Streit ums „Bewusstseins-Huhn und -Ei“

19. April 2010

Die Süddeutsche Zeitung hat im Feuilleton am vergangenen Freitag einen fast ganzseitigen Forschungsbericht der Psychologin und Neurowissenschaftlerin Lera Boroditsky veröffentlicht, übersetzt von Sebastian Vogel. Er stammt aus dem Band im S. Fischer-Verlag „Die Zukunftsmacher – Die Nobelpreisträger von morgen verraten, worüber sie forschen.“, herausgegeben von Max Brockman.

Am Eingang des hochspannenden Textes wird mein erster Gedanke reflektiert: Kann die Sprache überhaupt das Denken prägen, wenn es doch fraglos hauptsächlich in Sprache stattfindet? Ist es daher nicht eher so, dass das Denken die Sprache prägt? Möglicherweise spielt das Denken unter verschiedenen Sprechern derselben Sprache eine erhebliche Rolle hinsichtlich ihrer Sprachauswahl und -gestaltung, aber die Unterschiede im Denken verschiedensprachiger Völker erklärt vorrangig doch nur eines: Ihre jeweilige Sprache. Insofern stattgegeben und eingetaucht:

Süddeutsche Zeitung, 16.04.2010, Titel: Wie prägt die Sprache unser Denken?

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Plan gescheitert und doch gewonnen

18. April 2010

Die RTL-Vermarktungsmaschine hat offenbar gegen den Plan der Jury Mehrzad Marashi als Sieger der Catsingshow „DSDS“ hervorgebracht. Fragwürdig sind zahlreiche Details der Finalshow als auch – wie schon seit Jahren diskutiert – das Sendekonzept selbst. Unfraglich haben die Zuschauer mit ihrem Voting aber die richtige Entscheidung getroffen.

Welt, 17.04.10, Titel: Dandy versus Ex-Knacki

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Krise? – Welche Krise?

17. April 2010

In Anspielung auf das Album der Band „Supertramp“ aus dem Jahr 1975 weise ich auf zwei Artikel hin, die sich mit der Verknappung des Rohstoffes Papier beschäftigen. Andreas Rosenfelder behandelt in der Welt die Ursachen für den teurer werdenden Zellstoff, während Michael Gassmann in der Financial Times Deutschland bereits zuvor die deutlich erhöhten Preise thematisierte. Demnach warnten Hersteller bereits vor Engpässen.

Welt, 14.04.10, Titel: Angst vor der Papierkrise

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Neues aus der Tierwelt 2

15. April 2010

Dieses mal mit vegetarischen Waranen, sterbenden Möwen am Rhein und sich vermehrenden Hirschen im Harz. Drei Meldungen, die allesamt aus der „Welt“ stammen. Das macht die Tageszeitung mit dem Allerweltsnamen einfach für den Durchschnittsleser so sympathisch, dass sie im Gegensatz zu den anderen großen Wirtschaftszeitungen auf ihrer Wissenschaftsseite ein „Herz für Tiere“ hat. Gleichzeitig lässt sich auch noch frei auf die Artikel verlinken, das müssen wir als Luxus auffassen!

Welt, 10.04.10, Titel: Vegetarischer Waran entdeckt

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Praktische Tipps für die Datensicherheit

13. April 2010

Während in der vergangenen Woche Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner sich mit Facebook anlegen wollte, folgen nun endlich die heiß ersehnten Tipps für einen bewussten, möglichst sicheren Umgang mit den eigenen Daten in Sozialen Netzwerken. In der FAZ hatte Marco Dettweiler noch darauf hingewiesen, dass es durchaus eine ministeriale Aufgabe sein könnte, uns zu zeigen, “wo man in Facebook die richtigen Häkchen setzt“ (Texthilfe berichtete). Heute gibt uns Steffen Haubner im Magazin des Kölner Stadt-Anzeigers diese Tipps.

Kölner Stadt-Anzeiger Magazin, 11.04.2010, Titel: Vorsicht vor falschen Freunden

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Zweifel am Prediger des liberalen Islams

10. April 2010

In einem sehr interessanten Beitrag im Feuilleton der heutigen Welt berichtet Hannes Stein über den Auftritt des muslimischen Intellektuellen Tariq Ramadan in New York. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte eigens sein Einreiseverbot aufgehoben, das ihm erteilt wurde, nachdem er einer der Hamas nahestehenden palästinensischen Organisation 900 Euro gespendet hatte. Bei dem „schmalen Mann mit einem feinen Intellektuellengesicht“ muss es sich um einen begabten Rhetoriker handeln, dem viele Zuhörer begeistert huldigen. Allerdings schwankt das Urteil über ihn zwischen einem Mittler zwichen dem Islam und der westlichen Welt und einem Wolf im Schafspelz. Entsprechend auch die Überschrift des Welt-Beitrags.

Welt_10-04-10_Die-lächelnde-Bombe

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DFV-Jahrbücher 2009 versandt

09. April 2010

Kraftakt aus dem Alltag des Ehrenamtes im Sport: In stundenraubender Kleinarbeit habe ich als Geschäftsführer des Deutschen Frisbeesport-Verbandes e.V. (DFV) die aktuellen Jahrbücher des Vorjahres an alle Verbandsaktive und Mitgliedergruppen auf den Weg gebracht. Mehr als 100 Postsendungen mit meist einem Buch, manchmal auch mehreren (vor allem als Dank an die Verbands-Sponsoren) habe ich heute frankiert, nachdem ich zuvor Briefe geschrieben, Adressen eingegeben und die Umschläge konfektioniert hatte.

DFV-Jahrbücher 2009

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Der FC Köln kann doch spielen…!

08. April 2010

…jedenfalls die Frauenabteilung gekonnt mit Vorurteilen, meint Catrin Bialek im heutigen Handelsblatt in der Rubrik „Achtung, Kampagne!“. Behandelt wird darin ein Spot der Werbeagentur Scholz and Friends NRW. Während die Werber im Auftrag des Fußballclubs 1. FC Köln locker mit Vorurteilen spielen können, muss die 1. Herren-Mannschaft nach den letzten Auftritten in der Fußball-Bundesliga dieses Können mit dem Ball erst noch beweisen.

Handelsblatt, 08.04.2010,Titel:Werbespot der Frauenabteilung des 1. FC Köln spielt gekommt mit den Vorurteilen

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Reaktionen auf Aigners Kritik an Facebook

07. April 2010

Der offene Brief der deutschen Verbraucherschutzministerin an Mark Zuckerberg, den Betreiber des amerikanischen Sozialen Netzwerks, erntete anfangs eher Mitleid als Spott. Nun hat sich jedoch die Verbraucherzentrale daran gehängt und fordert zum Verzicht auf Facebook auf. Unstrittig sind die Datenschutzbestimmungen des globalen Tummelplatzes laut Untersuchung der Stiftung Warentest mit die schlechtesten („erhebliche Mängel“, Texthilfe berichtete). Dennoch schreibt Marco Dettweiler in der FAZ von „Aigners Eigentor„, Torsten Krauel in der Welt urteilt wie folgt:

Welt, 07.04.10, Titel: Hier irrt Ilse Aigner

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Ist das Deutsche noch zu retten?

06. April 2010

Zwei Besprechungen des neuen Buches des Kölner Germanisten Karl-Heinz Göttert: „Deutsch. Biografie einer Sprache“ mit unterschiedlichem Tenor (Texthilfe berichtete): Zum Einen das Interview von Matthias Heine mit dem Autor in der Welt (in der Print-Version: „Man spricht Deutsch“), zum Anderen die kritische Rezension von Hans-Martin Gauger in der FAZ unter nachfolgendem Titel:

FAZ, 06.04.2010, Titel: Unsere Sprache ist nicht die reine Unschuld

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