Das Erbgutmolekül DNA ist keineswegs unveränderlich, wie lange in der Wissenschaft angenommen wurde. Handlungen, Ernährung und Erfahrungen haben Einfluss auf die Gene, sodass sogar das Erbgut eineiiger Zwillinge umso stärker voneinander abweicht, je älter sie werden. (mehr …)
Das klassische „Gummihand-Experiment“ besteht darin, dass ein Proband vor sich auf dem Tisch einen Gummiarm mit Gummihand liegen sieht, der seiner sein könnte, während die eigene Hand unter dem Tisch verborgen ist. Werden nun sowohl das Imitat als auch die echte Hand simultan mit einem Pinsel gestreichelt, stellt sich der Eindruck ein, die sichtbare künstliche Hand sei die eigene. Schwedische Forscher haben dieses Experiment nun dahingehend erweitert, dass der echte und der Kunstarm sichtbar nebeneinander lagen, während sie beide gestreichelt wurden. Anstatt dass das Gehirn aber in Konflikt gerät, welches der richtige Arm sei, werden alle beide (insgesamt also alle drei Arme) als körpereigene empfunden.
Dass der Kunstarm tatsächlich als eigener wahrgenommen wurde, überprüften die Forscher um Arvid Guterstam und Studienleiter Henrik Ehrsson vom Karolinska Institutet in Stockholm, indem sie mit einem Messer auf die echte und auf die Kunsthand zielten. In beiden Fällen zeigten die Teilnehmer die gleichen unbewussten Stressreaktionen wie etwa einen Schweißausbruch.
Die Illusion des dritten Armes könnte nach Ansicht der Forscher in Zukunft beim Prothesenbau nützlich werden. Visionäre denken bereits an den Einsatz von Zusatzextremitäten, die den Menschen ähnlich wie in der Buddha-Darstellung ermöglichen, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Doch die Wahrnehmung (oder die experimentelle Wahrnehmungsstörung) ist eine Sache, die tatsächliche Anbindung und willentliche Steuerung solcher Zusatzwarme wäre nochmal eine ganz andere Sache.
Die Gummihand-Illusion wird übrigens auch in philosophischen Überlegungen berücksichtigt, um klassische Konzepte des Selbstbilds zu hinterfragen. Zur Erläuterung hier ein visueller Eindruck des Versuchsaufbaus:
Der erste Ansatzpunkt "Behelfs-texte" bedeutet: Korrigier mich bitte, wenn ich falsch liege! Ist doch das Fragment spätestens seit Novalis zur Kunstform erhoben und jedes Kunstwerk zur Interpretation angelegt. Ein zweiter "Hilfen zum Texten" heißt "News to use": it's up to you! Drittens und letztens wollte ich - "Hilfe, Texte!" - schon im Ansatz nicht auf Selbstironie verzichten.