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Junioren Ultimate-WM: „Ort im Land der Ideen“

Montag, 09. August 2010

Auf Anregung des Deutschen Frisbeesport-Verbandes (DFV e.V.) ist die diesjährige Junioren Ultimate-WM in Heilbronn (World Junior Ultimate Championships) als einer von 365 „Orten im Land der Ideen“ ausgzeichnet worden. Die Feierstunde fand am vergangenen Freitag im Kubus der Experimenta Heilbronn statt und fand ihren Widerhall auch in einem Artikel der Heilbronner Stimme mit sehr schöner Überschrift.

Heilbronner Stimme, 07.08.2010, Titel: Ein Lob für die Leidenschaft

Als Hausherr der Experimenta nutzte Geschäftsführer Wolfgang Hansch die Gelegenheit, um auf die „zweite Attraktion“ in Heilbronn neben der Junioren Ultimate-WM aufmerksam zu machen. Immerhin sind seit Eröffnung im November 2009 bereits rund 150.000 Besucher in das Science Center geströmt. Als „nächstes Highlight“ werde die Experimenta selbst in diesem November ebenfalls als ein „Ort im Land der Ideen“ gefeiert.

DFV-Präsident Volker Schlechter berichtete nur kurz über die Entwicklung des Frisbeesports in Deutschland, der bei einem 10-prozentigen Wachstum jährlich ein noch erhebliches Zukunftspotenzial aufweise. Zudem dankte er dem Welt-Flugscheibenverband (World Flying Disc Federation, WFDF) für den Zuschlag zu dieser Veranstaltung vor ein einhalb Jahren und das damit bewiesene Vertrauen, das die Organisatoren rund um Turnierdirektor Peter Deissler und den sportlichen Leiter Mark Kendall nicht enttäuscht haben.

Übergabe der Auszeichnung  von Axel Hepelmann, Deutsche Bank Heilbronn, an DFV-Präsident Volker Schlechter

Anschließend erhielt Axel Hepelmann von der Deutschen Bank Heilbronn das Wort und hob zunächst  hervor, wie schwierig es ist, diese Auszeichnung zu erhalten: Im 5. Jahr dieses Wettbewerbs unter der Schrimherrschaft des Bundespräsidenten haben sich mehr als 2.200 Unternehmen, Vereine und Institutionen beworben. Obwohl die Frisbeescheibe jedem bekannt sei, ließe sich dies von den hochkarätigen sportlichen Leistungen, die auf der Junioren-WM geboten würden, noch nicht sagen. Doch stelle der Sport mit der Eigenverantwortlichkeit seiner Spieler zweifellos ein hervorragendes Beispiel für besonderen Elan und Engagement dar. „Der deutsche Ultimate-Nachwuchs gehört zur Weltspitze“, stellte er fest und führte dies auf das starke ehrenamtliche Engagement des Verbandes und der Ausrichter vor Ort zurück. „Mit diesem Event wird die Bekanntheit noch vergrößert“, prognostizierte er. Die ausgiebige Berichterstattung der Heilbronner Stimme hat sicherlich viel dazu beigetragen.

06.08.2010, Experimenta Heilbronn: Die WJUC2010 ist ein "Ort im Land der Ideen"

Nach der offiziellen Übergabe an den DFV-Präsidenten stellten sich die Beteiligten zum Gruppenbild auf (v.l.): DFV-Präsident Volker Schlechter, WJUC2010-TD Peter Deissler, der Sportliche Leiter der WJUC Mark Kendall, DFV-Geschäftsführer Jörg Benner und Axel Hepelmann von der Deutschen Bank Heilbronn. Die Veranstaltung wurde als Ort der Woche in der Sonderveröffentlichung von Welt am Sonntag und der Welt gesondert hervorgehoben, zudem fand sie Erwähnung im Jugendportal der Heilbronner Stimme stimmt.de. Der Auszeichnung wohnten unter anderem der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der nicht-olympischen Verbände in Deutschland, Gunter Fahrion aus Stuttgart, die Hauptförderer des Juniorensports von der Goetze KG Armaturen, Geschäftsführer Detlef Weimann und Klaus Müller, sowie vom DFV Finanzvorstand Manfred Ketz und Junioren-Vorstand David Robotham bei. Nachfolgend der Artikel aus der Heilbronner Stimme vom 07. August 2010.

Heilbronner Stimme, 07.08.2010: Eion Lob für die Leidenschaft

Deutscher Ultimate-Nachwuchs dominiert Europa

Sonntag, 08. August 2010

In der Kalenderwoche 31, vom 02. bis o7. August 2010, wurde in Heilbronn die Ultimate Junioren-WM und -U17-EM durchgeführt. Das Turnier mit rund 800 jugendlichen Athleten aus rund 20 Ländern war eine organisatorische Meisterleistung und – auf hohem sportlichen Erfolg – auch eine wegweisende Veranstaltung für den weltweiten und insbesondere den deutschen Ultimate-Nachwuchs. Beide deutsche U17-Teams wurden Europameister! Die deutschen Mädchen errangen darüber hinaus auch noch den begehrten Spiritpreis, der in der offenen Division an die Belgier ging.

Die Deutschen U17-Damen gewannen bei der Ultimate-EM den Titel und den Spirit-Preis

In den Junioren-Divisionen (gemäß  dem Präsidenten des Weltverbands WFDF Jonathan Potts in Übereinstimmung mit der FIFA ab sofort offiziell als „U19“ zu bezeichnen) lief es nicht optimal für die beiden deutschen Teams. Die Damen verpassten in ihrer Vorrunde von sieben Teams den vierten Platz und damit das Viertefinale; sie wurden am Ende 10. hinter Litauen, aber noch vor Großbritannien. Die Jungs der offenen Division spielten eine sehr starke Vorrunde, bei der sie unter neun Teams nur den USA unterlagen und damit direkt ins Halbfinale einzogen. Leider gingen sowohl das schwere Halbfinale gegen Kanada 12:17, als auch das kleine Finale gegen Großbritannien mit 10:16 verloren. Alle Ergebnisse.

Das deutsche Junior Open-Team beim Timeout im kleinen Finale gegen Großbritannien

Besser machten es die deutschen U17-Jungs, die ihr Finale, ebenfalls gegen Großbritannien, im Frankenstadion vor heimischen Publikum austragen konnten.

Die deutsche U17 Open-Nationalmansnchaft vor dem EM-Finale im Frankenstadion Heilbronn

Der Spielverlauf war wechselhaft: Nach anfänglicher Führung lagen die Deutschen zurück, ehe nach Ablauf der vorgesehenen 80 Minuten zwei Punkte auf das führende Ergebnis drauf gespielt werden mussten. Da lagen die Briten mit 9:6 vorne. Als es aus deutscher Sicht 7:10 stand, hatten die wenigsten noch Hoffnung auf einen Sieg. Doch die Briten vergaben mehrere Chancen, während die Deutschen unter der Anfeuerung des Publikums ausglichen und schließlich sogar mit 11:10 gewannen!

Goldjubel der deutschen U17 Ultimate-Europameister 2010

In der Juniorinnen-Division hatten die Kolumbianerinnen mit einem Kader von 25 Frauen im Halbfinale überraschend die USA mit 13:12 besiegt. Im Finale gelang ihnen, womit kaum jemand gerechnet hätte: Sie besiegten auch Kanada mit 16:14 und sicherten sich unter riesigem Jubel den ersten internationalen Titel für das südamerikanische Land!

Die kolumbianischen Juniorinnen Ultimate-Weltmeisterinnen liefen durch den Jubeltunnel, im Hintergrund wurde der Platz schon für das Open-Finale gewalzt

Sie gewannen zu ihrer überbordenden Freude auch noch den Spiritpreis in ihrer Division.

Die doeppelt dekorierten Ultimate-Juniorinnen aus Kolumbien: Weltmeisterinnen und Spiritsiegerinnen

In der offenen Junioren-Division ging der Spiritpreis an Israel. Der Preis wird durch Bewertungsbögen beider Teams übereinander am Ende jedes Spiel ermittelt. Das schiedsrichterlose Fairplay unterscheidet den Sport Ultimate Frisbee von allen anderen Sportarten.

Israel wurde der Spiritsieger der Junior Open-Division bei der Ultimate Junioren-WM in Heilbronn

Sportlich spielten die US-Boys in der Junior Open-Division in einer Liga für sich: Sie besiegten im Finale Kanada ungefährdet mit 17:7 und sicherten sich hochverdient den Weltmeistertitel (ohne bei ihren Siegen jemals zweistellig Punkte kassiert zu haben).

Junior Open-Weltmeister USA bei der Nationalhymne vor dem Finale gegen Kanada

Zu guter Letzt noch die Bilder der beiden deutschen U17-Nationalteams bei der Siegerehrung. Zu den Europameistertiteln wurde jeweils die Nationalhymne gespielt, die die Spielerinnen und Spieler mitsangen.

Die deutschen U17 Ultimate-Juniorinnen bei der Nationalhymne zu Ehren ihres EM-Titels

Die deutschen U17 Open Ultimate-Junioren bei der Nationalhymne zu Ehren ihres EM-Titels

DFV-Jahrbücher 2009 versandt

Freitag, 09. April 2010

Kraftakt aus dem Alltag des Ehrenamtes im Sport: In stundenraubender Kleinarbeit habe ich als Geschäftsführer des Deutschen Frisbeesport-Verbandes e.V. (DFV) die aktuellen Jahrbücher des Vorjahres an alle Verbandsaktive und Mitgliedergruppen auf den Weg gebracht. Mehr als 100 Postsendungen mit meist einem Buch, manchmal auch mehreren (vor allem als Dank an die Verbands-Sponsoren) habe ich heute frankiert, nachdem ich zuvor Briefe geschrieben, Adressen eingegeben und die Umschläge konfektioniert hatte.

DFV-Jahrbücher 2009

Über den Inhalt des guten Stücks hab ich an anderer Stelle bereits einiges gesagt, hier geht es mir eher um die Frage, warum ich mir diese Energieleeistungen antue? Ich will das gar nicht in Vergleich zu den Tätigkeiten irgend welcher anderer Aktiven stellen. Auffällig waren nur die Reaktionen zweier Personen in meinem Umfeld: „Wie, Du kriegst nichts dafür?“

Meine eigene Einschätzung ist die, dass ich a) gar nicht erst Geld dafür beziehen möchte, weil sonst noch mehr Tätigkeiten in einer Forderungshaltung auf mich geschoben würden und b) dass ich diese Aktivität eben als mein Hobby betrachte, das gut und gerne 10 oder mehr Stunden in jeder Woche am Schreibtisch einnimmt. Ob ich mehr Dank erwarte? Schwer zu sagen. Ich erwarte immer wieder, dass das Interesse an der Sportart explosionsartig steigen wird und dass dann  auch der Verband mit weit mehr Helfern weit mehr erreichen könnte…

Beispielseiten des DFV-Jahrbuchs 2009

Für sportlich aktive Menschen steht der Sport selbst meist an erster Stelle. Das ist ganz normal. Ich habe mir die Faustregel sagen lassen, dass etwa nur ein Prozent aller in Vereinen oder Verbänden aktiver Sportler bereit ist, Ämter zu übernehmen. Beim DFV sind mittlerweile knapp 2.000 Sportler gemeldet, da wäre eine Quote von 20 aktiven Mitarbeitern also üblich. Allerdings fällt es mir ein wenig schwer, diese Menge an Mitarbeitern an vier Händen abzuzählen…

Nun lässt sich gegen diese Kalkulation sicherlich einwenden: Diese Sportler sind neben ihrem eigenen fitnessbezogenen Interesse am Sport ja auch bereits in einem Verein tätig. Das heißt die Tätigkeit im Verband wäre eine zusätzliche Aktivität, die über das lokale Engagement hinausgeht. Vielleicht ist das mit ein Grund dafür, dass sich der Verband eher mit 0,5 Prozent engagierter Aktiver zufrieden geben muss. Allerdings sehe ich einen enormen Bedarf an helfenden Händen, wenn ich die weitere Entwicklung des Sportes realistisch einschätze.

Noch mehr DFV-Jahrbücher 2009

Bis in etwa 15 Jahren (frühestens, so meine Prognose bei weiterhin konstant 10 Prozent Wachstum) wird der Verband möglicherweise die kritische Masse von 10.000 Aktiven erreicht haben, um in den DOSB aufgenommen werden zu können. Bis dahin gilt es nicht nur zahlreiche Ordnungen für den Verband zu verfassen, es müssen auch Landesverbände gegründet werden, die jeweils eine Hand voll Mitarbeiter benötigen. Daneben gibt es zahlreiche weitere Baustellen (Marketing, Medienproduktionen, Schulkooperationen, Sponsoring) und schließlich wird über kurz oder lang auch kein Weg daran vorbei führen, von Verbandsseite aus Personen anzustellen (400-Euro-Kräfte, studentische Hilfskräfte). Dies erfordert weiteres Know-How und weitere Arbeit.

Oft graut mir, wenn ich daran denke, wie semiprofessionell sich die Arbeit des DFV nach wie vor gestaltet – und ich mittendrin. Hätte ich da nicht einige Mitstreiter, die mir verlässlich zuarbeiten, mit denen ich gewisse Erfolgserlebnisse wie jetzt die Veröffentlichung des Jahrbuchs 2009 verbinde – ich weiß nicht, wie weit meine Motivation auf Dauer noch reichen würde. Der Ausblick auf das laufende Jahr auf der vorletzten Seite macht mir auf jeden Fall Lust, wieder einigen Veranstaltungen beizuwohnen und mich von der Faszination Flugscheibe wieder anstecken zu lassen!

Jedenfalls sind aktuell weiterhin Bestellungen des neuen Buchs per Mail möglich unter dem Stichwort “DFV-Jahrbuch 2009″ an  info@frisbeesportverband.de. Die Kosten belaufen sich auf die symbolische (nicht kostendeckende) Schutzgebühr von 5 Euro plus 1,45 Euro Porto.

Front und Rückeite des DFV-Jahrbuchs 2009

Meisterschaftspokale sind eingetroffen

Mittwoch, 02. Dezember 2009

Pünktlich zur Jahreshauptversammlung des Deutschen Frisbeesport-Verbandes am kommenden Samstag in Frankfurt am Main wurden die beiden neuen Meisterschaftspokale für die Deutschen meister im Open- und im Mixed-Ultimate fertiggestellt. Es trifft sich gut, dass Vertreter der diesjährigen Meister in beiden Divisionen vor Ort im Club Voltaire sein werden, um die Trophäen gebührend in Empfang zu nehmen.

Die neuen Meisterschaftspokale des DFV für Open und für Mixed-Ultimate

Zuvor ließ ich es mir als DFV-Geschäftsführer jedoch nicht nehmen, beide Trophäen für einmal in Händen zu halten, als hätte ich die sportlichen Ambitionen, noch einmal ins Wettkampfgeschehen einzugreifen…

DFV-GF Jörg Benner mit den von ihm beauftragten neuen Ultimate-Meisterpokalen

Obwohl, falls es im kommenden Jahr die erste Masters Ultimate-DM (Ü32) geben sollte – warum nicht noch mal wieder ein bisschen  mitzocken? Und immerhin konnte ich mich als Deutscher Meister in der Open-Division mit Frühsport Köln 2004 einmal in die Annalen der Frisbeesportgeschichte einschreiben. Bescheidenheit ist eine Zier – doch weiter kommt man ohne ihr! – Aber sie sind doch auch schön geworden, oder nicht?

Der neue DFV-Meisterpokal für die Mixed Ultimate-Division

Original „Frisbie Pies“ aus der ehemaligen gleichnamigen Bäckerei an der Ostküste der USA, die phonetisch dem heute unter „Frisbee“ bekannten Spiel- und Sportgerät seinen Namen lieh, versenkt in massiven Holzsockeln, an denen gravierte Metallschilder angebracht sind. Obenauf gut lesbar die Funktion der Trophäe, seitlich am Sockel die Liste der bisherigen Titelträger. Im Mixed Ultimate sind es nach sieben Meisterschaften bislang vier verschiedene Teams, im Open Ultimate dagegen nach 29 Meisterschaften erst acht verschiedene Mannschaften!

Der neue DFV-Meisterpokal für die Open Ultimate-Division

Natürlich lasse ich mir die Gelegenheit nicht entgehen, um anlässlich der neuen Schmuckstücke eine weitere Folge der unregelmäßigen, wenig professionellen Videoserie „Fristory – Moments in the History of Frisbee“ anzufertigen. Und das alles noch während der Vorbereitung zur JHV, wobei am Freitag voraussichtlich noch ein weiteres Treffen in Düsseldorf ansteht mit den Interessenvertretern der Nicht-Olympischen Disziplinen-Verbände (NOV). Aber: von nichts kommt eben nichts. Und wer weiß, wann die guten Stücke mal wieder in Köln sein werden – außer zu Zwecken der Nachgravur…? 😉

Happy JB with two Frisbie Pies