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Sozial verantwortlich von Hause aus

Freitag, 03. September 2010

Vortrag von Norbert Minwegen, Leiter Unternehmenskommunikation der Sparkasse Köln-Bonn, beim CSR-Frühstück der IHK Bonn/Rhein-Sieg und der Agentur Bonne Nouvelle im LVR-Landesmuseum. Die Veranstaltungsreihe bei wechselnden Gastgebern (aufgrund von Umbauten dieses Mal im hoch interessanten Museum des Landeschaftsverbandes Rheinland) eröffnet Einblicke in das Selbstverständnis und die soziale Einbindung unterschiedlichster Unternehmen.

Logo der IHK Bonn/Rhein-Sieg

Norbert Minwegen fürhte aus, dass bereits bei Gründung des Instituts durch die Stadt Köln 1844 seine Zwecke unter anderem darin lagen „Ordnung, Mäßigkeit und Sparsamkeit zu befördern“, allerdings vor dem historischen Hintergrund damals tätiger Wucherer. Dennoch veranlasste ihn dieser Umstand davon zu sprechen, dass „Fördern in der Natur der Sparkasse“ liege und sie daher bereits seit 184 Jahren CSR betreibe.

Auch heute ist der Hauptzweck der Sparkassen nicht die Gewinnmaximierung im Sinne des Shareholder Values, sondern kurz gefasst die Förderung des verantwortlichen Umgangs mit Geld. Insofern zählt Norbert Minwegen auch ein spezielles Beraterteam, das er die „Vorhut der Insol­venz-Verwalter“ nennt, zum CSR der SKKB. Diese Spezialisten wenden sich an mittelständische Kunden, die aufgrund mittelfristiger Kontobe­wegungen auf eine Insolvenz zusteuern. In 85 % aller Fälle gelänge es ihnen zum Vorteil für alle Beteiligten die Insolvenz abzuwenden.

Die wesentlichen Bereiche der im engeren Sinne der CSR betrachteten Fördertätigkeiten sind Kultur (ca. 64 %), Sport (11 %), Bildung und Arbeit (10 %), Soziales (9 %) sowie Umwelt und Sonstiges (6 %). Hierfür gab das Haus 2009 eine Summe von 12,4 Millionen Euro aus, nach 12,1 Millionen Euro 2008. Diese Summen sind bedingt durch die Finanzkrise deutlich geringer als in den Vorjahren. Zum Vergleich: 2003 gaben die damals noch getrennten Häuser 9,0 Millionen Euro (Köln) und 2,0 Millionen Euro (Bonn) aus, 2004 lagen diese Summen bereits bei 12,1 und 3,4 Millionen Euro. Nach der Fusion stiegen diese Förderausgaben weiter auf 17,5 Millionen Euro 2005, beliefen sich auf 16,2 Millionen Euro 2006 und erreichten ihr zwischenzeitliches Maximum mit 17,7 Millionen Euro 2007.

Logo der Sparkasse Köln-Bonn

Daneben sorgten Zertifizierungen, gefordert sowohl intern als auch von externen Dienstleistungspartnern, dafür, dass das Unternehmen in allen seinen Geschäftsabläufen möglichst verantwortlich, umweltschonend und nachhaltig agiere. Grundsätzlich orientieren sich Sparkassen an den gemeinsam erarbeiteten so genannten Bochumer Leitlinien, zusammengefasst mit den Stichworten „Fair, neutral, nah“. Im Folgenden nannte Norbert Minwegen viele Bei­spiele von regelmäßig geförderten Kulturveranstaltungen, Sportvereinen und sozialen Vereinen.

Das soziale Engagement zeige sich auch im Umgang mit den Mitarbeiter: Auszubildende werden einen Tag im Jahr für ein soziales Projekt frei­gestellt, zudem dürfen sie nach einmonatiger Vorbereitung eine Woche lang eine Filiale weitgehend eigenverantwortlich leiten. Mitarbeiter gingen in Suppenküchen, um dort auszuhelfen. Soziale (außerberuf­liche) Projekte von Sparkassen-Mitarbeiter würden wohlwollend geprüft. So habe sich ein früheres Vorstandsmitglied mit 7 Bypässen sehr stark für Defibrilatoren eingesetzt, die mittlerweile im Vorraum jeder Filiale in Köln zu finden seien.

Allerdings lässt sich die Sparkasse bei den Prüfungskriterien keine Klüngelei nachsagen: „Die heftigste Vetternwirtschaft, die man sich bei einer Sparkasse vorstellen kann, liegt hinter uns.“, erklärte Minwegen, man sei aktuell noch damit beschäftigt aufzuräumen. Entscheidend für die neue, meist nur temporäre Förderung von Projekten seien klare Kriterien, nicht zuletzt durch Vorstandsbeschluss, respektive durch Verwaltungsräte, die mit in Stiftungsgremien sitzen.

Insgesamt betreibt die Sparkasse Köln-Bonn zehn Stiftungen mit einem Gesamtkapital von 92 Millionen Euro. Viele dieser Stiftungen, wurde bemängelt, seien nicht als der Sparkasse Köln-Bonn zugehörig zu erkennen. Daher arbeite man derzeit an einer großen übergreifenden Stiftungsholding. Beim Kölner und Bonner Stiftungstag würden reiche Menschen dazu angeregt, ihr Kapital vor oder nach dem Lebensende in eine Stiftung einzubringen.

Logo des Landschaftsverbandes Rheinland

Kurzfristige Förderungen, abseits der traditionellen Verbindungen, läuft nach dem Motto: „Helfen, wo es nötig ist“. Demnach könnten Sportvereine Zuschüsse für Geräte beantragen, allerdings nicht so, dass der Verein von dieser Förderung abhängig werden könnte. D.h. nach spätestens drei Jahren werden wieder andere Vereine berücksichtigt. Weitere Beispiele aktueller Hilfe waren nach dem Kölner Archiveinsturz zur Verfügung gestellte Lotterie-Erlöse aus dem so genannten PS-Sparen oder schnelle Hilfe nach dem Dacheinsturz des Bonner Albert Schweitzer-Tierheims. Im Bereich Bildung und Arbeit engagiert sich die SKKB unter anderem für NUK, Neues Unternehmertum Rheinland e.V., wo Businesspläne geprüft würden, beim Netzwerk für Gründer ab 40 und bei Bonn Soir, dem Mittelstandsnetzwerk Bonn-Rhein-Sieg e.V.

Neues aus der Tierwelt 13

Mittwoch, 01. September 2010

Bekiffte Bären, antibiotische Frösche und Hyänen als Sozialprofiteure – wenn das mal keine Topp-Themen sind!? Dass Hyänen sich innerhalb ihres Rudels bestimmt nicht nur zum Spaß unterordnen, sondern dass diese Rangordnung sowohl Bedingungen als auch Auswirkungen hat, war zu vermuten. Weniger bekannt dürfte schon sein, dass die Tüfelhyänen des Ngorongorokraters in Tansania in einem Matriarchat mit Damenwahl leben, wie uns ein Artikel von Pia Heinemann aus der Welt verrät.

Die Welt, 24.08.2010, Titel: Hyänen profitieren vom sozialen Status

Wissenschaftler vom Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin haben in „Nature Communications“ darüber berichtet, dass sich der Sozialstatus der Weibchen auf den Lebenslauf der von ihnen geworfenen männlichen Jungen auswirkt. Junge Tüpfelhyänen sozial höhergestellter Mütter wachsen demnach schneller und haben einen größeren Fortpflanzungserfolg als ihre gleichaltrigen Artgenossen. Es ließe sich hier vielleciht sogar von adligem Verhalten sprechen, denn nur diejenigen Männchen, die von den Muttertieren ein zurückhaltend Benehmen gelehrt bekommern, bringen es so weit.

Welt am Sonntag, 29.08.2010, Titel: Froschhaut enthält antibiotische Wirkstoffe

Frösche können nicht nur im Märchen die Bringer eines goldenen Balles und des persönlichen Glückes sein, sondern realiter auch die Gesundheit bringen. Biochemiker der United Arab Emirates University haben –  laut einem WamS-Bericht – jüngst bei rund 600 Froscharten mehr als 100 unterschiedliche antibiotische Substanzen festgestellt, womit sogar gegen bisher bekannte Antibiotika immune Bakterien bekämpft werden könnten. Vielleicht hatte Homer Simpson also auch deshalb einen Frosch geleckt? Aber nein, dabei handelte es sich vermutlich um die Aga-Kröte, die das leicht halluzinogene Bufotenin an der Haut absondert.

Die Welt, 21.08.2010: Bekiffte Bären bewachen Cannabis-Plantage

Womit wir bei den Bären wären, die als Bewacher einer Cannabis-Plantage bei Vancouver nicht gut einsetzbar waren. Vermutlich wurden die Schwarzbären, Waschbären und Schweine von den Grasanbauern mit Hundefutter angelockt, damit sie Posten beziehen und keine Fremden die Hanfplantage entdecken sollten. Die Polizei entdeckte laut Welt-Beitrag dennoch das Anbaufeld mit rund 2.300 Pflanzen im Wert von rund einer Million kanadischer Dollar – und hatte mit den bekifften Tieren so überhaupt keine Not. Sie waren ausgesprochen friedlich und wenig angsteinflößend. – Wie es in einem weiteren Artikel hieß, setzen sich Tierschützer nun dafür ein, dass die unschuldigen Tiere vor dem Abschuss gerettet werden.

Ferien vom Netz

Freitag, 13. August 2010

Die kommende Abstinenz von gut zehn Tagen in der zweiten Augusthälfte hat weniger etwas mit digitalem Fasten zu tun als vielmehr mit dem ganz realen Abspannen vom Alltag. Mit anderen Worten: Ich mache ganz real Urlaub! Mal sehen, wie erholsam es wird. Ich freu mich jedenfalls riesig und hoffe, dass einige meiner Leser ab Ende August wieder reglmäßig vorbeischauen.

Bis dahin ein kleines Schmankerl aus der Fimwelt mit Jacques Tati aus dem Jahr 1953, auf deutsch offenbar erst 1961: „Die Ferien des Monsieur Hulot“

Neues aus der Tierwelt 12

Dienstag, 10. August 2010

Affen sind auch nur Menschen – oder: „Der Mensch denkt – der Schwamm lenkt“ – die möglichen Überschriften für diese Ausgabe kurioser Meldungen aus der Fauna.

Kölner Stadt-Anzeiger, 07.08.10, Titel: Affen haben Sinn für Humor

Grund zum Lachen wird es bei Affen mehr als genug geben: Immerhin äffen sie sich laufend nach, kitzeln sich beim gegenseitigen Lausen und machen andauernd so blöde Grimassen, dass, was ein echter Affe ist, wohl kaum an sich halten kann. In der Tat ist laut Beitrag im Kölner Stadt-Anzeiger wirklich bei Kitzeln äffisches Lachen angezeigt, wie Tierpsychologe Frans de Waal erklärt. Allerdings verhält es sich auch bei den Primaten so wie bei uns menschen: jeder hat inen anderen Sinn für Humor und macnhmal lachen wir auch über dinge, die überhaupt nicht komisch sind. Wie zum Beispiel eventuell darüber:

Kölner Stadt-Anzeiger, 07.08.10, Titel: Orang-Utans leben energiesparend

Was selten dämlich klingt – Der Dschungel als Energiesparwohnzone? – Leben im Klimaschutzprojekt? – basiert auf der Erkenntnis von Forschern der Washington Universität in St. Louis. Sie haben den täglichen Energieverbrauch von vier Orang-Utans in einem freigehege kontrolliert und ehrausgefunden, dass die Tiere im verhältnis zu ihrer Kürpergröße weniger Energie als fast jedes andere Säugetier verbrauchen – sogar weniger als menschliche Couchpotatoes. Als Grund wird der Futtermangel in ihrer Heimat, dem südostasiatischen Regenwald, vermutet. Selbst da machen uns die Affen also noch was vor.

Die Welt, 07.08.2010, Titel: Der Schwamm in uns

Dass wir Menschen uns auch ansonsten kaum von der übrigen Tierwelt unterscheiden, belegen neue Studien über das Erbgut des Schwammes, das einer neuen Studie zufolge serh ähnloich aufgebaut ist wie das viel höher entwickelter Tiere. Das hat laut Welt-Beitrag ein internationales Forscherteam unter Göttinger Beteiligung herausgefunden. Demnach hat das Genom des Hiornkieselschwamms im azustralischen Great Barrier reef eine „erstaunliche Ähnlichkeit“ mit dem komplexerer Tiere, sogar mit dem von Säugetieren. Untersucht wird nun, ob es einen „universellen Vorfahren“ aller Tiere gegeben haben könnte. Vielleicht sind die Geschichten von Spongebob Schwammkopf also keine Erfindung!?

Drei Horizontalen aus Heilbronn

Montag, 09. August 2010

Um den offiziellen Nachberichten noch ein paar persönliche Eindrücke nachfolgen zu lassen: Ich war schon schwer beeindruckt von dem großen Frisbeesportfest der Jugend bei der WJUC2010 in Heilbronn! Das begann natürlich bei der Menge der fast 800 Spielerinnen und Spieler aus aller Welt, zog sich über die friedlichen und doch ausgelassenen Feiern und ging bis zu den Leistungen auf den Spielfeldern. Nicht minder beeindruckt war ich von der Organisation.

Sehr bemerkenswert fand ich auch, wie die deutschen Junioren vor jedem Spiel mit den schwarz-rot-goldenen Frisuren aufgereiht Arm in Arm standen und gemeinsam die  Nationalhymne sangen!

Das deutsche Junior Open Ultimate-Team singt die Nationalhymne vor dem Halbfinale gegen Kanada bei der WJUC2010

Eine zweite Horizontale, die mich schwer beeindruckte, war nach dem Juniorinnen-Finale zwischen Kanada und Kolumbien, wie die temperamentvoll ausgelassen feiernden Siegerinnen aus Kolumbien anschließend sich mit den Kanadierinnen der Reihe nach umarmten. Synchron schritt die Zeremonie von Spielerin zu Spielerin voran: eine sehr emotionale Geste der beiden Teams, die von tiefem Respekt und gegenseitiger Anerkennung zeugt.

Umarmungen zwischen den Juniorinnen aus Kanada und Kolumbien

In seienr Abschlussrede hob Piers Truter vom WFDF Ultimate Event-Komittee den das Turnier beherrschenden Spirit hervor,  der bei den allermeisten Partien sehr deutlich zu spüren war – trotz Adrenalins und wettbewerbsorientierten Spielens (immerhin ging es um die Junioren-Weltmeister- und die U17-Europameistertitel)!

Die Juniorinnen aus Kolumbien können ihr Glück über den WM-Sieg noch nicht fassen

Die dritte Horizontale der Kolumbianierinnen beweist, dass die spiel- und gesangsstarken  Südamerikanerinnen auch die Ernsthaftigkeit mitbrachten, sich anschließend beim Publikum für die tolle Atmosphäre zu bedanken. Von den Polizei-Sondereinsätzen, die wegen der Anwesenheit israelischer Sportler gefahren wurden, war im Übrigen nicht viel zu sehen. besonders schön, dass der Junior Open-Spiritpreis an das israelische Team ging, während bei den Juniorinnen den Kolumbianerinnen der Doppelsieg gelang, ebenso wie den deutschen Mädchen in der U17-Division weiblich.

Die Tribüne des Frankenstadions mit DFV-Präsident Volker Schlechter, Bürgermeister Hayek und dem Käthchen

Das Bild von der Tribüne lässt nur erahnen, wieviele Menschen aus der Region da waren, um die Junioren-Weltmeisterschaften und U17-Europameiterschaften im Ultimate Frisbee zu sehen: täglich mehr als 2.000, am Finaltag bestimmt 3- bis 4.000. Insgesamt besuchten die Topspiele und die Finale nach Veranstalterangaben mehr als 20.000 Zuschauer!

Die Guggemusik der Güglinger Gassafäger sorgte für Stimmung

Bei der Schlussfeier gab es denn auch „regionale Spezialitäten“ zu sehen: Die „Güglinger Gassafäger“ mit Guggemusik und Jochen Schleicher, einen der Begründer des Hundefrisbeesports in Deustchland, von den Discrockers in Karlsruhe, die Ende September ihren 10. Butch Cassidy Cup feiern, mit Disc Dogging und Freestyle Frisbee (hab ich leider kein Foto von geschossen). Und dann flog wieder ein ferngesteuerter Helikopter ein, der wie bei der Eröffnungsfeier eine Spielscheibe fallen ließ.

Wie bei der Eröffnungsfeier flog ein ferngesteuerter Helikopter ein

So heiß wie roter Chilli-Pfeffer

Donnerstag, 05. August 2010

Das nächste Outfit, liebe Männer, wird so heiß wie die Musik von Red Hot Chili Pepper, die ihrerseits so heiß sein wollen wie roter Chilli-Pfeffer nur sein kann. Nicht nur, dass rote Rosen das ewige Zeichen der Liebe sein sollen, und dass es „mit ihren ro-ro-ro-roten Lippen“ angefangen haben soll. Rot macht auch aggressiv. Darum hatte Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann auch die Farbe  rot für die Auswärtstrikots gewählt, weil sie einfach mehr Selbstbewusstsein ausstrahlt. Wie bei seinen Traingsmethoden war er auch darin ein Vorreiter, wie jetzt ein Beitrag in der Welt bestätigt: Rot gekleidete Männer wirken attraktiver!

Die Welt, 05.08.2010, Titel: Rot steht Ihnen!

Wie Woflgang W. Merkel berichtet, macht die Fareb rot Männer einfach sexy und lässt sie dominant erscheinen. Das hat ein internationales Forscherteam bei Untersuchungen in England, Deutschland, China und den USA herausgefunden. Männer mit roten T-Shirts wirkten auf einer Skala von eins bis neun durchschnittlich um einen Punkt attarktiver als solche in grünen T-Shirts. Die Probandinnen fanden die rot gekleideten Männchen nicht nur begehrenswerter, sondern hielten sie auch für besser situiert. Klare Sache: Wer aus sich was machen will, zieht rot an. Wer dagegen allerdings ungestört bleiben möchte, kann weiter in schwarz, weiß oder grün gehen.

Psychologische Forschung heute

Mittwoch, 04. August 2010

Erkenntnisgewinn, den ich mir von der täglichen Zeitungslektüre erhoffe: Scheinbare Binsenweisheiten entpuppen sich als vortreffliches Feld der Forschung und entsprechende Studien bestätigen wohltuend den so genannten gesunden Menschenverstand.

Die Welt, 04.08.2010, Titel: Wer über andere läster, ist mit sich selbst unzufrieden

In diesem Welt-Beitrag wird ein Bericht des Psychologen Dustin Wood von der Wake Forest University (North Carolina, USA) im Journal of Personality and Social Psychology“ zitiert. Der Zustand der eigenen Persönlichkeit beeinflusst demzufolge stark die Wahrnehmung anderer. Wer über andere öfter schlecht spreche, sei dagegen häufiger narzisstisch und unsozial. Was uns zu einer Meldung aus der Welt am Sonntag führt:

Welt am Sonntag, 01.08.2010, Titel: Das klare Feindbild narzistischer Männer

Dabei handelt es sich gemäß Forschern der Kent State University laut Fachzeitschrift „Sex Roles“ um heterosexuelle Frauen. Schon länger ist bekannt, dass verwehrte Bewunderung und Belohung narzisstische Menschen aggressiv machen kann. Nun stellte sich heraus, dass aber nur heterosexuelle Frauen zur Zielscheibe solcher Feindseligkeiten werden. Ob es daran liegt, dass diese Frauen in der Gesellschaft allgemein eher solche Bewunderung erhalten, wurde nicht ergründet. Zur Ehrenrettung der Frauen schließlich noch dies:

Die Welt, 04.08.2010, Titel: Heilsame Schwestern

Frauen, sofern sie als Geschwister anderer Menschen auftreten, tun laut Welt-Artikel zweifellos gut. Der positive Einfluss von Schwestern auf das psychische Wohlbefinden ist demnach deutlich größer als derjenige der Eltern, aber auch größer als der positive Einfluss von Brüdern. Das hat Laura Padilla-Walker von der Brigham Young University in Provo (Utah, USA) bei einer Untersuchung von Geschwisterpaaren herausgefunden. Die Zuneigung unter Geschwistern überwiegt offenbar die Streitereien. Bleibt als Zusammenfassung aller drei Meldungen nur der Schüttelreim: „Sag nie zu meinem Schwesterlein, sie sei ein blödes Lästerschwein!“

Junioren Ultimate-WM startet heute

Montag, 02. August 2010

Eine weitere große Woche für den deutschen Frisbeesport. Nach der Teilnahme neun deutscher Teams bei der Club-WM in Prag, nach zwei Bronzemedaillen für Deutschland bei der 1. U23 Ultimate-WM in Florenz, nach den 30. Deutschen Meisterschaften in Jena mit den Titelverteidigerinnen „Woodchicas“ Sauerlach und den neuen Deutschen Open-Meistern „Frizzly Bears“ Aachen, beginnt heute die Junioren Ultimate-WM in Heilbronn mit dem Auftaktspiel Deutschland gegen Österreich.

Welt am Sonntag, 01.08.2010, Titel: Die faire Welt der Scheibe

Im Rahmen der Veranstaltung findet am Freitag, 06. August, die Auszeichnung als „Ort im Land der Ideen“ statt, wozu in der Welt am Sonntag und in der Welt am Montag eine große Veröffentlichung zu lesen war. Das große Foto stammt vom Spielervater Peter Böhler, dessen Sohn Flo bei der WM 2009 in Vancouver „Man of the Tournament“ war und der in diesem Jahr im Bronze-Open-Team der U23-WM stand.

Spielszene aus der U23 Ultimate-WM 2010, Deutschland gegen England, Foto: Peter Böhler

Junior Open Headcoach Mattes Brucklacher hat mir im Vorfeld noch ein Interview gegeben, das ich auf der Verbandseite  eingestellt und zusammengefasst habe.

Neues aus der Lächelforschung

Sonntag, 01. August 2010

Interessante Neuigkeiten der Sozialpsychologen der Universität Duisburg-Essen: Erstens besteht eine geschlechtliche Schieflage zwischen dem „Lachpensum“ von Frauen und Männern im Beruf, Frauen lachen deutlich mehr. Zweitens wird in das Lächeln oder Lachen von Frauen ähnlich wie bei Affen eine Unterwürfigkeitsgeste hineininterpretiert. Darüber hat jetzt im Kölner Stadt-Anzeiger berichtet.

Kölner Stadt-Anzeiger, 31.07.2010, Titel: Führungskräfte lächeln weniger

Hintergrund der Untersuchungen ist die Frage nach der Echtheit von mimischen Ausdrucksformen. Bei einem „echten Lächeln“ komme demnach der Ringmuskel um die Augen zum Einsatz, der „orbicularis oculi“. Ein Fehlen der entsprechenden Muskeln signalisiert vorgetäuschte Freundlichkeit. Darüber hinaus sind beim Lächeln gezeigte Zähne offenbar das Signal für einen Beschwichtigungsversuch gegenüber einem vermeintlich dominanten Gegner. Was wieder einmal beweist, wie sehr der Mensch in seinen instinktiven Reaktionsweisen noch von Urzeiten her bestimmt ist.

Frauen, so die Professorin für Sozialpsychologie Nicole Krämer, gälten gleich als unfreundlich, wenn sie nicht lächelten. Ungerecht sei daher auch, dass über Angela Merkels herunterhängende Mundwinkel geredet würde, während dasselbe Charakteristikum bei Männern nicht erwähnenswert sei.

Die naheliegende Schlussfolgerung, warum Führungskräfte weniger lächeln, ist dass sie weniger zu lachen haben. Gleichzeitig drängen Frauen erst nach und nach vermehrt in Führungspositionen. Deswegen sollen sie bestimmt nicht zum Lachen in den Keller gehen oder ihre Freundlichkeit aufgeben. Also wird es Zeit, einerseits in Sachen Führungsstil (offener und herzlicher) und andererseits in Sachen Frauenquote (mindestens 50 Prozent) umzudenken. Möglicherweise resultiert die Freundlichkeit der Frauen aber auch aus bewusstem Einsatz und aus einer besseren Diplomatie. Also beim Lächeln künftig immer auf die Augenmuskeln achten.

Verführung durch Stimmenzauber

Samstag, 31. Juli 2010

„Ich mag dich wirklich sehr!“ oder: „Ich mag dich wirklich nicht!“ – Das waren wahlweise die Botschaften, die mehr als 100 Studentinnen bei einem Experiment an der University of Aberdeen in Schottland zu hören bekamen. Dabei wurden die männlichen Stimmen künstlich in höherer und tieferer Tonlage abgespielt. Das Ergebnis der Verhaltensforscher um Jovana Vukovic: Die tieferen Stimmen machten das Rennen, egal welche Botschaft transportiert wurde. Das berichtete Jana Schlütter in der Welt.

Die Welt, 20.07.10, Titel: Hohes Stimmchen und tiefer Bass ergeben ein perfektes Paar

Dabei signalisieren höhere männliche Stimmen angeblich die liebevolleren Väter. Höhere weibliche Stimmen spiegeln laut Welt-Bericht Gesundheit und Fruchtbarkeit wider, besodners nach dem Eisprung würde die weibliche Stimme „nach oben“ wandern. Diejenigen Studentinnen mit den höchsten Stimmen fanden die männlichen Bässe noch deutlich attraktiver als ihre Mitprobandinnen, dies jedoch nur, wenn die Stimme auch die positive Botschaft sagte: „Ich mag dich wirklich sehr!“. Dies führt zud er Schlussfolgerung aus der Überschrift des Welt-Artikels.

Vielleicht ließe sich dieser Fall als „Barbie- und-Ken-Syndrom“ beschreiben, auch wenn hier a) die positive Botschaft nicht wirklich glaubwürdig ist und b) die Fruchtbarkeit rein auf das Modellieren von Plastik beschränkt bleibt, wie das Video des Songs „Barbie Girl“ von Aqua bestätigt.

Oder, um in die ernste Kultur abzutauchen, sei erinnert an das faszinierende Duett aus der Zauberflöte, „Papageno – Papagena“, hier dargeboten von Bryn Terfel und Cecilia Bartoli in Glyndbourne zusammen mit der London Philharmonie, geleitet von Myung-Whun Chung.