Archiv für die Kategorie ‘Frisbeesport’

Fristory, Part 2

Freitag, 01. Januar 2010

Der Momente in der Geschichte des Frisbeesports zweiter Teil dreht sich um die Verbreitung und Entwicklung hauptsächlich der World Games-Disziplin Ultimate in Deutschland anlässlich der Produktion zweier Wanderpokale für die Deutschen Meister im Open und im Mixed-Ultimate (vgl. „Meisterschaftspokale sind eingetroffen„). Natürlich nur ein kurzer, ungenauer Abriss, dennoch für viele eventuell eine Ergänzung ihres bisherigen Wissens.

Jörg Benner freut sich über die beiden neuen Ultimate-Meisterschaftspokale

Du bist genau einen Klick vom neuen auf Youtube hochgeladenen Video entfernt. Viel Spaß!

 

Mittlerweile sind die neu gefertigten Meisterschaftspokale Vertretern der amtierenden Deutschen Meister am Rande der Jahrshauptversammlung des Deutschen Frisbeesport-Verbandes e.V. übergeben worden, Philipp Haas für Sugarmix Stuttgart (l.) und Bernahrd Otto für die Feldrenner Mainz.

Übergabe der DFV-Pokale an Vertreter der amtierenden Meister im Mixed-Ultimate, Philipp Haas für Sugarmix Stuttgart, und im Open-Ultimate, Bernhard Otto für die Feldrenner Mainz

Sport gegen Mord

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Der ehemalige Schweizer Bundesrat und Bundespräsident Adolf Ogi plädiert in der NZZ für den Sport als „unabdingbaren Bestandteil eines geforderten neuen Denkens“. Als ehemaliger Sonderberater der Uno für Sport im Dienste von Entwicklung und Frieden steigt er mit dem Bild Fußball spielender Kinder im zerstörten Kabul ein: „Das ist der Sport, den ich meine: Es ist der Sport als Spiel, als Spass, als Freude. Es ist der Sport als Feld der Erziehung, der Lebenserfahrung, der Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Es ist der Sport als Feld der Gleichberechtigung, des friedlichen Wettbewerbs, des Respekts und der Disziplin. (…) Es ist der Sport als Mittel zum Frieden.“

NZZ, 17.12.2009, Titel: Der Sport als Triebkraft für eine bessere Zukunft

Bei allem Idealismus und aller herauslesbarer Euphorie ist sich Adolf Ogi jedoch sehr wohl bewusst, dass aktuelle Debatten die Freude am Sport trüben könnten. „Auch der Sport ist nicht vollkommen“, räumt er ein. Anstelle von Doping- und Wettskandalen nennt er „die Jagd nach Ruhm und Geld“, den „vergifteten Kampf nach Medaillen“ oder einen „Krieg der Fans“. All das ist nicht der Sport, den der Autor meint. Für ihn ist er Bestandteil eines neuen Denkens , das gemäß einem Zitat von Albert Einstein nötig ist, um Probleme zu lösen, die aus dem bisherigen Denken entstanden sind.

Viele Länder und Regierungen setzten ihn bereits ein, um Gemeinschaftssinn zu bilden und an gemeinsamen Zielen zu arbeiten. Der vom früheren Uno-Generalsekretär Kofi Annan entwickelte „Global Compact“-Vertrag, eine Selbstverpflichtung von Unternehmen, sich nach zehn universellen Prinzipien zu richten, stimme mit seiner Auffassung des Sportes überein. Große Betriebe müssten für die Einhaltung dieser Regeln einen „Compliance Officer“ einstellen, im Sport sorge der Schiedsrichter für die Durchsetzung der Regeln. Wie ließe sich aber eine noch bessere Zukunft anstreben?

Zumn Beispiel, indem der Schiedsrichter unnötig würde? Wenn die Selbstverpflichtung bei jedem Einzelnen griffe und das „Spiel“ (im Geschäftsleben wie im Sport) nur so überhaupt richtig laufen könnte? Was – gibt es nicht? Wie wäre es dann mit „Ultimate„, seit 2001 Medaillendisziplin bei den World Games unter der Schirmherrschaft des IOC, über dessen Ablaufmodus sich bei den World Games 2005 in Duisburg selbst gestandene Leistungssportreferenten des damaligen DSB (heute DOSB) verwundert zeigten. Die einzige eigenverantwortliche Teamsportart der Welt funktioniert übrigens auch im Schulbereich und zum Einsatz in Krisengebieten sehr gut. Das nenne ich neues Denken.

Meisterschaftspokale sind eingetroffen

Mittwoch, 02. Dezember 2009

Pünktlich zur Jahreshauptversammlung des Deutschen Frisbeesport-Verbandes am kommenden Samstag in Frankfurt am Main wurden die beiden neuen Meisterschaftspokale für die Deutschen meister im Open- und im Mixed-Ultimate fertiggestellt. Es trifft sich gut, dass Vertreter der diesjährigen Meister in beiden Divisionen vor Ort im Club Voltaire sein werden, um die Trophäen gebührend in Empfang zu nehmen.

Die neuen Meisterschaftspokale des DFV für Open und für Mixed-Ultimate

Zuvor ließ ich es mir als DFV-Geschäftsführer jedoch nicht nehmen, beide Trophäen für einmal in Händen zu halten, als hätte ich die sportlichen Ambitionen, noch einmal ins Wettkampfgeschehen einzugreifen…

DFV-GF Jörg Benner mit den von ihm beauftragten neuen Ultimate-Meisterpokalen

Obwohl, falls es im kommenden Jahr die erste Masters Ultimate-DM (Ü32) geben sollte – warum nicht noch mal wieder ein bisschen  mitzocken? Und immerhin konnte ich mich als Deutscher Meister in der Open-Division mit Frühsport Köln 2004 einmal in die Annalen der Frisbeesportgeschichte einschreiben. Bescheidenheit ist eine Zier – doch weiter kommt man ohne ihr! – Aber sie sind doch auch schön geworden, oder nicht?

Der neue DFV-Meisterpokal für die Mixed Ultimate-Division

Original „Frisbie Pies“ aus der ehemaligen gleichnamigen Bäckerei an der Ostküste der USA, die phonetisch dem heute unter „Frisbee“ bekannten Spiel- und Sportgerät seinen Namen lieh, versenkt in massiven Holzsockeln, an denen gravierte Metallschilder angebracht sind. Obenauf gut lesbar die Funktion der Trophäe, seitlich am Sockel die Liste der bisherigen Titelträger. Im Mixed Ultimate sind es nach sieben Meisterschaften bislang vier verschiedene Teams, im Open Ultimate dagegen nach 29 Meisterschaften erst acht verschiedene Mannschaften!

Der neue DFV-Meisterpokal für die Open Ultimate-Division

Natürlich lasse ich mir die Gelegenheit nicht entgehen, um anlässlich der neuen Schmuckstücke eine weitere Folge der unregelmäßigen, wenig professionellen Videoserie „Fristory – Moments in the History of Frisbee“ anzufertigen. Und das alles noch während der Vorbereitung zur JHV, wobei am Freitag voraussichtlich noch ein weiteres Treffen in Düsseldorf ansteht mit den Interessenvertretern der Nicht-Olympischen Disziplinen-Verbände (NOV). Aber: von nichts kommt eben nichts. Und wer weiß, wann die guten Stücke mal wieder in Köln sein werden – außer zu Zwecken der Nachgravur…? 😉

Happy JB with two Frisbie Pies

Management-Regelkreis zur Vereinsführung

Sonntag, 22. November 2009

Modul drei der neuen Vereinsmanager-Ausbildung des Landessportbund Nordrhein-Westfalen und des Stadtsportbundes Köln. „Grundlagen der Vereinsführung“ standen auf dem Lehrplan des Wochenendseminars, das in sehr schöner Atmosphäre am Rheinufer bei der Rettungs- und Schulungsstation der DLRG in Köln-Poll abgehalten wurde.

Zwei Schiffe begegnen sich auf dem Rhein bei Köln-Poll.

Zur Einführung wurde das Bild eines Vereins bemüht als einer organischen Struktur mit mehr oder weniger lebhaften Zellen, deren Kernzelle der Vorstand ist. Während die Vereinspraxis darauf ausgerichtet ist, erfolgreich Sportangebote durchzuführen, geht es im Vereinsmanagement daum, den Verein in seinem Aufbau und seinen Abläufen zu organisieren und zu verwalten. Als Kernkompetenz kommt den Ehrenamtlern (den gewählten Funktionsträgern) hierbei die Aufgabe zu, die Mitarbeiter (als Ehrenamtliche) zu führen. Nach einer Betrachtung des „Hauses des organisierten Sports“ auf Bundes-, Länder-, Kreis- und Gemeindeebenen wurden die zahlreichen Tätigkeiten im Sportverein nach sozialen, fachlichen und methodischen Kompetenzen auseinander dividiert.

Funktionäre des Sportvereins in den Schnittflächen verschiedener Kompetenzprofile

Hierbei erweisen sich unterschiedliche Funktionäre und Aufgabenträger im Sportverein als an verschiedenen Stellen der Schnittflächen von Kompetenzanforderungen positioniert. Anschließend galt es in einer weiteren Gruppenarbeit den idealen Verein als Ablaufdiagramm darzustellen. Danach wandte sich die etwa 20-köpfige Gruppe unter systematischer Anweisung der Entwicklung von Mitarbeitern nach Handlungskompetenz (durch Weiterbildung) und nach Engagement (durch Motivationssteigerung) zu.

Schließlich ging es theoretisch und praktisch um den Management-Regelkreis als geeignetes Instrument zur Projektsteuerung, auch außerhalb des Sportvereins: Vom Formulieren eines Ziels nach der SMART-Formel (Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert) über das kritikfreie Brainstorming nach Möglichkeiten und der anschließenden Entscheidungsfindung (gemäß berechtigter Kritik, Realisierbarkeit und Priorisierung) bis hin zur Umsetzung: der Organisation (Wer macht was mit wem bis wann?), der Mitarbeiterführung (der Manager bearbeitet nur Vorschläge, jedoch keine bloßen Fragen von Mitarbeitern) und der Realisierung, immer unter der kontrollierenden Begleitung durch den Projektleiter.

Den Teilnehmern erschloss sich eine Menge nützlicher Kompetenzen und Techniken, die ihnen zum Vorteil für die praktische Arbeit im Sportverien oder -verband gereichen sollten. Ähnlich wie für die wenig entfernt auf den Poller Wiesen lagernden Wildgänse: Reiche Beute!

Wildgänse auf den Poller Wiesen vor der Autobahnbrücke.

DFV stellt einen „Ort im Land der Ideen“ 2010

Freitag, 20. November 2009

Glückwunschschreiben der Marketing für Deutschland GmbH mit Handbuch zur Veranstaltungsplanung. – Was eine Freude! Der Deutsche Frisbeesport-Verband nimmt an Deutschlands größter Veranstaltungsreihe „365 Orte im Land der Ideen“ teil! Die entsprechende Benachrichtigung der zuständigen Marketing für Deutschland GmbH hat mich heute in der DFV-Geschäftsstelle in Köln erreicht.

Das Logo der Veranstaltungsreihe

Beigefügt ist dem Schreiben ein 24seitiges „Handbuch zur Veranstaltungsplanung und Öffentlichkeitsarbeit“, das stufenweise im Vorfeld auf den presserelevanten Termin der Übergabe vorbereitet. Die richtige Begeisterung stellt sich erst nach und nach ein. Zunächst war ich beim Öffnen des großen Briefes skeptisch und nahm die Benachrichtigung relativ ungerührt auf. Mittlerweile wächst aber die Freude immer mehr, nicht zuletzt aufgrund der Formulierungen, die ich bereits im Newsbeitrag auf der DFV-Seite  zitiert habe: „Mit ihrem Knowhow und Ihrer Leidenschaft verstärken Sie Deutschlands einzigartiges Netzwerk für Mut, Neugier und Innovation.“

Nun ist mir natürlich klar, dass sich seit gestern auch 364 andere Organisationen freuen und vermutlich gleichlautende Briefe erhalten haben, dennoch geht es runter wie Öl. „Unsere Zeit bietet die Chance, gewohntes zu überdenken und neue Wege einzuschlagen. Das zeigen Sie udn die vielen weiteren zukunftsm,acher, die in diesem Sinne handeln und durch ihre Ideenvielfalt Deutschland fit für die Zukunft machen.“, heißt es weiter. Das kann ich durchaus auf die Arbeit für den Frisbeesport in Deutschland beziehen, der neben den rein sportlichen Herausforderungen auch eine geistige Einstellung des Respekts udn der Eigenverantwortlichkeit fördert. Schirmherr der Veranstaltungsreihe ist übrigens Bundespräsident Horst Köhler.

„Zukunftsmacher“ bin ich also gemeinsam mit den anderen Aktiven im Frisbeesport, das klingt noch weiter besser als „Regenmacher“ oder „einfach nur „Macher“. Ach ja, bevor ichs evrgesse, Anlass der OPresiverleihung wird die Junioren Ultimate-WM vom 02. bis 07. August 2010 in Heilbronn sein, die WJUC 2010 (World Junior Ultimate Championships), der eigentliche Tag als „Ort im Land der Ideen“ der Vorfinaltag, Freitag, der 6. August 2010, Standort Frankenstadion Heilbronn.

Norwegen als Vorbild für Deutschland?

Sonntag, 15. November 2009

Norwegischer Frisbeeverband schließt sich an neuen Verband amerikanischer Sportarten an. Die Sportarten American Football, Cheerleading, Frisbee und Lacrosse haben sich bei der Grüdnungsversammlung am 8. November zu einem gemeinsamen Sportverband zusammengeschlossen. Neu gegründet wurde der NAIF (Norges Amerikanske Idretters Forbund) auf der Grundlage des bisherigen NOAFF (Norges Amerikansk Fotball og Cheerleading forbund). Darin waren bisher bereits der Football- und der Cheerleadingsport vereint. Das teilt football-aktuell.de mit.

Schlagzeile und Logo zu NAIF auf www.frisbee.no

Meldungen auf den Homepages des bisherigen NOAFF und des bisherigen Norges Frisbeeforbund bestätigen den Sachverhalt. Laut football-aktuell.de nimmt der neue Verband mit mehr als 4000 Sportlern in 80 Vereinen am 1. Januar 2010 offiziell seine Arbeit auf. Dem Vorstand gehört neben Christian Bergan als zukünftiger Präsident und seinen beiden Stellvertretern auch je ein Vertreter der Sportarten Cheerleading, Lacrosse und Frisbee an. Einer der beiden Stellvertreter ist der bisherige Präsident des NFF, Sturla Hallås vom Hamar Frisbee Club, der Abteilungsvorstand Frisbee der bisherige Vizepräsident Frodedes NFF -Andre Alvad vom Team „Pancake“.

Logo des bisherigen Norges Frisbee-Forbund

football-aktuell.de wertet die Fusion als „Schrittmacher in der europäischen Sportbewegung“. Demnach werde es „in vielen nationalen Sportdachverbänden begrüßt, wenn sich kleinere Sportgruppierungen zu größeren Organisationseinheiten verbinden, beziehungsweise kleine Sportarten bei einem größeren Fachverband unterschlüpfen“. Die Vorteile werden in der Bündelung von Verwaltungseinheiten gesehen sowie darin, die Interessen des Sportes damit effizienter und kostengünstiger durchzusetzen.

In Deutschen Frisbeesport-Verband sind alleine rund 80 Vereine mit allerdings bisher nur rund 1.500 Mitgliedern vereint. Der Verband vertritt die Interessen der Flugscheiben-Sportarten Ultimate, Disc Golf und Freestyle Frisbee und plant bei der Jahreshauptversammlung am 5. Dezember Satzungsänderungen, unter anderem um ebenfalls Vertreter der einzelnen Frisbeesportarten in den Vorstand zu bestellen.

Was für ein Unterschied ein „z“ macht…

Donnerstag, 05. November 2009

… oder ein „r“. Witzigerweise sind mir heute gleich zwei Beispiele von Fehlern begegnet, die einem oder mehreren zuständigen Bearbeitern durchgegangen sind. Zuerst war da in der heutigen Printausgabe der Financial Times Deutschland eine seitenbreite Anzeige der Deutschen Bank, die das Thema Mittelstands-finanzierung aufgreift und für sich besetzen möchte.

Auschnitt der Deutsche Bank-Werbung in der FTD vom 05.11.2009

Da haben offenbar gleich mehrere geschlafen – wie es im Comic immer so schön verbalisiert wird: „Zzzzzz“. Es ist ja nun nicht so, dass die Deutsche Bank nicht das ganze Alphabet drauf hätte, ein „z“ ist ja im Wort dabei. Aber ausgerechnet eine Anzeige wie einen Lexikoneintrag gestalten, als hätte das Institut die Weisheit mit Löffeln gefressen – und dann so etwas!  Ein weiteres „z“ – und ich hätte nichts dagegen einzuwenden, aber so? Da hätte einer der Scheuklappen tragenden Verantwortlichen aus dem Hause Deutsche Bank oder der betreuenden Werbeagentur mal eines seiner Schlaf-„z“s abgeben sollen, dann hätte die Anzeige auch von a bis z gestimmt.

Die ganze Deutsche Bank-Werbung in der FTD vom 05.11.2009

Von wegen „Leistung aus Leidenschaft“ und „Die Deutsche Bank spricht die Sprache des Mittelstands seit 140 Jahren“. In Verträgen seit 140 Jahren lassen Verhandlungspartner dr Deutschen Bank doch hoffentlich auch nicht eben mal im wichtigsten Wort einen Buchstaben weg. Das könnte als knausrig ausgelegt werden. Und wohin führen die geöffneten Türen, die da symbolschwanger im Raum stehen – in ein Land der neuen Rechtschreibung?

Eine ganz böswillige Interpretation würde sagen, ach so, das bedeutet „fin“ an Zugang, sozusagen das Ende des Zugangs für den Mittlestand, eine ums Eck gedachte Umschreibung des Wortes „Kreditklemme“.  Oder aber nur der Herr Finan hat hier Zugang. Was, der Herr Finan ist noch gänzlich unbekannt? Na, der Tim Finan, der das berühmte Little Bobby-Bild geschossen hat, zu sehen auf der Seite der „Beach Ultimate Lovers‘ Association“ mit den Pressebildern:

"Little Bobby", (c) by Tim Finan

Aber was sollte Beach Ultimate schließlich mit der Mittelstandsfinanzierung zu tun haben? Dass viele Geschäftsideen auf Sand gebaut sind? Dass die aufgenommene Investitionssumme gewöhnlich wie Sand zwischen den Fingern verrinnt? Dass es manchem Geschäftsmann bei den aktuellen Kreditbedingugnen die Schuhe auszieht? Aber dann könnten wir ja wenigstens versuchen, bei BonPrix neue Schuhe zu kaufen. Und was benötigen wir unter den Schuhen, also darinnen? Nein, nicht Socken. Ach, Du weißt schon… 😉

Der Hinweis auf der Schuheseite von Bonprix.de

Selbstverliebt oder durchgeknallt?

Mittwoch, 04. November 2009

Nachdem der Chefredakteur der Bild-Zeitung Kai Diekmann in seinem neuen Blog Gespräche mit sich selber führt – und dieser Umstand doch für einiges Aufsehen gesorgt hat – dachte ich mir: „Hey! Was solls? – Das machst Du jetzt auch!“

Jörg Benner im Spiegel der Reflektion

Hintergrund bei mir ist jedoch weniger die von Diekmann selbst ins Feld geführte Eitelkeit, sondern eher die Notwendigkeit, im Vorfeld der Jahreshauptversammlung des Deutschen Frisbeesport-Verbandes am 5.12. im Club Voltaire in Frankfurt einiges los zu werden, das ich sonst nicht so gut hätte unterbringen können.

Üblicherweise interview ich pro Monat aus aktuellen Anlässen jeweils zwei Sportler oder Funktionäre. In diesem Monat erscheint mir die Jahreshauptversammlung einfach als der wichtigste Anlass, daher diese vermutlich doch eher einmalige Vorgehensweise.  – Aber wer weiß was passiert, wenn mein Vorgehen ähnlich viele Rückmeldungen erhält wie die Aktion des Vorzeige-Boulevardmannes, der gemäß den Kommentaren bei Zeit.de aus seinen Defiziten an Aufmerksamkeit heraus vorgibt, selbstkritisch zu sein? ADS könnte in der Tat bei mir gegenüber der Leserschaft aus dem wachsenden Kreis der Frisbeesport-Aktiven in Deutschland auch der Grund sein.

Besonders schön hat mir jedoch der Kommentar eines Lesers gefallen, der einfach nur das Wilhelm Busch-Gedicht zitiert:

Kritik des Herzens

Die Selbstkritik hat viel für sich.
Gesetzt den Fall, ich tadle mich:
So hab ich erstens den Gewinn,
Dass ich so hübsch bescheiden bin;

Zum zweiten denken sich die Leut,
Der Mann ist lauter Redlichkeit;
Auch schnapp ich drittens diesen Bissen
Vorweg den andern Kritiküssen;

Und viertens hoff ich außerdem
Auf Widerspruch, der mir genehm.
So kommt es denn zuletzt heraus,
Dass ich ein ganz famoses Haus.

Frühsport 0,2 erreicht kritische Masse

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Topp-Beteiligung an der Frisbeesport-Abteilungssitzung des ASV Köln. Gut drei Dutzend Mitglieder haben der Versammlung beigewohnt, die die Frisbeesportabteilung des Kölner Traditionsvereins im Hinterzimmer des „Stadtwaldgarten“ durchgeführt hat. Die Themenliste liest sich schnell, hat in der Diskussion aber für mehr als zwei Stunden Gesprächsstoff gesorgt: Finanzielles, Nachwuchsförderung, Turniere 2010 mit Blick auf die Ultimate Club-WM in Prag und auf die Frage der Organisation eines eigenen,  sowie Shirts-Bestellungen.

Die Organisations-Gruppe "Frühsport" nach der Ultimate-DM 2009 beim ASV Köln

Die Themen sind schnell zusammenzufassen: Aus den bescheidenem Überschuss der diesjährigen Organisation von Turnieren soll sowohl etwas an den „Supporters‘ Club Junioren-Ultimate Deutschland“ zurückfließen als auch in die Verbesserung der eigenen Infrastruktur gesteckt werden (Scheiben-Nachbestellung, Rasenpflege, Tribünen-Toiletten, Unterstell-Möglichkeiten). Einen breiten Raum nahm anschließend auch die Diskussion der gerecht zu verteilenden Trainingszeiten, sowie der Integration von Nachwuchsspielern in den darauf aufbauenden Teams ein.

Zunächst sei jedoch gesagt, dass das kontinuierliche Nachwuchstraining von Jürgen Hauf (für Kinder, Jugendliche und Erwachsene) sich wieder und wieder bezahlt macht: Regelmäßig führt er  junge Spieler an den leistungsorientierten Teamsport Ultimate Frisbee heran, mit einer Schule in Köln-Zündorf ist er ins Programm „Fit durch die Schule“ aufgenommen worden, vor allem aber nahmen wenigstens sechs Nachwuchsspieler an der Sitzung teil.

Die kritische Masse ist erreicht. Im Rahmen der Diskussion wurde nicht nur der kritische Zeitpunkt einer Sitzungsdauer von etwa zwei Stunden erreicht, sondern auch inhaltlich das Erreichen einer kritischen Masse festgestellt. Im Verein sind etwa 60 Mitglieder gemeldet, der Kreis an sporadischen und ehemaligen Trainings-Teilnehmern umfasst mittlerweile bestimmt an die 150 Personen. Alleine im Frühsport-Forum bei carookee.com sind bereits 133 Mitglieder gemeldet. Bei weitem nicht alle Spieler jedoch sind Forums-Nutzer.

Dieser Umstand erschwert es, allen Teilnehmern, aber vor allem allen Mitgliedern gerecht zu werden. Anregungen aus der Diskussion waren: Die Inhalte zwischen den einzelnen Trainingsstufen dezidiert in klaren Absprachen zwischen den Trainern weiterzugeben (ähnlich wie über Playbooks im Basketball und anderswo), noch mehr Trainer für verschiedene Zuständigkeiten zu gewinnen (ebenwo wie für die Team-Organisation selbst, 1. Open, Damen, Mixed, 2. Open) sowie auch nach Abschluss der praktischen Trainingseinheiten auf Nachfrage für eine theoretische Nachbereitung der strategisch-taktischen Inhalte zur Verfügung zu stehen.

Frühsport 0,2-Logo von Till Nows

Schließlich führte Chefcoach Holger Klein zur allgemeinen Enttäuschung aus, dass die erwartete Teilnahme an der Team-Weltmeisterschaft im Ultimate kommendes Jahr in Prag  (World Ultimate Club Championships, WUCC) vom 3. bis 10. Juli in Prag voraussichtlich nun doch ohne Kölner Beteiligung stattfinden werden. Im vergangenen Jahr wurde nach der dritten Auflage  der „Disc Days Cologne“ in Köln auch noch die Ultimate-DM erfolgreich durchgeführt. Dabei hieß es, der dritte Platz würde zur WUCC direkt qualifizieren. Nun aber erhalten einige Nationen in der Open-Division sogar nur einen Spot, daher dürfte Frühsport 0,2 , die als Ausrichter in diesem Jahr genau Dritter wurden, nicht einmal mehr Nachrücker-Chancen haben.

Stattdessen eröffnet sich noch die Option für alle Spieler, die im kommenden Jahr 33 werden oder bereits älter sind, bei einer möglichen ersten Masters Ultimate-DM bis April 2010 mit einem Kölner Team teilzunehmen und ins Finale zu kommen – auch das würde für eine WUCC-Teilnahme in der Masters-Division qualifzieren.

Daneben gilt es für die 1. Open-Mannschaft in der Halle einen dritten Platz zu verteidigen, das zweite Team wird sich um die Ausrichtung der C-Relegation in Köln bemühen. Weiterhin wurde mit breiter Unterstützung aller Anwesenden beschlossen,  auch 2010 die Tradition der Disc Days Cologne als internationales Einladungsturnier fortzuführen, vorzugsweise Anfang Juni. Unsere Freunde aus dem Kölner Norden haben bereits angekündigt, dass ihr Traditionsturnier „Splatsch“ am 19. und 20. Juni 2010 stattfinden wird.

Gekrackt, gehackt, zu Boden gestreckt

Freitag, 23. Oktober 2009

Deutscher Frisbeesport-Verband Opfer eines Hackerangriffs. Die Seiten des DFV e.V. www.frisbeesportverband.de und www.discgolf.de sind vorübergehend nicht erreichbar.

Ungewohnter Anblick der DFV-Startseite am 23. Oktober 2009

Ursache ist ein Hackerangriff, wobei in jede Datei mit dem  Namen „index.php“, „index2.php“ etc. ganz oben im Code eine PHP-Funktion eingehängt wurde, in der dann ein JavaScript ausgeführt wurde. Das Aufrufen der Seiten rief in entsprechend geschützen Systemen unmittelbar eine Virenwarnung hervor. Der DFV Web-Administrator Henning von Bandemer hat noch keine Schäden etwa an der Datenbank festgestellt. Er hat beide Seiten unmittelbar deaktiviert, um den Schaden zu begrenzen.

Der Provider 1und1 war über den Angriff noch nicht informiert, sagte aber sofort zu, die Datensicherung  der Seiten vor dem Angriff zur Verfügung zu stellen, um die Website wiederherzustellen. Außerdem wurde dazu geraten, die Passwörter für  FTP- und Kundenzugänge zu ändern und so wenigen Personen wie nötig zur Verfügung zu stellen. Der Angriff ausgerechnet im Vorfeld der diesjährigen Jahreshauptversammlung behindert die Vorbereitungen und den Austausch im entsprechenden Forum ein wenig, sollte aber keine dauerhafte Behinderung darstellen.