafür sind. Das Internetverhalten könnte hierbei durchaus auch eine gewichtige Rolle spielen.

When you’re in love with a beautiful woman…

Sonntag, 25. Juli 2010

Eine Erkenntnis, die lange der wissenschaftlichen Bestätigungharren musste – jetzt ist es endlich belegt durch eine Untersuchung  von Psychologen der Universität Valencia, wie die Welt unter Berufung auf die Apotheken-Umschau berichtet:

Die Welt, 24.07.2010, Titel: Schöne Frauen stressen

Benötigt wurde für das Erlangen dieser Erkenntnis ein Versuchsaufbau wie folgt: (beinahe) ahnungslose Probanden sollten Sudokus lösen, während eine attarktive Frau und ein Mann im selben Raum sitzen. Sobald der Mann nun den Raum verlässt und der Proband mit einer schönen Frau alleine ist, schnellt sein Cortisolspoiegel hoch, das Stresshormon setzt den armen Mann unter Druck. Vermutlich bekommt er die Zahlenquadrate nicht mehr in den Griff. Vermutluch sind sie ihm plötzlich sogar egal.

Dieser nun wissenschaftlich untermauerte Sachverhalt, dass schöne Frauen Männer unter Druck setzen, findet natürlich einerseits einen sehr schönen Ausdruck in dem bekannten, titelgebenden Song von Dr. Hook (s.u.). Andererseits verdeutlicht das auch die Schwierigkeiten, die Frauen und Männer aufgrund dieses Umstands bei der Kontaktaufnahme haben können. Er traut sich häufig nicht sie anzusprechen, weil er schon zuvor gestresst ist (allerdings hat sich seine Aufmerksamkeit deutlich evrschoben – kurz, er ist dann ein ganz bedauernswerter Zeitgenosse). Sie hingegen muss klug abwägen, welcher Mann diesem Stress überhaupt gewachsen.

Neues aus der Tierwelt 11

Samstag, 10. Juli 2010

Fliegende Haie, unverwechselbare Wale und aus der Einsamkeit gerettete Plattentiere sind die Themen dieser Ausgabe bunter Meldungen aus der Unterwasser-Tierwelt.

Die Welt, 09.07.10, Titel: Warum der weiße Hai fliegt

Zwei Überraschungen auf einmal! Zuerst: Ich wusste gar nicht, dass der weiße Hai fliegt, ich dachte immer, er würde schwimmen. Dann ist im Welt-Artikel aus dieser Woche (mit anschaulichem Bild) auch noch die Erklärung angekündigt, die sich allerdings mit der Unterzeile erschöpft: „Bei ihrer Jagd können die Raubfische so stark beschleunigen, dass sie aus dem Wasser herausschießen“. Im Text selbst ist dann nochmals davon die Rede, dass sie eine hohe Geschwindigkeit benötigen, um ihre bis zu 1.500 Kilogramm aus dem Wasser heraus zu wuchten. Die Erklärung, warum sie das tun, bleibt der interessante Artikel jedoch schuldig.

Die Welt, 10.07.10, Titel: Jeder Wal hat seine Stimme

Entschudligung, aber zu dieser Kurzmeldung aus der Welt müssen einfach die Kalauer fallen: Das ist sein gutes Wal-Recht! Und nicht nur das, sondern auch beim Wal zählt jede Stimme, ganz gleich ob bei Partnerwal, Damenwal oder Bundespräsidentenwal. Aber mal im Ernst, wird ein Affen-Forscher  nach langer Beschäftigung mit einer bestimmten Population nicht auch feststellen, dass jeder Gorilla seine eigene Stimme hat? Entscheidend ist schließlich nicht, dass wir die Stimmen auseinanderhalten können, sondern was sich die Tiere mitzuteilen haben. Dennoch interessant, dass die Stimmen von Pottwalen von der Kopfform abhängen und diese sich ebeno wie die Flossenform bei jedem Tier unterscheiden.

Die Welt, 10.07.10, Titel: Plattentier ist nicht mehr allein

Um eines vorwneweg klar zu stellen: Es handelt sich bei dieser Meldung (ebenfalls aus der Welt) nicht um Plattenbauten, sondern um Plattentiere, die am einfachsten gebauten vielzelligen Tiere der Welt. Leider sind sie nur wenige Millimeter groß, sodass sie sicher sehr unbedeutend und verloren vorkommen. Doch nun haben Forscher der Tierärzltichen Hochschule Hannover in verschiedenen Meeren mehrere Arten der Plattentiere entdeckt, von denen bsiher nur eine Art bekannt war. Da lassen wir uns beruhigt noch einmal die poetische Überschrift auf der Zunge zergehen: „Plattentier ist nicht mehr allein“. Danke!

Ohne Modell keine Erlöse

Montag, 05. Juli 2010

Das Medienmagazin des Deutschen Journlisten-Verbandes, der Journalist, macht in seiner Juli-Ausgabe mit einer langen Geschichte über Bezahlinhalte im Internet auf. Olaf Wittstrock und Franziska Stumpf thematisieren die betriebsame Ratlosigkeit vieler Zeitungsverlage, wenn es darum geht, ein klares und nachvollziehbares Erlösmodell für qualitätiv wertvolle Online-Artikel umzusetzen.

Der Journalist, 07-2010, Titel: Gefangenen-Dilemma 2.0

Problematisch ist sicherlich sowohl ein Ansatz, für iPhone-Apps (etwa für Bild oder Welt) zu zahlen, wäöhrend es die meisten Artikel parallel dazu im Internet noch umsonst gibt. Der alternative Weg aus dem Hause Axel Springer, für bestimmte Inhalte von Berliner Morgenpost und Hamburger Abendblatt zahlen zu müssen, für andere dagegen nicht, wird nur dann gelingen, wenn ganz klar ist, welche Inhalte eine Investition wert sind.

Denn bisher ist es eine Mehrheit an Lesern noch nicht gewohnt, für Text-Inhalte im Internet Geld hinzulegen. Die neuen Medien (wie Apples Endgeräte) geben einen guten Anlass, diese „Verhaltensweisen aufzubrechen“, wenn nur die Verpackung stimmt. Dabei zitieren die Autoren Susanne Fittkau von der Hamburger Unternehmensberatung Fittkau & Maaß, die im Rahmen ihres W3B-Reoports Paid Content 2010 untersucht hat, und Stephan Russ-Mohl, Journlismus-Professor an der Universität Lugano, der den Begriff des „Gefangenendilemmas“ ins Spiel bringt.

Der Journalist, 07-2010, Titel: Ist es das wert?

Seiner Ansicht nach wird sich Paid Content als allgemeines Prinzip nur dann durchsetzen, wenn die kleinen Verlage den großen Vorreitern (wie Rupert Murdoch mit dem Wall Street Journal, die New York Times und die Financial Times) nachfolgen. Ansonsten wwäre das verheerende Signal (in meinen Worten): Was nix kostet, taugt auch nix! Dabei steht außer Frage, dass Agenturmeldungen, wie sie heutigentags bereits jedes Portal verbreitet, nicht kostenpflichtig werden sollten. Wohl aber exklusive, gut recherchierte Stories sowie Hintergrund- und Fachbeiträge, die auf ein ganz bestimmtes Publikum abzielen.

Diese Leser sind meist weit eher bereit, für ihre Wunschinhalte Geld hinzulegen (am liebsten übrigens im Abonnement). Allerdings tut sich hier das nächste Dilemma auf: Denn je weniger Menschen sich für die speziellen Inhalte interesseiren, um so weniger lässt sich dazu auch Werbung verkaufen. Zudem möchten sie bei den gekauften Inhalten (wie im Bezahlfernsehen) dann doch bitteschön auf Werbung verzichten. Unter all diesen Unwägbarkeiten erweist sich die Suche nach dem angemessenen Bezahlmodell als sehr schwierig.

Die Schlagworte lauten „Freemium“ (frei zugängliche Lockangebote führen zu kostenpflichtigen), „Metered Payment“ (eine gewisse Textmenge ist gratis, Kosten fallen danach je nach Menge an) und „Online Kioske“ (eine Plattform für die Inhalte möglichst vieler, auch konkurriender Anbeiter). Gegebenenfalls leuchtet den Mitbewerbern irgendwann ein, dass sie nur in Kooperation erfolgreich gegen die heute noch dominierenden Gratis-Mentalität angehen können. Einen solchen Online Kiosk plant nun aktuell Bertelsmann mit seinen Töchtern Gruner + Jahr und der DirectGroup, angeblich aber auch Axel Springer und der Spiegel-Verlag zusammen mit der Telekom. Eine Alternative hierzu sind Spenden, wie sie etwa bei der taz über flattr funktionieren. Das Prinzip: Kunden zahlen so viel wie sie bereit sind, auf neudeutsch „Thank You Economy“.

Auf einer Doppelseite stellt Christian Jakubetz die wichtigsten Modelle für Einnahmenquellen im Internet vor, von flattr über Google Adsense und PayPal, bis hin zu kachingle, Scribd und SPREDDER. Im Gegensatz zum kostenpflichtigen E-Paper des „Journalist“ gibt es diese Darstellung übrigens sogar umsonst im Netz.

Mitesser ausdrücklich erwünscht

Sonntag, 04. Juli 2010

Obwohl bei der aktuellen Hitze  viel zu trinken das oberste Gebot ist, geht doch wenig über ein geselliges Zusammensein bei einem ausgewogenen Menü – gerne über mehrere Gänge mit kleinen Portionen. Dass das ankommt, belegen nicht nur zahlreiche Fernsehsendungen (die sich die Singles zu Hause alleine zum Fastfood vor der Glotze reinziehen). In einem neuen Portal werden nun Menschen wie Du und ich dazu aufgefordert und angehalten, wieder mehr miteinander zu essen. Markus Henssler und Jörg Zimmermann haben einen entsprechenden Internet-Vermittlungsdienst gegründet, dessen Nutzung kostenlos ist.

Screenshot der Internetseite

Der nach Angaben der Begründer erste Dienst seiner Art setzt bei der Tatsache an, dass immer mehr Menschen alleine leben und essen, dass Freunde immer stärker einen Ersatz für schrumpfende oder fehlende Familienbande bieten. Als „soziales Netzwerk zum Essen und Kochen“  bieten sie die technische Plattform, die es ermöglicht, entweder ein Essen für mehrere anzubieten oder sich als Gast zu einem solchen Essen anzumelden. Die Auswahl der Gäste erfolgt gemäß einer angegebenen Altersspanne und den Angaben von Interessensgebieten.

Ein sechsminütiger Filmbericht im SWR-Fernsehen belegt, dass das Ganze funktioniert. Die Anmeldung und Nutzung erfolgt mittels Namen und Passwort, dann fehlen nur noch ein gutes Rezept, ein höfliches Verhalten als Gast und gemeinsamer, gesunder Appetit. Mit dem gleichnamigen Sketch von Badesalz hat der Ansatz übrigens wenig gemein, wie hier zu sehen ist.

Das Tintenfisch-Orakel von Oberhausen…

Freitag, 02. Juli 2010

… und andere Vorhersagen zum morgigen Fußball-WM-Viertelfinale Deustchland gegen Argentinien sehen die deutsche Mannschaft vorne. Nachdem heute die Niederlande bereits Brasilien ausgeschaltet haben, wäre damit auch die europäische Quote wieder gerettet. Und einem möglichen Endspiel Deutschland-Niederlande stünde nicht mehr viel im Weg.

Um aber auf den Titenfisch Paul zurückzukommen, der im Sea Life Center Oberhausen durch die Wahl der Futterbox zuverlässig die Sieger aus den Deutschland-Spielen tippt, hier ist seine Prognose:

Übrigens hat die Tierschutzorganisation Peta im Sog der Aufmerksamkeit für die Krake nun darum gebeten, das Tier solle  in einem Nationalpark in Südfrankreich in die freiheit entlassen werden. Angeblich hat das Sea Life Center bereits Zustimmung signalisiert.

Abgesehen davon hat auch die PC Welt eine exklusive Vorhersage für das Spiel erarbeitet – per Klicken durch die Einzelkritiken wird deutlich, dass Deutschland durch ein 3:2 in der 90. Minute vor der Verlängerung siegt. Kleines Manko beim Vorbericht. Im Finale kann es nun ja nicht mehr gegen Brasilien gehen… Auch „Newsblitz“ hat das Spiel über EASports per Simulation prognostiziert (samt Videobericht) und sagt dabei einen 2:0-Sieg für Deutschland voraus. Tja, da hilft dann doch nur abwarten..

Neues aus der Tierwelt 10

Donnerstag, 24. Juni 2010

Entlarvte Läuse, vorsorgende Barsche und aggressive Schimpansen in dieser Ausgabe der Sammlung neuer, popularwissenschaftlicher Erkenntnisse aus dem Reich der Tiere.

Di e Welt, 22.06.2010, Titel: Wie die Laus in die Hose kroch

Der Titel des Welt-Artikels verspricht mehr als er hält. Immerhin haben Forscher aus 28 Institutionen weltweit gemeinsam das Genom der Körperlaus entschlüsselt, weit kleiner als das Genom jedes anderen bisher sequenzierten Insektenerbguts. Das soll nun in Zukunft ermöglichen zu verstehen seit wann das Tier beim Menschen Blut saugt und eventuell sogar, seit wann  Menschen Kleidung tragen.

Süddeutsche Zeitung, 18.06.2010, Titel: Fische als Gärtner

Fast noch spannender und überraschender der Beitrag von Henning Pulss in der Süddeutschen Zeitung, dass Riffbarsche unter dem Meeresspiegel Algen kultivieren. Das haben japanische Forscher über weite Gebiete im Indischen und im Pazifischen Ozean berichtet. Hierbei handelt es sich -Vorsicht, Spitzfindigkeit – nicht um eine Symbiose, sondern um einen Mutualismus, und zwar einen der ersten im maritimen Bereich beobachteten. Nicht nur, dass die Tiere die Algen hegen und pflegen, sondern sie verteidigen auch die bewirtschafteten Unterwasserflächen gegen andere Pflanzenfresser.

Die Welt, 22.06.2010, Totel: Affen töten für ihr Land

Noch drastischer als Riffbarsche gehen laut Welt-Artikel Schimpansen gegen Futterneider vor. Das haben Forscher der Universität Michigan nach jahrelangen Studien in Uganda herausgefunden. Demnach hätten so genannte Patrouillen männlicher Affen einer Gruppe innerhalb von zehn Jahren 21 Schimpnasen anderer Familiengruppen getötet, um anschließend Teile des Territoriums der getöteten Tiere zu übernehmen. „No blood for bananas“, möchte man da rufen, muss sich dann aber klar machen, tja, so ein Affe ist eben auch nur ein Mensch…

Gender-Forschung in der Dämmerung

Dienstag, 22. Juni 2010

Die Welt, 19.06.2010, Lady Gaga, Westerwelle und der lesbische Phallus

Welche Überschrift eines Artikels von Andreas Rosenfelder im Feuilleton der Welt am vergangenen Wochenende! Im Gespräch mit der Philosophin und Gender-Forscherin Judith Butler, als Popstar des Denkens bezeichnet, lernt er auf eine weit angenehmere Person kennen als befürchtet. Im flüssigen Deutsch berichtet sie ihm von ihren Erfahrungen 1979 als Studentin in Heidelberg. Er schreibt: „Das Nachtleben mit seinen Extremen diente ihr immer als Gegenpol zur Welt der Thesen“. Eine Beobachtung aus dem Wissenschaftsbetrieb, die für mich vertraut klingt. 

Die Welt, 19.06.2010, Vorspann: Lady Gaga, Westerwelle und der lesbische Phallusb

Anlass des Besuchs in Berlin ist für Judith Butler die Teilnahme an einer Diskussion an der Volksbühne und die Entgegennahme eines Zivilcouragepreises beim Christopher Street Day. Von Zwängen in Bezug auf ihr Werk aus den 1990er Jahren „Das Unbehagen der Geschlechter“ keine Spur. Um auf die Überschrift zurückzukommen, so hält Judith Butler Lady Gaga als Ausdruck von Querness für verfehlt und bewertet den Umstand, dass Guido Westerwelle als Homosexueller deutscher Außenminister ist, als eine Ablenkung von nach wie vor bestehender Diskrimierung, die nach wie vor oft Grund zum Unbehagen geben kann.

Sehr sympathisch, dass sie dem Autor gegenüber lachend gesteht, ihr eigenes Vokabular (der „lebische Phallus“, das „morphologische Imaginäre“ oder die „phallogozentrische Ordnung“) sei ihr auch schon auf die Nerven gegangen. Vermutlich meist zu Zeiten, wenn es Nacht wurde. Bemerkenswert auch der Hinweis Andreas Rosenfelders auf Hegels Satz: „Die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug.“ (aus der Vorrede zur Rechtsphilosophie). Gemeint ist damit jedoch weniger, dass sich die Philosophin /der Philosoph erst abends zur Erkenntnis durchringt (wenn auch von Hegel rotweinselige Abende berichtet werden), sonder eher, dass die Philosophie Zeitläufe erst dann zutreffend analysieren könne, wenn sie abgeschlossen sind, sprich dass sie Erkenntnisse immer erst liefere, wenn es bereits zu spät ist, darauf Einfluss zu nehmen. Ein grundlegendes Dilemma, nicht nur in der Gender-Forschung und nicht nur in der Dämmerung.

Harald Naegeli beehrt Kölns größte Tiere

Montag, 21. Juni 2010

Harald – wer? Harald – da war doch mal was? Harald Naegeli? – Na klar, der Sprayer von Zürich, ist mir aus den späten 1970er Jahren noch ein Begriff. Derjenige Spraykünstler, der den Strich zur Kunstform erhoben hat und nicht mit großflächigen Buchstaben für sich werben musste. Er stanmd jedoch in ähnlicher Weise wie die jugendlichen „Bandensprayer“ im Konflikt mit dem Gesetz, denn im beschaulichen Zürich hatte man auch für gehobene Kunstformen an Häuserwänden nicht viel übrig.

Kölner Stadt-Anzeiger, 18.06.10, Titel: Schräge Tiere mit dünnen Beinen

Nun aber tritt er auf Bestellung in Aktion, wie der Kölner Stadt-Anzeiger am vergangenen Wochenende berichtete. Im neuen Elefantenhaus brachte er an Höhlenmalereien erinnernde Graffitis auf, die auf dem Foto sogar von einem Dickhäuter respektvoll betrachtet werden. Die Aktion fand im Zusammenhang mit einer Vernissage im Tropenhaus Regenwald des mittlerweile weltbekannten Künstlers statt. Die Ausstellung ist während der Zoo-Öffnungszeiten noch bis Ende Juli zu sehen.

Allerdings gibt es auch in Zürich noch einige Stellen, an denen original „Naegelis“ an Hauswänden zu sehen sind, die heute nach Angaben von zueri-graffiti.ch sogar bereits teilweise mit Plexiglasscheiben geschützt werden (siehe ca. 5. Bilderreihe). Die Betreiber dieser Seite rufen dazu auf, die verbliebenen Originale auf Zürichs Straßen jetzt zu schützen, denn „schon bald“ werde „ein Run auf die noch existierenden Nägeli-Graffitis einsetzen“.

Musik hilft über die Niederlage

Freitag, 18. Juni 2010

Das war dann wohl nix, das zweite Gruppenspiel der Deutschen Fußball-Nationalelf gegen Serbien. Obwohl sie einigermaßen gut gespielt haben und beide Teams einige gute Torchancen hatten, unterlagen die Deutschen zu zehnt mit 0:1. Aber den Handelfmeter hätte Poldi eben einfach verwandeln müssen. 1974 hatte die BRD in der Vorrunde gegen die DDR verloren, alelrdings erst im dritten Gruppenspiel. Nun gibt es eben ein echtes Gruppenendspiel gegen Ghana. Vielleicht helfen über den Frust ja ein paar der am häufigsten gehörten Stücke hinweg, wie zum Beispiel „Gimme hope, Joachim“ von der Kölner a Capella-Band Basta:

 

Oder das unverdrossene „Waving Flag“ von K’naan, der offizielle FIFA-World Cup Song:

Dann noch das unvermeidliche „Waka waka – this time for africa“ von Shakira von der Kick Off-Feier am Vorabend der WM-Eröffnung.

Im ZDF dagegen läuft zwischen den WM-Berichten immer der Refrain der Hymne „Marching on“ von One Republic, einigermaßen ermutigend auch gerade für die Deutschen Kicker:

Zu guter Letzt das Video der Lena-Trittbettfahrer von „Uwu Lena“ mit dem drolligen Kürzel „Schland“.