Mit ‘Tagträume’ getaggte Artikel

Die Meldung zum Montag…

Montag, 15. November 2010

…stammt aus der Welt am Sonntag und beschreibt kurz gesagt die Macht autosuggestiver Selbststeuerung. Andere würden den Sachverhalt vielleicht mit “NLP” bezeichnen, Neuro-Linguistische Programmierung. Wieder andere könnten den Begriff der “Self-Fulfilling Prophecy” verwenden, um sich dem Phänomen anzunähern, das letzten Endes auf das Sprichwort hinausläuft: “Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!” (offenbar auch auf den eigenen kopf zu beziehen). Aber ich beginne zu phantasieren…

Welt am Sonntag, 14.11.2010, Titel: Schöne Tagträume tun gut

Das ist jedenfalls eine ermutigende Meldung, wenn auch nicht nur für Gesamtdauer eines Arbeitstages zu beherzigen, vor allem nicht, wenn konzentrierte Überlegungen und wichtige Entscheidungen anstehen. Fanny Jimenez berichtet in ihrem Artikel über die Ergebnisse einer psychologischen Studie der beiden Harvard-Forscher Matthew Killingsworth und Daniel Gilbert, unter Berufung auf “Science“. Sie haben mittels einer iPhone-App nachgewiesen (“Track Your Happiness”), dass ihre rund 2.200 Studienteilnehmer die meiste Zeit über nicht mit ihrer eigentlichen Aufgabe beschäftigt waren. Noch wichtiger dabei die Frage nach der momentanen Stimmung während einer stichprobenartigen Statusabfrage.

Das Ergebnis: Negative oder auch schon neutrale Gedanken beim Abschweifen führten zu deutlich schlechteren Gefühlswerten als wenn sie bei ihrer Aufgabe blieben. In 43% aller Fälle machten sich die Probanden bei ihren Tagträumen allerdings positive Gedanken, was gerade einmal zu denselben Wohlfühlwerten führte wie ohne Tagträumerei. Dies bedeutet allerdings, dass konzentriertes Handeln bei weitem mehr befriedigt als sich ablenken zu lassen, offenbar belegt durch zahlreiche Studien des Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi, der das “im Flow sein” nennt.

Gleichzeitig tendierten grundsätzlich nur diejenigen Teilnehmer, denen bei ihrem Tun langweilig war, zu Tagträumen. Letzten Endes ist doch überraschend, dass Tagträume eine erfüllte Tätigkeit offenbar nicht ersetzen können. So verhält sich das mit dem zielgerichteten Menschlein, dem “Homo Teleologicus”: Bewusstsein wird zur Verantwortung, schneller als wir es un hätten träumen lassen.