Archiv für die Kategorie ‘Musik’

The Spirit of Christmas 2009, Part 22

Samstag, 19. Dezember 2009

Der Arbeits- und Terminstress sollte mit diesem Wochenende langsam der Freude auf das Weihnachtsfest weichen. Noch fünf Tage! Zeit genug, noch alle Post zu erledigen, alle Einkäufe zu tätigen und alle Geschenke zu verpacken! Dabei, rät uns ein kleiner Artikel aus dem Magazin des Kölner Stadt-Anzeigers, freundlich bleiben!

Kölner Stadt-Anzeiger Magazin, 17.12.2009, Titel: Freundlich beim Weihnachtskauf

Verkäufer würden zunehmend über Beleidigungen, Flüche und achtlosen Umgang  mit noch nicht gekaufter Ware klagen. Was für den Einkaufsvorgang gilt, sollte allerdings erst recht auch im Kreise der Familie gelten: Um Freundlichkeit bemüht bleiben! Wie der im Artikel zitierte Deutsche Knigge-Rat in Bonn feststellt, bleiben ansonsten beim Einkaufen Beratung und Entgegenkommen auf der Strecke. Die beiden Vokabeln lassen sich aufs Familienleben übertragen als Fürsorge und Wohlwollen.

Falls es beim Familienfest aber doch regelmäßig zu Frust und Streit kommt, wäre der einfachste Rat, innezuhalten und zu überdenken, ob ich selbst etwas an der Situation ändern kann. Vielleicht hilft der gute Wunsch, vorgetragen von Nat King Cole im wunderschönen Christmas Song: „Merry Christmas to you!“

Gratulation Stephan Eicher!

Freitag, 18. Dezember 2009

Der Zürcher Stadtrat hat heute dem Chansonnier Stephan Eicher den mit 50.000 Fraken dotierten Kunstpreis verliehen. Eine tolle Ehrung für einen tollen Künstler, der mich bereits vor 25 Jahren faszinierte. Als Student besuchte ich Mitte der 1980-er Jahre ein Konzert an der Uni Konstanz, bei dem er solo mit Gitarre und vor allem mit elektronischer Unterstützung auftrat. Der bekannteste Hit war damals: “ Les filles du Limmatquai“ mit der unübertrefflichen Textzeile : „Je veux toujours l’amour.“

NZZ, 17.12.2009, Titel: Stephan Eicher erhält Kunstpreis der Stadt Zürich

In der Neuen Zürcher Zeitung beschreibt Markus Ganz am Donnerstag die Biografie des Bernischen Künstlers, der seit Jahren in Frankreich lebt. Vom Filmen herkommend, mit musikalischen Wurzeln im Elektropunk und im New Wave hat er sich spätestens in den 1990-er Jahren zum Ethno-Musiker entwickelt, mit einem Hang zum Chanson, der sich imponierend sicher auf schwyzerdüütsch, englisch und vor allem französisch ausdrückt. Hierzu trägt auch die Zusammenarbeit mit dem französischen Schriftsteller  Philippe Dijan bei.

Meine Gratulation einem überzeugenden Künstler und inspirierenden Musiker! Einer meiner Lieblingssongs von ihm ist „Déjeuner En Paix“, hier mit einer Art Sims-Trickvideo von einem anderen französischen Filmkünstler:

The Spirit of Christmas 2009, Part 14

Dienstag, 08. Dezember 2009

Nachdem wir das Nikolaus-Fest glücklich hinter uns gebracht haben, gilt die Konzentration nun ganz klar: Weihnachten. Allerdings machen es uns die Amts- und Würdenträger nicht gerade leicht mit dem Glauben. So hat laut Süddeutscher Zeitung von gestern der Münchner Erzbischof Reinhard Marx den Weihnachtsmann als kapitalistisch herabgewürdigt, wohingegen er den historischen resp. heiligen Nikolaus als segensbringend hervorhob. Wie Hans Holzhaider in der Rubrik „Mitten in Bayern“ bereits bemerkt, ganz zu unrecht, da der Weihnachtsmann vom angelsächsischen „Santa Clause“ abstammt, dem heiligen Nikolaus eben.

WamS, 06.12.09, Titel: Weihnachtsmann

Ganz zu schweigen von dem ebendort genannten Diplomtheologen Manfred Schnabel, der von den Eltern fordert, den Glauben nicht auf einer Lüge aufzubauen und ihren Kindern zu beichten, dass nicht das Christkind die Geschenke bringt. Einen Wunschzettel sollen sie dennoch schreiben und ihn auf die Fensterbank legen, damit ihn ein Engel mitnehmen kann. Da ist das Sinnbild, dass wir uns in Gedenken der Geburt von Christus als des Erlösers beschenken, doch weitaus realer. Zudem gibt es für die Wunschzettel acht Weihnachtspostämter bundesweit!

Lassen wir also all diese Glaubensfragen beiseite und postulieren wie die Welt am Sonntag: Da ist er, der Weihnachtsmann (s. eingescannter Titel)! Dr Schweizer Johann Wanner steht dem Basler Unternehmen „Weihnachsthaus“ vor, stellt Christbaumschmuck her und handelt damit. Warum er das Schmücken eines Weihnachtsbaumes für verantwortungsvoller hält als das Ankleiden einer Frau, hängt für ihn damit zusammen, dass es sich um eine „Opfergabe an die Natur“ handelt. Was man von einer Frau, außer in Zusammenhängen wie etwa bei King Kong nicht gerade sagen kann. Schöner Weihnachtsmann, der Geschäfte macht und sich als Couturier bezeichnen lässt.

Aber mit den australischen Weihnachtsmännern beispielsweise ist momentan gar nichts zu holen (bzw. zu bekommen). Sie sind nämlich aus Wut über neue Steuergesetze in den Streik getreten. Wer als Rentner im Weihnachtsmann-Kostüm sein Auskommen aufbessern möchte, dem drohen Kürzungen der Sozialleistungen! Aber auch dieses unerfreuliche Zwischenspiel auf dem Weg zum besinnlichen Fest kann uns den unerschütterlichen Glauben nicht nehmen! Die Engel, der Weihnachtsmann, das Christkind kommen und bringen die Geschenke. Hier der Lied-Klassiker in der Version der Supremes.

The Spirit of Christmas 2009, Part 13

Sonntag, 06. Dezember 2009

Doppelter Grund zum Feiern! Heute ist 2. Advent und Nikolaus. Im Gartencenter erklärte die achtjährige Schwester ihrem vierjährigen Bruder: „Dieser Nikolaus ist nicht der echte!“ Der echte ist vielmehr derjenige, der über Nacht den Nikolausstrumpf gefüllt hat, also der, den es nicht gibt. Hingegen ist der reale Nikolaus aus Fleisch und Blut mit Bischofsstab und -mütze keinesfalls der richtige. Das widerspricht aller kindlichen Erfahrung und Phantasie!

Kölnische Rundschau Magazin, 05.12.09: Kampf der Giganten

Die Kölnische Rundschau hat in ihrem Wochenend-Magazin die verschiedenen Figuren einmal mehr gegeneinander abgegrenzt. Während in den früheren Generationen doch zuverlässig in den meisten deutschen Gegenden das Christkind die Geschenke brachte, hat es heute der Weihanchtsmann strak verdrängt, vermutlich stark unter dem Eindruck des amerikansichen Santa Clause. Dieser hingegen gemahnt rein sprachlich an die Figur mit dem historischen Hintergrund, den Bischof Nikolaus aus der heute in der Türkei liegenden Stadt Myra.

Gleichzeitig hat dagegen Knecht Ruprecht als „Angstmacher“ weitgehend ausgedient. Die Drohung mit den schlechten Taten, die einer Geschenkeorgie im Wege stehen könnte, zieht kaum mehr. Im Magazin-Beitrag der Kölnischen Rundschau stellt der betreffende Autor fest, dass es Ruprecht wohl weniger um die Strafe gegangen sei (er schlug nämlich nie zu, auch nicht bei den wirklich bösen Kindern), sondern vielmehr um die Angst vor der Bestrafung, sprich das schlechte Gewissen. Je nach Region hat der „Bad cop“ (in Begleitung des „Good Cops“ Nikolaus) auch andere Namen.

Jedenfalls lässt sich anlässlich des heutigen zweifachen Festtages (jedenfalls für Kinder) nicht verleugnen: „Es fängt an, nach Weihnachten auszusehen“, wie Perry Como in einem Weihnachtsspeccial im US-Fernsehen schon 1958 sang:

The Spirit of Christmas 2009, Part 11

Donnerstag, 03. Dezember 2009

Die Weihnachts-Beleuchtung nimmt allenthalben zu, die Temperaturen nehmen ab. In Bayern hat es immerhin schon geschneit. Leider ist es im Rheinland weder kalt noch bergig, daher ist in nächster Zeit mit Schnee nicht zu rechnen. Immerhin haben wir dafür wundervoll geschmückte Häuser, sogar auf der eigenen Straße.

Weihnachtlich geschmücktes Hutzelhäuschen in Köln

In zehn Tagen soll es wohl kälter werden. Vielleicht wirds ja doch noch was mit „White Christmas“. Aber statt des allseits bekannten Klassikers hier eine originelle Version eines anderen Liedes von Bob Lido aus einer Christmas Show von 1963, also immerhin 46 Jahre alt. Der damals wahrscheinlich geradezu anarchische Humor wirkt heute doch etwas altbacken, aber dennoch: Viel Spaß!

The Spirit of Christmas 2009, Part 10

Dienstag, 01. Dezember 2009

24 Türchen, und was dahinter steckt… – Der Refrain des Kinderliedes von Rolf Zuckowski verbirgt außer der Frage nach der Herkunft des Brauches vom Adventskalender auch die Frage nach der gesellschaftlichen – oder auch wirtschaftlichen – Relevanz des Brauches.

FAS, 29.11.09, Titel des Spezials: 24 Geschenke

In der Sonntags-FAZ werden (ähnlich wie bereits zuvor im Kölner Stadtanzeiger, texthilfe.de berichtete) daher Geschenke-Tipps gegeben („Und wer jetzt meint, dass das alles ein konsumistischer Wahnsinn sei, der mit dem Sinn des Weihnachtsfestes so wenig zu tun habem, wie mit der Freude daran, anderen eine Freude zu machen, dem sagen wir: Stimmt ganz genau!“), augenzwinkernd immerhin. Auch die Welt am Sonntag konstatiert im NRW-Teil über der bedeutungsschwangeren Überschrift: „Erst eins, dann zwei…„: „Für den Einzelhandel beginnen jetzt die wichtigsten Wochen des Jahres.“ Guido Hartmann hat dabei jedoch eine spezielle Käufergruppe im Visier: „Vor allem über die zahlreichen Weihnachtsmärkte sollen ausländische Gäste in die Stadt gelockt werden. Die meisten kommen aus den Niederlanden.“ Mit „der Stadt“ ist hier die Landeshauptstadt gemeint – das gilt jedoch für viele anderen NRW-Städte ebenso.

WamS, 29.11.09, Titel im NRW-Teil: Erst eins, dann zwei...

Die Überraschung dann aber doch im Magazin des heutigen Kölner Stadt-Anzeigers. Während der Aufmacher lautet „Falten, schneiden, kleben – Ideen für die Vorweihnachtszeit. Kinder basteln für die ganze Familie“, kommt auf Seite 5 das Interview mit dem Philosophie-Professor Peter Heintel von der Universität Klagenfurt auf den Punkt: „Das Warten als Geschenk sehen“ (noch nicht online). Während das am Sonntag begonnene Kirchenjahr gleich zu Beginn auf die bevorstehende Ankunft des Herrn wartet und diese feiert, leben Kinder, so Heintel, „in einer Dauererwartung. Als Erwachsene empfinden wir das Warten dagegen als etwas Unangenehmes“.

Kölner Stadt-Anzeiger Magazin, 01.12.09, Titel: Das Warten als Geschenk sehen

Der Professor hat unter anderem deswegen bereits 1990 einen „Verein zur Verzögerung der Zeit“ gegründet. Mittlerweile mehr als 1.000 Mitglieder „streben neue Formen des Umgangs mit der Zeit an“, ebenso gegen blinden Aktionismus wie vermutlich auch gegen Konsumismus gerichtet. Der Verein wendet sich gegen die reduzierte Sichtweise der Zeit „nur noch als Messgröße für Arbeit und Leistung“. Dabei geht es gerade in der Vorweihnachtszeit auch darum, Zeit verstreichen zu lassen, beim Warten (möglicherweise auch unangenehme) Gedanken zuzulassen, sprich das Warten als Geschenk aufzufassen. Als Instrument der Selbsterziehung empfiehlt Peter Heintel, über einen Monat ein Zeittagebuch zu führen.

Am Weihnachtstag selbst bin ich, wie viele andere Kinder meiner Generation und danach, oft vor der Fernsehsendung „Wir warten aufs Christkind“ gesessen. Das ist zwar keine vorbildliche, aber eine bezeichnende Übung. Mit selbst kommt es in diesem Jahr genau so vor, als würde ich die Weihnachtszeit als eine Zeit zum Innehalten wenn nicht benötigen, dann aber doch sehr begrüßen. Zeit zur Reflektion zu haben, zur Standortbestimmung und zum Denken an andere. Vielleicht ein anderer Aspekt des Christuswortes aus dem Matthäus-Evangelium „Werdet wie die Kinder“. Daher an dieser Stelle unvermeidlich nun auch das eingangs erwähnte Kinderlied von Rolf Zuckowski „Kleine Kinder, große Kinder“.

The Spirit of Christmas, Part 7

Dienstag, 24. November 2009

Heute in einem Monat ist Weihnachten! Mit dem vergangenen Montag sind wir (spätestens) in die Adventszeit eingestiegen, der kommende Sonntag ist der 1. Advent. Gestern haben zahlreiche Weihnachtsmärkte, unter anderem im Rheinland, geöffnet. Im Kulturgut Eltzhof hat die 14. Saison der „Kölschen Weihnacht“ mit Gerd Köster, Frank Hocker und Konsorten gestartet. Auch wenn die Weihnachtsmänner und Engel im Freien zunächst noch auf Regenschutz angewiesen sind, da bleibt kein Zweifel, jetzt geht es in die „heiße Phase“ der besinnlichen Zeit. Wir haben heute auch die erste Weihnachtsdekoration angebracht. Un nun – wie auch immer jeder einzelne dazu steht – hält mich nichts mehr davon ab, den Klassiker der Rock Christmas Songs einzubinden, George Michael mit Wham: „Last christmas“.

The Spirit of Christmas 2009, Part 6

Samstag, 21. November 2009

Hier nur ein kurzer Videogruß passend zum Titel der Serie: „The spirit’s up“ heißt es in der ersten Strophe des Paul McCartney-Klassikers „A wonderful christmas time“. Das Video selbst stammt aus dem Trickfilm-Klassiker „Rudolf das kleine Rentier“, in der deutschen Fassung unter anderem mit den Stimmen von Nina Hagen und Wolfgang Völz. Auch wenn ihm das neue Film-Rentier Niko den Rang abzulaufen droht, steht Rudolf – nicht zuletzt aufgrund der vielen konzertanten Gedenkstunden bislang noch unangefochten auf Rang eins der Rentiere des Herrn Santa Clause.

The Spirit of Christmas 2009, Part 5

Donnerstag, 19. November 2009

Die Häufung der Hinweise ist unübersehbar. Bald wird aus der Ahnung eine Bilderflut werden: Weihnachten naht! Damit streben wir auf einen Höhepunkt zu, der ideal platziert scheint, einerseits am Ende des Jahres, um für einen gütlichen Ausklang zu sorgen, und andererseits zu Beginn der kalten Jahreszeit, um diese möglichst unbeschadet zu überstehen.

Der Weihnachtsmarkt auf der Domplatte entsteht, nebst Chopard-Engel

Im Kölner Stadtbild sind es die im Aufbau befindlichen Weihnachtsmärkte, die zuverlässig an das bevorstehende Fest erinnern, allen voran der am Kölner Dom mit einer 25 Meter hohen und fünfeinhalb Tonnen schweren Douglasfichte – angeblich der größte Weihnachtsbaum im Rheinland. Daneben haben auch schon die Eventlocation Wolkenburg am Mauritiussteig und nicht zuletzt der Weihnachtsmarkt im Lichthof der Galeria Kaufhof in der Hohe Straße weihnachtlich schwer aufgerüstet.

Zusätzlich sorgt der Kölner Stadt-Anzeiger mit regelmäßigen Hinweisen auf das angemessene Verhalten für ein verträgliches Eingewöhnen in die Advents- und Vorweihnachtszeit. Schon im klassischen Stil eines Frauenmagazins forderte er am Mittwoch auf „Bastel Dir einen“ – gemeint ist der Adventskranz in einer von drei dargestellten Varianten. Besonders schön aber hat mir die Übersicht im Magazin vom Montag gefallen, was alles in den verbleibenden Wochen vor Weihnachten der Reihe nach erledigt werden sollte – ohne Stress, versteht sich.

Kölner Stadt-Anzeiger, Titel des Magazins vom 16.11.09 

Laut Adventsplaner von Rebekka Rülcker sind in dieser Woche die allgemeinen Überlegungen fällig wie: Mit wem feiern? In welchem Umfang schenken? Wie schmücken? Hilfreich hierzu sind Listen, nicht nur für Wünsche und Geschenke, sondern auch für die Aufgaben an Weihnachten. In der kommenden Woche wären die Weihnachtsmenüs zu planen und Vorräte an typischen Non-Food-Festartikeln anzulegen (wie Kerzen, Batterien, Geschenkpapier und Küchentücher).

Kölner Stadt-Anzeiger, Magazin vom 17.11.09: Der Adventsplan

In der Woche zwischen 2. und 3. Advent ist dann die Zeit zum Plätzchenbacken gekommen, Einkaufslisten sollten geschrieben werden. Spätestens zwei Wochen vor Weihnachten ist die Post zu erledigen, Geschenke sind einzupacken, vielleicht können Suppen und Saucen schon vorgekocht und eingefroren werden. In der letzten Woche folgen ein Großputz, ein Großeinkauf und das Aufstellen und Schmücken des Baumes – ehe es dann doch bei vielen wie in jedem Jahr wieder zur großen Hektik kommt.

Muss es aber nicht. Das finde ich besonders gut. Daher höre ich mir auch jetzt schon gelegentlich das eine oder andere Weihnachtslied an, ehe für nur vier Wochen, dafür dann aber inflationär George Michaels „Last Christmas“ in allen Radiostationen rauf und runter läuft.

Die Geburt eines kölschen Sessionshits

Freitag, 13. November 2009

„Wenn et funk, wenn et stemp, ja dat merkt mer direk.
Dafür brucht mer kein Wörd, da jenücht ein kleiner Blick.“

Rolf Sperling und Stefan Bermüller spielen seit ihrer Schulzeit Ende der 1970er Jahre in der Geschwister-Scholl-Realschule  in Köln-Ehrenfeld Theater, erst im Schülertheater, dann im Ehemaligentheater „Kritische Rampe„.  „Wenn et funk“ heißt das zehnte Theaterstück, das das kongeniale Autorengespann geschrieben hat. Und – Ja! – „Et funk“ – Und wie! – wenn eines der beiden wechselnden Ensembles der ehemaligen Schüler allabendlich vor ausverkauftem Theatersaal aufspielt! Für die köstliche kölsche Komödie um einen erfolglosen Texter von Karnevalsliedern sind nur noch für die Aufführungen am 26. November und am 1. Dezember Restkarten zu haben.

Der erfolglose Karnevalstexter Bernd Fastnacht (Rolf Sperling, links) lässt sich auf einen Handel mit dem Literaten der KG „Hoch die Tassen“ Jupp Dedorf (Günter Küpper) ein.

Das Stück dreht sich um Bernd Fastnacht auf der Suche nach dem ultimativen Karnevalslied, den Frau, Bekannte und das Publikum immer wieder darauf hinweisen wird, dass es die von ihm notierten Textzeilen bereits gibt. Die Ereignisse verwickeln sich, als seine Frau und er mit der Tochter zur Geburtstagsfeier der Nachbarin am 11.11. eingeladen sind. Der Literat der Karnevals-Gesellschaft „Hoch die Tassen“ möchte den Spielmannszug vor einem Überraschungsauftritt mit „150 Mann – mehr oder weniger“ in Fastnachts Wohnung verstecken. Schließlich erscheint noch der Neffe der Nachbarin, der als geschasster Bankazubi das Geld beider Familien durchgebracht hat.

Es funkt nicht nur zwischen der Tochter Fastnacht und dem Neffen der Nachbarin, sondern auch zwischen dem erfolglosen Texter und dem Literaten der KG. Eine helle Freude mitzuerleben, wie daraus schließlich der gleichnamige Hit der kommenden Session entsteht. Er erinnert ind er Mischung aus Spielmannszug und Charthit ein wenig an Eminem, toppt diesen aber lässig in Sachen Welterkentnnis und Humor.

Mia Fastnacht (Angelika Mangold) hilft Oliver, dem Neffen der Nachbarn (Florian Schmitz) ins unauffällige Hasenkostüm, während die Tochter (Sarah Haake) sich als Hippie verkleidet.

Als der Gründer der „Kritischen Rampe“ Peter Laaff nach 25 Jahren die Leitung abgab, bildeten Rolf Sperling und Stefan Bermüller mit vier weiteren Kollegen das Leitungsteam. „Wenn wir ein Stück ausarbeiten, darf keiner dabei sein“, erklärt Rolf Sperling, „Wir giften uns an, zanken uns und streiten um jedes einzelne Wort“. Das Ergebnis ist lohnenswert zu erleben – noch bis zum 4. Dezember immer Dienstag bis Freitag in der Gravenreuthstraße 10. Am besten schon frühzeitig Karten für das kommende Jahr bestellen, wennd as Theater sein 40jähriges Jubiläum feiert!